Elternunabhängiges Bafög?

  • Nur in Kürze mein Werdegang:


    1997/1898 Einschreibung Romanistik, aber nicht studiert ohne Leistungsnachweise
    1998-2001 2,5 Jahre kaufmännische Ausbildung
    10/2001 - SS2008 Studium Rechtswissenschaften, Exmatrikulation, endgültiges Nichtbestehen des 1. Examens, aufgrund chronischer Krankheit, hatte auch Schreibverlängerung vom Amtsarzt, schlechtes Studium da chronische Krankheit seit ca. 2002 immer in Behandlung, daher auch Studium gescheitert
    2001-2007 selbstständig mit GbR
    =3/2007 bis Sommer 2010 selbstständig mit GmbH, befindet sich jetzt in Liquidation
    01/2001-jetzt selbstständig mit GbR
    Erfülle ich die Kriterien um noch elternunabhängiges Bafög zu bekommen bzw. überhaupt Bafög. Meine Eltern unterstützen ein weiteres Studium nicht und würden sich weigern dieses zu bezahlen, da das eine schon genugt teuer war und alles Geld in ihren Augen verloren ist. Da sich aber mein Gesundheitszustand erheblich verbessert hat und ich die ganze Krankheitsgeschichte auch vom Facharzt dem Bafögamt belegen kann, hätte ich Aussicht auf Erfolg Bafög zu bekommen? Ich kann leider aus eigenen Mitteln das neue Studium nicht finanzieren und eine Doppelbelastung wie Vollzeitstudium plus Arbeiten könnte ich vermutlich aufgrund meiner Krankheit nicht. Was für Möglichkeiten habe ich? Oder gibt es irgendwelche anderen Möglichkeiten auf Förderungen für chronisch Kranke? Stipendien? Ich bin schon 32 Jahre alt, möchte ab SS 2011 studieren, dann wäre ich bald 33 Jahre alt. Ein normales Bankdarlehen scheidet auch aus.

  • P.S. Vor dem juristischen Studium habe ich 2001 auch noch ein paar Monate gearbeitet, aber nur kurz. Schätze so insges. 3 Monate plus kurze Arbeitslosigkeit. Komme ich da auf die Mindestanzahl von Jahren wegen Erwerbstätigkeit für Bafög? Nur, wenn wie verhält es sich mit dem Mindesteinkommen? Ich habe oft weit unter dem Mindesteinkommen gelebt, wurde finanziell unterstützt von Eltern, Lebensgefährten und dessen Vater. Meine Eltern wollen aber ab jetzt nicht mehr mich finaziell unterstüzen, soll auf eigenen Beinen stehen. Bekomme ich dann elternunbahängiges Bafög, ich kann ja nicht von meinen Eltern (gerichtlich) verlangen, dass sie mich jetzt mit meinen fast 33 Jahren immer noch finaziell unterstüzen....

  • Kein BAföG möglich!


    I.
    Nach § 10 Abs. 3 BAföG hättest Du das Studium vor Vollendung des 30. Lj. beginnen müssen.


    Krankheitsgründe scheiden aus, da Du berufstätig warst. D.h. Du hättest auch studieren können.


    II.
    Du hast bereits die Förderungshöchstdauer überschritten bzw. das 1. Studium zu spät abgebrochen (7 Abs. 3 BAföG).
    Auch hier: Krankheitsgründe scheiden aus, da Du berufstätig warst. D.h. Du hättest auch studieren können.

  • Das stimmt schon, allerdings jedes Mal wenn ich krank war, war ich nicht arbeits- und studierfähig, bin komplett ausgefallen für längere Zeit, das kann mir auch mein Arzt bescheinigen, insofern war ich ja dann nicht studierfähig.

  • Selbständige Arbeit = Zielsetzung Gewinne erwirtschaften


    Solange Du ein Gewerbe angemeldet hast, ist alles weitere unerheblich.


    Du hast keinen Anspruch BAföG.


    Stell einfach den Antrag auf Ausbildungsförderung nach dem BAföG und Du bekommst anschließend den entsprechenden Bescheid.

  • Und was ist, wenn ich das Gewerbe abmelden würde? Also wenn mein Freund alleine weiter macht? Was wäre dann? Habe mit meinem Arzt heute gesprochen, der möchte ungern nähere Angaben zu meinem Krankheitsverlauf machen, möchte auch nicht die Diagnose bekannt geben, weil er meint, dann würde ich kein Bafög bekommen. Dann habe ich wohl die Ars..karte gezogen oder wie sehe ich das? Gibt es keine andere Möglichkeit auch als chronisch Kranker finanzielle Unterstützung zu bekommen, wenn man doch noch ein Studium machen möchte und auch abschließen möchte? Gibt es nicht auch Stiftungen oder sowas?

  • Zu I: I stimmt aber nicht, was Du geschrieben hast, das Bafög-Amt hat mir bereits im ersten Brief geschrieben, dass das nicht auf mich zutrifft, da ich das Jurastudium, den Studienabschnitt bereits vor dem 30. Lebensjahr begonnen habe und es sich um einen Fachrichtungswechsel bei mir handelt, ich muss nur die Zeiten belegen, wo ich gearbeitet habe und wieviel Jahre und eine Begründung für den Fachrichtungswechsel. Außerdem möchten die zu meiner Krankheit zwei Bereichte vom Arzt, einmal dass ich ab SS studieren kann und das Andere, die Zeiten wann ich vorher krank war.

  • Und zu II. ich glaube, dass ist unerheblich, ob man Firma hat oder angestellt war, man kann ja auch wenn man wo angestellt ist, krankheitsbedingt ausfallen und zeitweise nicht mehr arbeiten können, das wäre ja dann trotzdem ein Baföggrund wegen Krankheit. Man muss es nur ärztlich belegen können.