Wohngeldantrag abgelehnt - ist das rechtens?

  • Mein Antrag auf Wohngeld wurde abgelehnt und ich kann nicht verstehen warum. (Parallel durchsuche ich das Internet nach Gesetzestexten dazu.)


    Ich bin verheiratet und bin nicht mehr BAföG Berechtigt durch meine fünf Jahre dauernde Ausbildung zur Erzieherin.
    Mein Einkommen monatlich sind
    1. Kindergeld (184€) und
    2. Halbwaisenrente (194,50€)


    Mein Mann studiert ebenfalls und ist BAföG Berechtigt, was und wie viel er bekommen wird ist unklar. Sein Einkommen ist
    1. Kindergeld (184€) und Einkommen aus geringfügiger Beschäftigung: (320€)


    So, ab Januar werden wir eine Wohnung beziehen (für diese Wohnung 64m²/warm:430€) habe ich Wohngeld beantragt.


    Dieser Bescheid wurde abgelehnt und ich bin ziemlich enttäuscht über diese unzufriedenstellenden Finanzierungsmöglichkeiten für Studenten/Studentinnen die nicht mehr BAföG-Berechtigt sind.
    Hat diese Frau Recht damit, dass ich nichts bekomme? Der Wohngeldrechner sagt ca.: 176€ würde ich bekommen...

  • "Es besteht ebenfalls kein Wohngeldanspruch, wenn allen Haushaltsmitgliedern Leistungen zur Förderung der
    Ausbildung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz bzw. nach § 59, § 101 Abs. 3 oder
    § 104 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch (SGB III) dem Grunde nach zustehen. Dies gilt jedoch nicht, wenn
    diese Leistungen ausschließlich als Darlehen gewährt werden. Sofern mindestens ein Haushaltsmitglied nicht berechtigt
    ist, eine solche Leistung zu empfangen, z. B. das Kind einer alleinerziehenden Person oder die Eltern eines
    Studierenden, besteht hingegen ein Wohngeldanspruch."
    (zietiert aus der Broschüre: http://www.bmvbs.de/cae/servlet/contentblob/32822/publicationFile/11134/wohngeld-2010-ratschlaege-und-hinweise.pdf)


    Die Frau die meinen Antrag "bearbeitet" hat, sagte dass sie alle Menschen miteinbezieht und dass mein Mann BAföG bekommt (das steht noch garnicht fest weil der Antrag noch nicht durch ist) und ich deshalb nicht berücksichtigt werde.
    Aber oben im Text sieht man ja, das sehrwohl auch nur eine Person berechtigt sein kann, auch in einer Ehe. Interpretiere ich das falsch? Demnach habe ich doch einen rechtsanspruch auf Wohngeld?

  • Ohja, ich hab vor lauter Wut einige Angaben vergessen :)
    Ja ich studiere auch.
    Und den Bescheid, das meinem BAföG Antrag stattgegeben wird aber nur in Form eines verzinsten Bankdarlehens habe ich der Frau persönlich vor die Nase gehalten. Der hat sie wenig interessiert, denn sie müsse ja "Köpfe" berechnen und wenn mein Mann bafög bekommt, wäre da ja auch ein Mietanteil enthalten...


    Die hat doch kein Recht, oder? ich zweifle wirklich an mir selbst.
    Da steht doch drin, (in dem zitierten Textausschnitt) dass Wohngeld auch für eine berechtigte Person beantragt werden kann. Diese Person bin ich.
    Und dieser Mietanteil, der in dem Bafög meines Mannes mit drin steckt, der ist doch nur für ihn berechnet und nicht für uns beide.

  • Beide? :)
    Ich glaube nicht. Da für ihn ja das BAföG zutrifft.


    Was würden denn jetzt für Schritte folgen, wenn dieser Antrag tatsächlich abgelehnt bleibt? Am Besten erstmal einen fast netten Brief schreiben oder? (wo ich den Text oben nocheinmal zitiere?)


    Einen schönen Gruß zurück und danke für das schnelle Antworten ;)

  • Hallo,


    Zitat

    Beide?
    Ich glaube nicht. Da für ihn ja das BAföG zutrifft.


    Was Du glaubst, ist eher nicht bedeutend ;-) Wenn ich schreibe "beide", dann meine ich auch beide.


    Zitat

    Was würden denn jetzt für Schritte folgen, wenn dieser Antrag tatsächlich abgelehnt bleibt?


    Widerspruch einlegen.


    Gruß!

  • Hallo,


    Zitat

    warum wir beide Wohngeldberechtigt sind?


    Ihr seid nicht beide wohngeldberechtigt, sondern zusammen. Das ist ein wesentlicher Unterschied.


    Ansonsten hast Du Dir eigentlich selbst die Antwort gegeben, in dem Du geschrieben hast


    Zitat

    Sofern mindestens ein Haushaltsmitglied nicht berechtigt
    ist, eine solche Leistung zu empfangen, z. B. das Kind einer alleinerziehenden Person oder die Eltern eines
    Studierenden, besteht hingegen ein Wohngeldanspruch."


    Das Zitat greift zwar nicht richtig (es hätte richtig heißen müssen "... z.B. das Kind einer alleinerziehenden Person oder einen dem Grunde nach nicht ausbildungsförderungsfähigen Lebenspartner oder die Eltern eines Studierenden, besteht hingegen ein Wohngeldanspruch."), aber bei genauem Durchlesen ist ersichtlich, daß bei Vorliegen dieser Voraussetzungen nirgendwo steht, daß sich ein Wohngeldanspruch nur auf die Person erstreckt, die keine Ausbildungsförderung erhält. Vielmehr besteht in einem solchen Fall auch für die BaföG-beziehende Person ein Anspruch auf Wohngeld.


    Gruß!

  • So schnell wirst du mich doch nicht los :)


    Ich habe vor mich für ein Stipendium beim Studentenwerk zu bewerben, das wären einmalig 1000€, und ich bewerbe mich parallel für einen Studienpreis der ebenfalls einmalig 500€ beträgt. Sollte ich etwas davon oder sogar beides erhalten, muss ich das dem Wohngeldamt melden?

  • Hallo,


    Zitat

    So schnell wirst du mich doch nicht los


    Mist! :D


    Zitat

    Sollte ich etwas davon oder sogar beides erhalten, muss ich das dem Wohngeldamt melden?


    In jedem Fall, um Irritationen zu vermeiden. Ob das dann auf das Wohngeld angerechnet wird, ist eine andere Frage.


    Gruß!