Drastische Kürzung Kinderzuschlag w. Krankengeld?

  • Man... die Familienkasse ärgert mich :(


    Folgende Situation:


    Mein Mann ist aufgrund eines Bandscheibenvorfalls und folgender OP seit dem 4.8. krankgeschrieben. Seit dem 14.9. erhält er Krankengeld.


    Erst wurde von völlig falschen Bedingungen ausgegangen. Heißt, man berechnete für September ein volles Gehalt plus Krankengeld und damit wäre unser Bedarf natürlich gedeckt gewesen. Korrekt wären aber ein halbes Gehalt und Krankengeld für einen halben Monat. Nun gut... nach 6 Wochen inkl. Schreiben, Sachbearbeiter anrufen (der hatte bei einem Anruf hier die Rufnummernübermittlung an *ggg*), Callcentergesprächen, Gesprächen mit dem Leiter des Callcenters etc. ist man dann doch gestern schon *haha* zu dem Schluss gekommen, dass wir im September tatsächlich einen erhöhten Anspruch hatten. Statt 265,-- wären es 290,00 Euro gewesen. Schön und gut.


    Ab Oktober allerdings haben wir lediglich einen Anspruch auf 64,00 Euro Kinderzuschlag, weil mein Mann ja nur noch Krankengeld bezogen hat. Ebenso für die folgenden Monate.


    Das heißt für uns aber, dass wir 1. ohnehin schon wesentlich weniger Einkommen haben, da Krankengeld ja nur ein Teil vom eigentlichen Nettolohn ist und 2. von dem wenigen was wir haben auch noch der Kinderzuschlag gekürzt bzw. für Oktober zurück gezahlt werden soll Für uns bedeutet das, dass wir monatlich ca. 500,00 Euro weniger haben als vorher (wenn ich die Summe von Kinderzuschlag und fehlendem Einkommen zusammen rechne).


    Ist das so korrekt? Ich dachte immer, dass der Kinderzuschlag helfen soll den Bedarf der Kinder zu decken. Das passt doch vorn und hinten nicht. Begründung ist übrigens, dass Krankengeld ein Einkommen ohne Arbeitsleistung wäre und man deshalb die Freibeträge nicht anrechnen könne.


    Kann mir hier jemand helfen?

  • Nur eine Vermutung:
    Die Einkommensberechnung beim Kinderzuschlag orientiert sich am SGB II. Im September hattet ihr Erwerbseinkommen und damit den entsprechenden Freibetrag. Dieser fiel ab Oktober weg, so das euer anrechenbares Einkommen höher ist.

  • Hallo,


    wir haben fast das gleiche Problem und das auch schon seit September 2010. Mein Mann bek. seit Sept. Krankengeld (ist vom Arbeitgeber wegen seiner Krankheit gekündigt worden) und man sagte uns auch beim Kinderzuschlag und beim Wohngeld das wir nun dadurch das er keinen Job mehr hat, das wir dadurch weniger Abzüge angerechnet bekommen würden, weil wir ja jetzt nicht mehr soviel Steuern bezahlen würden wie vorher.
    Da habe ich mich auch schon gefragt gehabt ob die spinnen. Wir haben Wohngeld und Ki.Zuschlag bekommen wo mein Mann noch arbeiten gegangen ist, weil wir zu diesem Zeitpunkt als Familie zu wenig zur Verfügung hatten. Durch die Kündigung von seinem Arbeitgeber wegen seiner Krankheit, seit Juli 2010 bekommen wir nun weniger Wohngeld und Kinderzuschlag. Das macht unterm Strich 1. ca. 500 Euro fehlender Lohn aus + ca. 270 Euro weniger Kinderzuschlag + weniger Wohngeld. Das ist ne Menge Holz für ne 5-köpfige Familie mit einem pflegebedürftiges Kind. Ich frage mich da auch wirklich, wie das sein kann. Wir werden nun dadurch doppelt bestraft und wir als Familie stehen nun unterm Strich noch schlechter da als wo mein Mann noch arbeiten war. Da heißt es doch immer Wohngeld und Ki.-Zuschlag soll bedürftigen Familien helfen. Ja wo denn ? Nun sind wir noch bedürftiger wie vorher und bekommen unterm Strich noch weniger raus.

  • Das Einkommen für Wohngeld wird so errechnet (§ 16 WoGG):


    Bruttoeinkommen minus je 10% für Steuern, Kranken- und Rentenversicherung (sofern man dies auch wirklich zahlt)
    Krankengeld/ALG I minus 6%


    Es kann also schon sein, dass sich durch Änderung der Einkommensart die Wohngeldhöhe ändert.
    Ebenso beim Kinderzuschlag.


    Allerdings finde ich insgesamt rund 800 € weniger schon viel. Habt ihr eure Bescheide mal prüfen lassen. Hier im Forum gibt es auch einen Abschnitt für Wohngeld und Hoppel kennt sich gut aus.


    Habt ihr schonmal ausgerechnet, ob ihr nicht eher ALG II beantragen könntet.

  • Theo ... Mein Mann bekommt seit September Krankengeld und von von jedem Brutto-kalendertag bekommt er dann also täglich 7,08 Euro abgezogen. Diese 7,08 € beinhaltet Beiträge zur rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung.


    Wenn wir ALG2 beantragen würden dann hätten wird monatlich 90 € mehr und dafür lohnt es sich dann nicht diesen Aufwand zu machen und wir müssen denen für alles Rede und Antwort stehen wenn was sein sollte.


    Ok, gehen wir mal von ca. 900 € aus die uns jetzt fehlen davon können wir dann den Unterhalt den wir seit Okt. endlich nicht mehr bez. brauchen abziehen (hatte ich gestern total vergessen gehabt zu erwähnen, sorry) macht dann aber immer noch ca. 600 € monatl. weniger aus und das ist auch noch ne Menge Holz. Wie lange mein mann noch weiter krank geschrieben ist kann ich auch noch nicht sagen. Er fährt erst noch im April/Mai in Kur und danach müssen wir kucken was dann ist bzw. ob er noch mal arbeiten gehen kann oder nicht. Nach Krankengeld würde ja dann erstmal ALG kommen, wer weiß wie es dann aussehen wird. Ich glaube dann bekommen wir viell. etwas mehr wie jetzt.


    Schade das es für Kinderzuschlag so wenig Leute und Info´s zu gibt wie was gerechnet wird oder wie was angerechnet werden darf ect. ...


    Event. bekommt mein Vater bald auch eine PS und dann frage ich mich auch wieder ob die mir davon die Hälfte beim Wohngeld oder Kinderzuschlag anrechnen dürfen da mein Vater nicht bei mir im Haushalt lebt.


    Weißt du da zufällig was mehr zu ???

  • Ach ja, die Kitabeiträge bekommen wir nun auch nicht mehr berücksichtigt genauso diese monatl. Beteiligung an die Stadt was wir jetzt trotzdem noch dazu tun müssen damit unser Sohn diese heilpäd. Ganztagsschule besuchen kann, können nicht berücksichtigt werden :mad:

  • Mein Mann bekommt seit September Krankengeld und von von jedem Brutto-kalendertag bekommt er dann also täglich 7,08 Euro abgezogen. Diese 7,08 € beinhaltet Beiträge zur rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung.


    Krankengeld ist, wie ALG I, eine Lohnersatzleistung - der Abzug im Sinne des WoGG somit 6%.
    Die von dir erwähnt Berechnung ist nur "symbolisch". Ist im ALG I-Bescheid ähnlich ausgewiesen.


    Event. bekommt mein Vater bald auch eine PS und dann frage ich mich auch wieder ob die mir davon die Hälfte beim Wohngeld oder Kinderzuschlag anrechnen dürfen da mein Vater nicht bei mir im Haushalt lebt.
    Weißt du da zufällig was mehr zu ???


    Was ist PS? Und warum sollte dir was angerechnet werden, wenn er gar nicht zu eurem Haushalt gehört?