Wohnsitz im Ausland: Rueckzahlung. Hilfe bei der Einkommensermittlung usw.

  • Hallo,


    hat jemand Erfahrung mit der Rueckzahlung(-sbefreiung), wenn man in Deutschland nicht mehr gemeldet ist, keine deutsches Bankkonto besitzt, im Ausland wohnt und dort auch verheiratet ist?


    Ich bin jetzt erstmal bis zum Feb.09 befreit, aber meine Familienverhaeltnisse habe sich geaendert. Dass ich im Ausland wohne, habe ich bereits beim ersten Antrag im Sommer 07 angegeben, nun bin ich aber verheiratet, was ich noch melden muss.


    Ich nehme mal an, dass mein Mann auch sein Einkommen nachweisen muss, allerdings sind seine Bescheide alle auf japaisch. Muss ich diese alle Uebersetzen lassen (was sauteuer ist) oder kann ich dies selbst tun, genauso wie das Umrechnen der Waehrung in Euro? Ich bin etwas ratlos.


    Vielleicht jemand Erfahrung damit und kann mir berichten, wie ich am besten vorgehen soll?


    Vielen Dank im Voraus!


    MfG
    FrauZucker

  • In § 18 a BAföG steht, dass das Einkommen des Darlehensnehmers maßgeblich ist:


    § 18a Einkommensabhängige Rückzahlung
    (1) 1Von der Verpflichtung zur Rückzahlung ist der Darlehensnehmer auf Antrag freizustellen, soweit sein Einkommen monatlich den Betrag von 960 Euro nicht übersteigt. 2Der in Satz 1 bezeichnete Betrag erhöht sich für
    1. den Ehegatten um 480 Euro,
    2. jedes Kind des Darlehensnehmers um 435 Euro,


    wenn sie nicht in einer Ausbildung stehen, die nach diesem Gesetz oder nach § 59 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch gefördert werden kann.
    3Die Beträge nach Satz 2 mindern sich um das Einkommen des Ehegatten und des Kindes. 4Als Kinder des Darlehensnehmers gelten außer seinen eigenen Kindern die in § 25 Abs. 5 Nr. 1 bis 3 bezeichneten Personen. 5§ 47 Abs. 4 und 5 gilt entsprechend. 6Auf besonderen Antrag erhöht sich der in Satz 1 bezeichnete Betrag


    1.
    bei Behinderten um den Betrag der behinderungsbedingten Aufwendungen entsprechend § 33b des Einkommensteuergesetzes,
    2.
    bei Alleinstehenden um den Betrag der notwendigen Aufwendungen für die Dienstleistungen zur Betreuung eines zum Haushalt gehörenden Kindes, das das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, bis zur Höhe von monatlich 175 Euro für das erste und je 85 Euro für jedes weitere Kind.


    (2) 1Auf den Antrag nach Absatz 1 Satz 1 erfolgt die Freistellung vom Beginn der Antragsmonats an in der Regel für ein Jahr, rückwirkend erfolgt sie für längstens vier Monate vor dem Antragsmonat (Freistellungszeitraum). 2Das im Antragsmonat erzielte Einkommen gilt vorbehaltlich des Absatzes 3 als monatliches Einkommen für alle Monate des Freistellungszeitraums. 3Der Darlehensnehmer hat das Vorliegen der Freistellungsvoraussetzungen glaubhaft zu machen.
    (3) 1Ändert sich ein für die Freistellung maßgeblicher Umstand nach der Antragstellung, so wird der Bescheid vom Beginn des Monats an geändert, in dem die Änderung eingetreten ist. 2Nicht als Änderung im Sinne des Satzes 1 gelten Regelanpassungen gesetzlicher Renten und Versorgungsbezüge.
    (4) (weggefallen)
    (5) 1Der Ablauf der Frist von 20 Jahren nach § 18 Abs. 3 wird, höchstens jedoch bis zu 10 Jahren, durch Zeiten gehemmt, in denen der Darlehensnehmer von der Rückzahlungspflicht freigestellt worden ist. 2Dies gilt nicht, soweit das Darlehen nach § 18b Abs. 5 erlassen worden is

  • Du solltest mal das Formular "Einkommensermittlung nach §§ 18a und 18b BAföG" genau durchlesen.
    Ganz oben steht neben "Ehegatte" in Klammern folgendes:


    "(muss vom Ehegatten nicht ausgefüllt werden, wenn sein Einkommen den Erhöhungsbetrag für ihn überschreitet)".


    Dies trifft hier zu, das heisst, für deinen Mann muss kein Einkommensermittlungsbogen ausgefüllt werden und du kannst dir die Übersetzungen sparen.