Schüler-BAföG nach Studenten-BAföG?

  • Guten Tag liebe Leser und Wissende,

    da jeder Fall spezifisch ist, möchte ich meinen Fall hier einmal aufdröseln, und hoffe, jemand kann mir meine Fragen danach beantworten.


    Ich bin noch Student im 5. Hochschulsemester und 3. Fachsemester. Ich habe also 2. Semester etwas studiert und dann 3. Semester etwas anderes, an der selben Universität - habe also einen Fachrichtungsantrag gestellt und bewilligt bekommen.


    Und ich habe nun 5 Hochschulsemester BAföG erhalten, da meine Eltern nicht viel Geld haben. Ich habe eine berufstätige Schwester in Berlin, und einen Bruder in der Stadt, in der ich auch studiere. Meine Eltern wohnen in dem Bundesland Brandenburg und mein Bruder und ich in Thüringen (aber in unterschiedlichen Wohnungen).


    Nun siehts so aus, dass ich eine Nachklausur nicht bestehe (das ist noch nicht geschehen - das ist jetzt rein hypothetisch) und mich exmatrikulieren müsste. Ich hätte danach einen "Plan B". Ich würde eine schulische Ausbildung beginnen wollen, an einer berufsbildenen Schule.
    Die Ausbildung hätte viele Kontaktpunkte mit meinem jetzigen Studium und wäre die einzige in die Richtung, die ich immer gehen wollte.


    Würde ich dann eventuell Schüler-BAföG erfolgreich beantragen können?


    Also nach eben 5. Hochschulsemster Studenten-BAföG? Aber ich las hier, das das Fachsemester entscheidend sei, und ich bin im 3. Fachsemester...


    Weiß jemand mehr darüber bzw genaueres?


    Ich danke euch/Ihnen (je nachdem, wie man angesprochen werden möchte :))


    Mit besten Grüßen,



    M.

  • Hallo,
    es soll also "hypothetisch" der Wackelpudding an die Wand genagelt werden... :confused:


    Wenn
    Du jjetzt schon davon ausgehst, daß Du eine Prüfung nicht bestehen wirst, weshalb setzt Du Dich nicht auf Deine vier Buchstaben :mad: und lerst für die Prüfung?
    Ggf. gibt es auch die Chance der Überschreitung der Regelstudienzeit. Das mußt Du mit dem STW abklären. Und bei Deinem etwas verworrenden "Plan-B" bist Du allein für Deine Zukunft und mögl. Studien/Berufsabschluß verantwortlich. Die Zwangsexmatrikulation ist FINAL. Die Finanzlage Deiner Eltern ist absolut nebensächlich und hätte von Dir - vor den Prüfungen - mit bedacht werden müssen.
    Und für eine anschließende Schulausbildung - nachdem Du das Studium aus welchen Gründen auch immer "geworfen" hast - gibt es kein Geld.
    Sorry (oder auch nicht), wenn ich das hier so krass schreibe; doch nur der Studierende/Schüler hat Anspruch auf die staatliche Unterstützung und Geld von der Allgemeinheit, wenn ein Lernerfolg abzusehen ist. Und das halte ich pers. für OK.
    Dazu gehört auch, sich auf Prüfungen vorzubereiten; insb. dann, wenn schon der erste Versuch daneben gegangen ist,:eek:


    Ich wünsche Dir viel Erfolg für die Zukunft.

  • Hey,


    ah, ich möchte nicht das ein falsches Bild von mir entsteht. Also, ich habe 1x mein Fach gewechselt, und studiere das, was ich seit meiner persönlichen Reifeentwicklung als Berufswunsch ansah und sehe und auch gerne natürlich weiterhin werden möchte - Tierphysiologe.


    Ich lerne wirklich viel, dieses Semester mehr als je zuvor. Ich komm nach der Uni nach Hause und arbeite den Stoff nach und vor und lerne ihn abends auswendig und les viel zum Verständnis nach. Aber, bei der blöden Nachklausur, die ich schreibe, ist das nicht relevant.


    Es ist so nen blöder Ankreuztest, in Physikalischer Chemie, der "raten" vermeiden soll, mit so nem blöden Punkteabzugssystem (haste was falsch, haste nen Punktabzug, halbe Pkt für 1 Antwortmöglichkeit, ganze Punkte für mehrere Antwortmöglichkeiten etc) und viele haben letztes Wintersemster nur geraten und haben zu meisten Anteilen bestanden - bei mir hat nen Punkt gefehlt. Dieser Test, ist 50% Wissen und 50% Raten. Es kommt nichtmal Zeug aus der eigentlichen Vorlesung dran, sondern allgemeines, chemikalisch-stöchometrisches Wissen. Was man als Student ohne Chemie-Leistungskurs nicht unbedingt weiß. Und dann ist es auch nur ein Nebenfach, in der die Note nichtmal in meine Abschlussnote eingeht...


    Ich möchte mir nur einen Plan zulegen, wenn diese Prüfung wieder mal schief läuft.


    Meine Noten sind nicht mal schlecht, alle sind im Einser - und Zweierbereich - bis auf die eine blöde Chemieklausur, die meiner Meinung nach, nicht beweist, das man darin auch was kann.


    Naja,
    ich frag einfach im jeweiligen BAföG-Amt nach, was es so für Finanzierungsmöglichkeiten gäbe, sollte alles schief gehen.
    Denn so wirklich hast du dich nicht festgelegt in deiner Aussage "Sorry (oder auch nicht), wenn ich das hier so krass schreibe; doch nur der Studierende/Schüler hat Anspruch auf die staatliche Unterstützung und Geld von der Allgemeinheit, wenn ein Lernerfolg abzusehen ist." - ob es nicht doch ginge, oder nicht? Denn meiner Meinung nach spricht mein Leistungsdurchschnitt eine andere Sprache als "ist der faul". Aber das habe ich ja auch vorher nicht geschrieben.
    Deine Meinung finde ich auch verständlich - ich würde auch ungerne faule Personen bezahlen, die ihre Zeit nur absitzen, und Geld von meinem Gehalt, oder Staat zu bekommen.


    Freundliche Grüße - M.



    PS: Danke für die Erfolgswünsche! Geld ist mir eigentlich nicht so wichtig, solange ich was zum Essen habe und Kleider :) aber Erfolgswünsche möchte ich hier anbei dir auch mit auf deinen Lebensweg geben :)

  • Hallo M..
    faul, das habe ich auch nicht geschrieben und auch nicht ausdrücken wollen.
    Der Grundsatz bzgl. Leistungen und Lernerfolg u.s.w. steht im BAföG.


    Es steht mir nicht an, jemand als faul zu bezeichnen; dafür fehlt mir das Hintergrundwissen und das Recht dazu.


    Und daß wir in unserem Leben auch sehr Unnützes lernen, ist bekannt. Doch irgendwann wird es doch gebraucht.
    Deshalb, verzage nicht, konzentriere Dich auf die Nachklausur und ich drücke Dir beim Tatespiel die Daumen.


    Laß von Dir hören! :)

  • Hallo!
    Ich habe auch eine Frage zur Sachlage "Wechseln vom Studi-Bafög zu Schüler-Bafög"
    Ich bekomme erst seit kurzem Bafög (Antrag hat ewig gedauert usw) und zwar bekomme, denke ich, Studi Bafög, allerdings bin ich mir auf diesem dicht bedruckten Papier nicht sicher, das iwo rausgelesen zu haben.
    Meine Schule ist eine Berufsfachschule für Bühnentanz und Tanzpäd. ( Neue Seite 3 ) und ist für die Klausel
    // ZITAT


    "... und wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst als gleichwertige Ausbildungsstätte gemäß §2 BAföG anerkannt."


    // ZITAT ende


    Da das eine Privatschule ist, und monatlich sehr horrende Schulkosten anfallen, wollte ich wissen, ob ich auch Schüler Bafög beantragen könnte dafür, da mir dann die Rückzahlungskosten erspart blieben.
    (Ich kann auf meinem Bafög-Bescheid keine Zeile oder Absatz finden, in dem mir die Rückzahlsumme genannt wird, und auch so keine Fristen für die fällige Rückzahlung o.Ä. .... deshalb bin ich mir so unsicher ob da snicht sogar schon Schüler Bafög ist...)


    Würde mich freuen, wenn mir jemand erklären könnte, anhand welcher Codes auf diesem Wisch ich erkennen kann, welches Bafög ich bekomme und ob ich Anspruch auf Schüler Bafög habe!


    Danke (:

  • Hey,
    Schüler-BAföG ist ohne Darlehen, also Zuschuß.
    Schulgebühren haben die Eltern bzw. der Schüler selbst zu zahlen.


    Ab ca. Studien- bzw. Schulzeitmitte besteht die Chance, den Bildungskredit zu beantragen.
    Doch der Bildungskredit (den gibt es leider nicht für Schüler) ist nicht - wie z. B. der Studienkredit, für den Lebensunterhalt sondern ausschließlich für außergewöhnliche Schul- und Studienkosten (also auch Schulgeld) einzuplanen.


    Ach ja... der sog. Wisch ist der BAföG-Bescheid :p


    Ich hoffe, Dir geholfen zu haben. :D

  • Hallo!


    Danke für die schnelle Antwort! :)


    Aaalso, dass mir die Schulgebühren mit dem Bafög nicht gezahlt werden, okay.
    Aber was ich eigentlich wissen wollte:


    Falle ich mit dieser Schulform/Ausbildungsform in die Sparte Studi-Bafög oder kann ich dafür auch Schüler-Bafög beanrtragen?
    Mir sollen ja gar nicht die gesamten Schulkosten gezahlt werden, es geht mir lediglich um die Rückzahlung, die praktischerweise beim Schüler-Bafög entfällt.
    Ich hoffe, ich schreibe das nicht zu umständlich! :D


    Und auf meinem Bafög-Bescheid ( :D ) kann ich mir eben selbst nicht erklären, welches Bafög ich denn nun bekomme.
    Da steht:



    (1) Zuschuss: 260 €
    (2) unverzinsl. Darlehen -
    (3) Bankdarlehen: -


    Ich kann aber einfach nirgends einen Absatz finden, in dem etwa steht:
    "Ihre Rückzahlung errechnet sich aus folgender Menge: ..."
    oder sowas. Und ich hatte gehofft, man kann das anhand iwelcher Codes oder Namensgebungen für die Zuschüsse erkennen. Was muss ich da jetzt also zurückzahlen?


    Ich weiß nicht, ob ich das richtig vertexte, was ich wissen will :D


    Danke!

  • Du hast es erkannt....
    wenn da nix bzgl. Darlehen steht, dann hast Du auch nichts zurückzuzahlen.:)


    Es sei denn, daß Du die Ausbildung abbrichst und weiter BAföG bezeihst... und das BAföG-Amt erfährt zu spät davon.
    Dann würde das BAföG ab dem Folgemonat zurückgefordert, in dem Du die Ausbildung abgebrochen hättest.:mad:


    Doch das tust Du ja nicht. Deshalb lassen wir das.
    Alles Klarheiten beseitigt?