Schülerbafög- Mietshaus der Eltern

  • Hallo,
    ab Oktober 2011 werde ich eine Ergotherapie-Schule besuchen (förderungsfähig). Das Schulgeld beträgt 320 € im Monat.
    Ich habe bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung als Steuerfachangestellte (bin 25 Jahre alt).
    Meine Eltern fallen mit ihrem Einkommen unter die Grenze, soweit so gut. Nun habe ich zwei Fragen:
    1. Ich wohne in einem Haus, das meinen Eltern zwar gehört, zahle aber eine ortsübliche Miete hierfür (480 € warm/Monat).
    Zählt das nun als "bei den Eltern lebend" oder nicht ?
    2. In diesem Haus wohne ich mit meinem Freund (nicht verheiratet, keine Kinder), jeder zahlt 50 % der Miete. Kann das Einkommen meines "Lebenspartners" zur Berechnung des Bafög's mit herangezogen werden?


    Weiß da jemand von Euch einen Rat ?
    Viele Grüße, K. Gerken

  • 1. Du wohnst bei deinen Eltern.
    Siehe § 12
    (3a) Ein Auszubildender wohnt auch dann bei seinen Eltern, wenn der von ihm bewohnte Raum im Eigentum der Eltern steht.
    2. Das Einkommen deines Freundes würde nur herangezogen werden, wenn ihr heiratet.
    Ich gehe davon aus, dass es eine normale Berufsfachschule ist. Wenn bei deinen Eltern wirklich kein anrechenbares Einkommen (auch Vermietung und Verpachtung gehört dazu) dann gibts höchstens 216,00 €plus evtl. 73,00 für die Krankenkasse, wenn du dann selbst versichert bist.
    Die Schulgebühren sind "Privatvergnügen", die ersetzt dir keiner.

  • Vielen Dank.
    Das ist ja unf***, denn die Miete wird ja ganz offiziell bezahlt. Deswegen umzuziehen hat aber ja auch keinen Sinn.
    Es ist eine rein schulische Ausbildung von 3 Jahren Dauer. Ich weiß jetzt nicht genau was du damit meinst, dass das Schulgeld Privatvergnügen ist. Wenn das Schülerbafög in meinem Fall bei ca. 200 € liegt (und auch die Krankenkasse abgedeckt ist) dann ist es ja schon mal ein Anfang um irgendwie über die runden zu kommen. Denn 320 € Schulgeld ist ja nicht wenig und leben muss man ja auch noch nebenbei ;).
    Naja, was meine Eltern angeht: es gibt da Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, aber einen Verlust aus Landwirtschaft.... in dem Punkt mache ich mit keine Gedanken.
    Ja, vielen Dank nochmal.

  • Verluste aus anderen Einkunftsarten werden nicht[B] berücksichtigt.[/B]
    Wenn deine Eltern z.B. 20.000 € Einkommen aus Vermietung und Verpachtung haben und 10.000 € Verlus aus Landwirtschaft, dann werden 20.000 € als Einkommen gerechnet. Der Minus aus der Landwirtschaft wird mit 0 € angerechnet. (§ 21 BAföG: ... Ein Ausgleich mit Verlusten aus anderen Einkunftsarten und mit Verlusten des zusammenveranlagten Ehegatten ist nicht zulässig...)
    Mit dem Schuldgeld wollte ich nur ausdrücken, dass du die 320 €selber zahlen musst. Diese Kosten werden vom BAföG nicht übernommen.
    Es nutzt auch mit der Miete nichts, dass die ganz offiziell bezahlt wird. Das BAföG Gesetz sagt, eben, dass du bei deinen Eltern wohnst, wenn der Wohnraum im Eigentum der Eltern steht. Da kann man nicht dran rütteln.