Auszug - Was steht mir zu?

  • Hallo!


    Also, ich weiß nicht, wo ich anfangen soll, also schreibe ich einfach mal drauf los:
    Es steht evtl. im Raum, ob ich ausziehe oder nicht (Gründe sind privat, werde sie, falls es wirklich wichtig sein sollte, nochmal näher erläutern).


    Was könnte ich bekommen? Meine bisherigen Recherchen haben ergeben, dass folgendes für mich "rausspringen" könnte:


    Kindergeld
    Schüler-BAföG
    Wohngeld


    Ich bin 18 Jahre alt und besuche die Q1, also Klasse 11 eines Gymnasiums.


    Zu Kindergeld: Das wären dann, wenn ich das richtig verstehe (dies sei ab hier immer vorrausgesetzt) 184 €
    (Quelle: www.arbeitsagentur.de)


    Naja, bei Wohngeld und Schüler-BAföG bin ich mir nicht sicher, was dabei rauskommen könnte, aber evtl. liege ich mit folgenden Werte nicht all zu falsch:


    Wohngeld:
    Sie wohnen in XXX im Bundesland Niedersachsen (Mietenstufe 2)
    zu berücksichtigende Miete (Höchstbetrag): 332,00€
    monatliches Wohngeld: 318,00€
    (Quelle: www.geldsparen.de)


    Schueler-BAföG:
    Nun, hier ist das größte Problem, was die Verständlichkeit angeht. Zunächst beziehe ich mich mal auf meinen Schulweg.
    (Besonders unter Berücksichtigung von dem Zitat:

    Zitat

    Die Entfernung zwischen Elternhaus und Ausbildungsstätte gilt dann als zu weit, wenn an 3 Wochentagen eine Wegzeit für Hin- und Rückfahrt von mindestens 2 Stunden anfällt. Hinzugerechnet werden können sowohl die Wartezeiten auf Verkehrsmittel, als auch der Fußweg, wobei hier für jeden angefangenen Kilometer 15 Minuten angesetzt werden dürfen. Es zählt dabei jedoch immer die günstigste Verkehrsanbindung, so dass in Kauf genommene Umwege nicht in die Berechnung mit einfließen dürfen. Natürlich können individuelle Krankheiten oder Behinderungen auch schon bei wesentlich geringeren Wegzeiten dazu führen, dass trotzdem Schüler-BAföG bewilligt wird.


    (www.bafoeg-aktuell.de))


    Auf meinen Hinweg muss ich eine Strecke von 1,1 bis 1,2 Kilometer bestreiten. Das wären also 30 Minuten. Meine Busfahrt dauert, laut www.busfahrplan.de, 1 Stunde und 16 Minuten (76 Minuten). In Wirklichkeit dauert sie länger, jedoch rechnen wir einfach mit den Wert aus dem Internet. Angekommen muss ich nochmals ein Fußweg von schätzungsweise 100 Metern zurücklegen -> 15 Minuten. 30 + 15 + 76 = 121 Minuten. Das wäre also allein für den Hinweg mehr als 2 Stunden, den Rückweg lasse ich bei dieser Rechnung komplett weg. Aber laut Zitat käme er ja auch nochmal hinzu, oder?


    Jedoch möchte ich hierzu noch sagen, dass die Schule, welche ich besuche, nicht jene ist, welche meiner Heimat am nächsten ist. Allerdings können mir die anderen Gymnasien nicht die Auswahl an Kursen bieten, wie ich sie dort bekomme, welches u.A. auch meine Leistungskurse mit einbezieht.


    Nun rechne ich mit 500 Euro (Laut www.bafoeg-aktuell.de maximal
    Grundbeitrag 465 €
    KV-Zuschlag 62 €
    PV-Zuschlag 11 €
    Höchstbetrag 538 €)


    Nun zur Summierung:
    184 + 318 + 500 = 1002 Euro


    Für eine Wohnung, warm, habe ich ein Betrag von ~400 Euro geschätzt.
    Also bleiben mir noch 600. Was wird davon alles bezahlt? Wieviel habe ich letztlich zum leben? Ist etwas.. nein: Was ist an meinen Rechnungen/Überlegungen falsch?


    MFG

  • Hallo,


    Zitat

    Naja, bei Wohngeld und Schüler-BAföG bin ich mir nicht sicher, was dabei rauskommen könnte, aber evtl. liege ich mit folgenden Werte nicht all zu falsch:


    Du liegst total falsch - zumindest, was das Wohngeld betrifft. Über die Aussichten bei dem BaföG sollen Dich die Experten hier informieren, wobei ich die Chancen für einen tatsächlichen Anspruch für sehr gering halte. Aber wie gesagt - da bin ich nicht der Experte.


    Zitat

    Sie wohnen in XXX im Bundesland Niedersachsen (Mietenstufe 2)
    zu berücksichtigende Miete (Höchstbetrag): 332,00€
    monatliches Wohngeld: 318,00€
    (Quelle: GELDSPAREN.DE | Das Verbraucher-Portal zum Thema Geldsparen)


    Und wieder einmal die Falle eines vollkommen untauglichen Rechners - was ich diesen Rechner von geldsparen hasse :-((((


    Du hast 1. höchstwahrscheinlich keinen Anspruch auf Wohngeld und 2. selbst wenn, niemals in der von Dir errechneten Höhe.


    Interessant bei dieser Gelegenheit übrigens, daß man Deine Daten nach Klick auf den von Dir angegeben Link einsehen kann - soviel zum Punkt Datenschutz.


    Wie auch immer- ein Wohngeldanspruch scheitert schon am nicht vorhandenen Einkommen - von der Frage nach dem grundsätzlichen Anspruch auf BaföG mal ganz abgesehen.


    Im übrigen ist das Wohngeld praktisch nur in äußerst seltenen Fällen fast so hoch wie die Miete, wei es hier der "Rechner" vorgauckelt.


    Gruß!

  • Hallo.


    Danke für die Antwort.
    Das wären dann, im schlimmsten Fall, nichtmal 200 Euro, welche ich als Kindergeld bekommen würde. Damit lässt sich, in meinen Augen, keine Wohnung, geschweigedenn Essen oder ähnliches finanzieren. ;)


    Gibt es noch andere Möglichkeiten, Geld zu bekommen?


    Ein 400 Euro Job wäre für mich nur dann Erwähnenswert, wenn die Arbeitszeiten am Wochenende wären. Meine Freizeit investiere ich fast komplett in die Schule. (Ich kann mich ja mal informieren, was dort so an Angebot herrscht.)


    MFG

  • Wohngeld wirst du wohl nicht bekommen.


    So sieht die Reihenfolge aus:


    BAföG beantragen (wobei ich die Chancen gering einschätze, bin aber auch kein Experte)
    BAföG ist abhängig vom Einkommen der Eltern


    Bekommst du BAföG, könnte es noch eine Mietzuschuss nach dem SGB II geben. Aber auch hier wird die Unterhaltspflicht deiner Eltern geprüft und die Wohnung muss angemessen sein.


    Wird BAföG abgelehnt, gibt es, außer Elternunterhalt, nichts mehr. Wobei deine Eltern dich auf ihre Wohnung verweisen können. Sind deine Eltern bereit dir Barunterhalt zu zahlen, liegt deine Bedarf bei 670 € inklusive Kindergeld und evtl. BAföG (gehst du arbeiten, wird das ebenfalls teilweise angerechnet).


    Dies kannst du vergessen:


    Nun zur Summierung:
    184 + 318 + 500 = 1002 Euro
    Für eine Wohnung, warm, habe ich ein Betrag von ~400 Euro geschätzt. Also bleiben mir noch 600.


    Unterkunftskosten über 270-300 € sind in der Ausbildung mit staatlichen Zuschüssen schlicht nicht finanzierbar. Wenn du also keine reichen Eltern hast, kannst du das vergessen.


    Du musst ja auch bedenken, das nach dem Abitur noch ein Studium oder eine Ausbildung folgt, wo du die Unterkunftskosten auch aufbringen musst.


    Auf meinen Hinweg muss ich eine Strecke von 1,1 bis 1,2 Kilometer bestreiten. Das wären also 30 Minuten. Meine Busfahrt dauert, laut www.busfahrplan.de, 1 Stunde und 16 Minuten (76 Minuten). Angekommen muss ich nochmals ein Fußweg von schätzungsweise 100 Metern zurücklegen -> 15 Minuten. 30 + 15 + 76 = 121 Minuten. Das wäre also allein für den Hinweg mehr als 2 Stunden.


    Welcher Bus braucht für 1,1 Kilometer über eine Stunde?
    Warum kannst du das Stückchen nicht einfach laufen?


    Wäre interessant wie du das dem BAföG-Amt verkaufst :D


    KV-Zuschlag 62 €
    PV-Zuschlag 11 €


    Da du vermutlich über deine Eltern familienversichert bist, bekommst du diese Zuschläge nicht. Die gibt es nur, wenn man sich selbst versichern muss.

  • Hallo, danke für die Antwort.


    Ich bin davon ausgegangen, dass ich ein Fehler bei der Rechnung // beim Denken habe. Denn 1.000 Euro kommen mir sehr viel vor. Dies wurde mir hier ja auch bestätigt.



    Welcher Bus braucht für 1,1 Kilometer über eine Stunde?
    Warum kannst du das Stückchen nicht einfach laufen?


    Wäre interessant wie du das dem BAföG-Amt verkaufst :D


    Hier habe ich mich wohl falsch ausgedrückt.
    Also:
    1) Weg zur Bushaltestelle: ca. 1,2 Kilometer. => 2x15=30 Minuten
    2) Busfahrt ca. 45 Kilomoter: 76 Minuten (In der Wirklichkeit mehr (ca. 90).)
    3) Weg zur Schule von der Bushaltestelle: [Ich habe nachgeschaut, sind doch 'etwas' mehr] ~650 Meter (Google Maps) => 15 Minuten


    Dabei habe ich die Wartezeit beim Umsteigen nichtmal mitberechnet. Dennoch komme ich auf über 120 Minuten -> Grenze sei, laut Quellen (s.o.), 120 Minuten. Diesen Weg lege ich genau 4 Mal in der Woche zurück. Einmal dauert es nocht etwas länger. Der Rückweg ist i.d.R. aufgrund der Wartezeiten beim Umstieg noch länger.


    Fazit: An 3 Wochentagen bin ich über 2 Stunden mit den Schulweg beschäfftigt. In meinen speziellen Fall wären es sogar an 5 Tagen über 4 Stunden, jedoch wusste ich, worauf ich mich dort einließe und das ist mein Problem. :-P


    Versichert bin ich, soweit mich nicht alles irrt, über meinen Vater.


    Aber mit den 670 Euro kann ich als Zahl schonmal eine Menge anfangen, dank dir!



    MFG

  • Was bietet das auswärtige Gym an, was das Gym am Wohnort deiner Eltern nicht bietet?


    Hilfreich wäre hier die Nennung der Gyms und der Orte.


    Sollte es zu einer Förderung kommen, wäre dein Bedarf nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 BAföG 465,00 €. Der Anspruch ist abhängig vom Einkommen deiner Eltern und deines Vermögens (§ 11 Abs. 2 BAföG).


    Den Antrag auf BAföG kannst Du bereits jetzt stellen, aber solange Du in der Wohnung deiner Eltern wohnst wird er abgelehnt werden, da die Ausnahmetatbestände nach § 2 Abs. 1a BAföG nicht erfüllt sind.

  • Hallo!


    Danke für die Antwort.


    Was bietet das auswärtige Gym an, was das Gym am Wohnort deiner Eltern nicht bietet?


    Ich habe vor, mein Abitur im Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Bereich zu absolvieren.
    Das Gymnasium am Wohnort meiner Eltern ermöglicht mir dies nur, wenn ich Chemie als Leistungskurs belege (Dies liegt daran, dass in meinen Jahrgang kaum Leute das Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Profil gewählt haben). Jedoch habe ich Chemie schon ein Jahr zuvor abgewählt. Des Weiteren wäre es mir nicht möglich gewesen, Erdkunde als ein Prüfungsfach zu belegen. Das würde für mich heißen, dass ich a) den Lernstoff eines kompletten Jahres können muss und ein alternatives Fach zu Erdkunde wähle oder b) mich für ein anders Abitur-Profil entscheide.
    Da mir keines der beiden Möglichkeiten zusagt, habe ich mich entschieden, die Schule zu wechseln. Ansonsten gibt es noch zwei Gymnasien, wobei das eine keinen Unterschied machen würde von der Entfernung und das andere ein, wie es der Zufall will, Gymnasium mit spezieller Gewichtung auf den Fach Chemie sei (Laut ihrer Internetpräsenz).



    Sollte es zu einer Förderung kommen, wäre dein Bedarf nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 BAföG 465,00 €. Der Anspruch ist abhängig vom Einkommen deiner Eltern und deines Vermögens (§ 11 Abs. 2 BAföG).


    Meine Mutter ist selbständig und der "Verdienst" ist... alles andere als viel: In manchen Monaten rote Zahlen und sonst wird die 1.000 Schwelle kaum übertreten.
    Mein Vater verdient ca. 1.300.


    MFG

  • ... und wann willst Du umziehen?


    Meines Erachtens, auf Grund deines geschilderten Sachverhalts, sind bis auf das nicht mehr zu Hause wohnens, alle Tatbestände erfüllt.


    Du kannst zwar bereits jetzt den Antrag auf BAföG stellen, eine Förderung kann aber erst nach deinem Umzug erfolgen.


    Du musst dir aber keine eigene Wohnung nehmen, sondern kannst auch bei Freunden, Familie etc. einziehen.