Krankenversicherungszuschlag

  • Liebe Forum-Mitglieder,
    wer kann mir bei folgendem Problem helfen?
    Ich studiere im 3. Semester Lehramt und bekomme von Anfang an elternunabhängiges Bafög. Ich bin 38 Jahre alt und alleinerziehend mit 2 Kindern. Nun habe ich festgestellt, dass ich keinen Krankenversicherungszuschlag bekomme, obwohl ich mich selbst versichern muss, also nicht familienversichert bin - allerdings sind die Kinder mit mir familienversichert (seit Geburt und auch als ich voll berufstätig war - also nie beim Vater versichert gewesen). Die Bestätigung von der Krankenkasse hatte ich dem Bafög-Antrag beigelegt. Dazu kommt, dass ich, weil ich schon "so alt bin" nicht mehr den normalen Studentenbeitrag (ca. 75€), sondern den Mindestbeitrag (ca. 145€) zahlen muss. D.h., dass ich fast doppelt so viel Beitrag zahlen muss, aber keinen Zuschuss bekommen. Für die Praxis bedeutet dies, dass ich jetzt noch einen zusätzlichen HiWi-Job an der Uni angenommen habe, nur um den KK-Beitrag zahlen zu können.
    Nun die Frage: Wieso bekomme ich keinen Zuschuss? Bin ich zu alt, um bezuschusst zu werden? Oder ist das Problem, dass die Kinder (beitragsfrei) bei mir mitversichert sind? Aus § 13a BAföG - Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag kann ich zu dieser Frage keine befriedigende Antwort ziehen.


    Vielen Dank schon mal für die Antwort/en


    Liebe Grüße von
    S.

  • Hi Sandy_71,
    Du hattes recht, sie haben es vergessen, und zwar vom ersten Semester an. Ich muss jetzt noch mal die Bestätigung von der KK hinschicken und dann bekomme ich es nachträglich.


    Vielen Dank für den Hinweis, ich möchte blos immer informiert sein, bevor ich dort anrufe, um die richtigen Argumente zu haben :) .

    Liebe Grüße von
    S.

  • @ franjo


    Ganz einfach meine Erfahrung zeigt, dass die Herrschaften auf den Ämtern sich öfter mal Fehler leisten die uns Privatpersonen in Schwierigkeiten bringen können. Eine Freundin von mir muss einem Amt Geld zurück zahlen, welches monatlich auch geschieht. Doch nun wird ihr eine Mahnung geschickt das sie den kompletten Betrag zahlen soll. Vereinbart war wie gesagt Ratenzahlung. Das Amt behauptet, dass ein Monat Geld kommt und den nächsten wieder nicht! Wie soll das funktionieren wenn ein Dauerauftrageingerichtet ist und der Betrag jeden Monat abgebucht wird??? Soclhe Geschichten meine ich ;)

  • @ study2606


    zunächst Danke für die Blumen im anderen Thread :)


    Und bzgl. Ratenzahlungen etc., da liegt es - leider - oftmals an die Rechnungsprogramme.
    Diese Programme sind i. d. Regel gundsätzlich :mad: so gestrickt, daß zunächst alle Nachzahlunen etc. einbehalten und die
    Restbeträge auf die restlichen Monate des Bewilligungszeitraumes auzuteilen sind. Dabei sollen dann nicht mehr als 10 % des jeweiligen
    Bedarfsatzes einbehalten werden.
    Das bedeutet nicht, daß die Verwaltung keine "individuellen Vereinbarungen bzgl. Rückzahlungen und Stundungen" treffen können.
    Bei einer vernünftigen und nachvbollziehbaren Begründung, wie z. B. aktuelle Notlage und keine Rücklagen etc., dürften es eigentlich keine Probleme geben.
    Nur, wenn der Bearbeiter einer Stundung oder Ratenzahlung zugestimmt hat, dann weiß es das Rechnungsptrogramm immer noch nicht.
    Und wenn in der Zwischenzeit ein Änderungsbescheid erstellt wird, dann (da stimme ich Dir zu), ist die abgesprochene Stundung noch nicht berücksichtigt worden. :mad:
    Und dieses ist nicht nur lästig sondern absolut ärgerlich; sowohl für den Studi als auch für den Bearbeiter.
    Wichtig ist m. E., daß der Antragsteller weiß, daß er sehr viele Rechte hat und diese Rechte auch vernünftig einfordert. Das bedeutet z. B., mit dem Bearbeiter ruhig zu reden und ihm/ihr die Sach- und Notlage ruhig zu erklären.
    Es stimmt, JEDER ist ´mal absolut Schei**e drauf und hat einen schlechten Tag:mad:
    Mit ein wenig Verständnis auf beiden Seiten kann das gesamte Antrags- und Verwaltungswesen viel ruhiger und geschmeidiger erfolgen. Ach ja, die BAföG-Bearbeiter erhalten weder Prämien noch irgendwelche Bonuspunkte für Ablehnungsbescheide.
    Wir müssen eines bedenken:
    Das BAföG ist ein einfaches Sozialgesetz, dessen Möglichkeiten jedoch unerschöpflich sind.
    Deshalb meine Bitte: Redet miteinander (Bearbeiter + Antragsteller) und bedenkt, daß das BAföG ein reines Bewilligungsgesetz ist. Ablehnungen sollen die Ausnahmen sei. Und bedenke: es werden weniger als 5 % der BAföG-Anträge "dem Grunde nach" abgelehnt. I. d. Regel erfolgen - wenn überhaupt - "Ablehnungen der Höhe nach".


    So, viel geschreiben, ich hoffe hier ein wenig Klarheit geschaffen zu haben... oder so ;-))))