Berufliches Gymnasium und kein BAföG

  • Hallo Studis!


    Meine Freundin hat seit heute ein großes Problem. Ich hoffe, ihr könnt uns helfen. Wir sind verzweifelt.


    Der Sachverhalt:


    Meine Freundin (23) hat die Realschule (2004) und danach eine Ausbildung als Hotelfachfrau (2007) abgeschlossen. Nach ca. einem Jahr Jahr in diesem Bereich wurde sie (im Semptember 2008) arbeitslos. Seit August 2010 ist sie eine Schülerin an einem Beruflichem Gymnasium. Währenddessen bezog sie im Einvernehmen mit der ARGE weiter ALG II, da es sehr lange dauerte mit der Bearbeitung des BAföG-Antrags (Antragsstellung im Juli, Vervollständigung des Antrages im August). Der BAföG-Bescheid soll - nach mündlicher Rücksprache und Mitteilung des Ergebnisses, dass es aufgrund des Verdienstes der Eltern kein (elternabhängiges) BAföG gibt - in dieser Woche zugestellt werden. Entgegen vorheriger Äußerungen der ARGE, dass meine Freundin beim ablehnenden Bescheid des BAföG-Amtes weiter ALG II beziehen würde, erfuhren wir heute von der ARGE, dass es nun doch kein ALG II gibt. Ein weiteres Einkommen gibt es nicht.


    Meine Fragen:


    1. Sind die Eltern nun unterhaltspflichtig, obwohl meine Freundin bereits eine Ausbildung abgeschlossen hat?


    2. Besteht die Möglichkeit des einkommensunabhängigen BAföGs? Vergleichbare Abschlüsse (BOSen in Baden-Württemberg und Bayern) können ja auf diese Weise gefördert werden.


    3. Besteht die Möglichkeit weiter ALG II zu beziehen, wenn meine Freundin sich bei der ARGE als arbeitssuchend meldet (mind. 3 Stunden erwerbstätig ist ja möglich)?


    Für andere Möglichkeiten sind wir natürlich jederzeit offen...

  • zu 1.) grundsätzlich ja, wenn
    - diese schul. Ausbildung mit den Eltern abgestimmt ist


    zu 2.) welche Schule und wo besucht sie?


    zu 3.) ja/nein, aber sobald sie ein Job-Angebot erhält ist sie aus der schul. Ausbildung raus

  • Vielen Dank für Deine Antwort!


    Da meine Freundin bereits vorher einen eigenen Haushalt geführt hat und ihren "eigenen Weg" gegangen ist und auch weiter geht, ist der besuch des Gymnasiums nicht besonders abgestimmt.


    Sie besucht ein Berufliches Gymnasium in Erfurt.


    Sind Schule und nebenberufliche Tätigkeit nicht grundsätzliches (theoretisch) parallel möglich?

  • Sie hat dem Grunde nach Anspruch auf BAföG.


    Sie bekommt aber keine Leistungen, weil das elterliche Einkommen entsprechend hoch ist.


    Daher fällt sie bei der ARGE raus.


    Meine Empfehlung: Den Bescheid in Kopie sofort nach Erhalt mit einem netten/freundlichen Begleitschreiben (Zahlungsaufforderung) an die Eltern übersenden.


    Wenn die Eltern die Zahlung verweigern, umgehend (innerhalb eines Monats nach Zustellung des BAföG Bescheids) beim BAföG Amt den Antrag auf Vorausleistung nach § 36 Abs. 1 BAföG stellen.


    Die schriftliche Unterhaltsverweigerung (Begründung warum sie der Meinung sind das der UH Anspruch verwirkt ist) der Eltern beifügen!!


    Alles weitere regelt das BAföG Amt.