Mietvertrag nötig? Alternativen gesucht!

  • Hallo,


    Zu meinem Problem:
    Ich heirate nächstes Jahr und ich und meine baldige Frau beabsichtigen dann bei meinen Eltern einzuziehen.
    Zu dem Zeitpunkt werden wir die 13. Klasse an einem Gymnasium besuchen. Zwar würden wir einen getrennten Haushalt führen, da wir sozusagen eine seperate Wohnung dort hätten, aber wir würden dort mietfrei wohnen.
    Also wäre eigentlich kein Mietvertrag nötig, jedoch müssten wir irgendwie angeben ,dass wir beide dort wohnen und sie nicht bei ihren Eltern wohnt damit sie BAföG berechtigt ist. Lieg ich soweit richtig?


    Um auf meine eigentlich Frage zum Sprechen zu kommen:
    Was haben wir für Möglichkeiten?
    Ist ein Mietvertrag/Untermietvertrag nötig?
    Wenn ja: Kann mir jemand sagen, ob es möglich ist den in Höhe von 0 € abzuschliessen?
    Müssten meine Eltern das beim Finanzamt melden und Steuern deswegen zahlen?(ist ein eigenes Haus)


    Vielen Dank schonmal,


    Thomas

  • Wofür sollte denn der Mietvertrag bzw. Meldebescheinigung gedacht sein? :rolleyes:


    Ihr zahlt keine Miete... also nicht für´s Wohngeldamt.
    Ihr seit auf dem Gymnasium.... also auch nicht für´s BAföG-Amt.
    Einkommen... glaube ich auch nicht.... also auch nicht für´s Finanzamt.


    Kläre uns bitte auf; dann könnte Dir/Euch ggf. weitergehend geholfen werden.
    :)

  • Hey tut mir leid hab mich etwas undeutlich ausgedrückt :)
    Also der Vertrag bzw die Meldebescheinigung sollte schon fürs BAföG Amt sein, da ich und meine Freundin zu dem Zeitpunkt verheiratet sein werden müsste sie, da ihre Eltern mit ihrem Einkommen unter dem Freibetrag liegen, trozdem BAföG kriegen oder? (Also obwohl sie ein Gymnasium besuchen wird)

  • Pauschal:
    Eine allgemeinbildende Schule (wie Gymnasium) ist nicht förderungsfähig, egal ob mit oder ohne Trauschein! Ein Gymnasium gilt nicht als "weiterführdne allgemeinbildende Schule und als Berufsfachschule".


    Meine Empfehlung wäre, sich beim örtlichen BAföG-Amt (Kreis/Gemeindeverwaltung) bzgl. der Förderungsfähigkeit des besuchten Gymnasiums erkunden, da es landesweit ein paar kleine Unterschiede und Sonderreglungen bzgl. der Schulform gibt.
    Viel Erfolg!
    Bei Interesse, siehe § 2 BAföG.

  • @ Thomas + Sandy :confused:


    Es stimmt.
    Grundsätzlich besteht die Förderungsfähigkeit auch für Gymnasiasten, wenn diese verheiratet sind, nicht bei den Eltern wohnen und einen eigenen Haushalt führen.
    Eine Meldebescheinigung genügt nicht; es muß der Nachweis über die tatsächlich "eigene + abgetrennte Wohnung" geführt werden. Der Bedarfsatz liegt dann - trotzdem - nur bei 216 € im Monat.
    Das ist die "Entscheidung dem Grunde" nach. § 2 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. Absatz 1 a Nr. 2


    Bei der "Entscheidung der Höhe" nach zieht der § 12 BAföG.
    Um den höheren Bedarf von 465 € zu begründen, muß der § 12 Abs. 3a BAföG irgendwie gelesen werden:


    Ein Auszubildender wohnt auch dann bei seinen Eltern, wenn der von ihm bewohnte Raum im Eigentum der Eltern steht.


    Es sind tatsächlich zwei paar Schuhe, welche berücksichtigt werden müssen.
    zum Einen der grundsätzliche Förderungsanspruch (§ 2 BAföG),
    zum Anderen der Anspruch der Höhe nach.
    D


    Und natürlich, das Einkommen der Eltern könnte weiterhin eine kleine Hürde sein.
    Heirat und Volljährigkeit rechtfertigen (leider) keine elternunabhängie Förderung. :eek:

  • :confused:
    Wer Lesen kann ist klar im Vorteil!
    Sandy, ich stimme Dir zu! Ein Mietvertrag ist überflüssig, da - endlich - die Mietzuschläge pauschal gezahlt werden.
    Ich würde trotzdem beim zuständigen BAföG-Amt nachfragen nach dem Motto: "Wie hätten sie es denn gerne". :rolleyes:


    Thomas
    Ich wünsche Dir und Deiner Zukünftigen eine tolle Zukunft.


    Denn, die Fähigkeit glücklich zu leben, kommt aus einer Kraft, die der Seele innewohnt.