Vermögensumfang und unregelmäßiges Einkommen

  • Hallo,


    bis jetzt bin ich beim Bund und habe etwas Geld zur Seite gelegt. Ab Oktober will ich studieren. Nun habe ich einige Fragen:


    1.) Mein Sparguthaben ist seit jeher eigentlich nicht allein für das Studium reserviert, sondern auch für ein paar notwendige Ausgaben gedacht (Kleidung, Computer, Urlaub, Auto etc.). Versteht mich nicht falsch; ich bin sehr sparsam.
    Aber wenn ich mir morgen z.B. ein Auto oder Laptop kaufe, wird es mir dann in einigen Monaten beim BaFög-Antrag wieder als Vermögen angerechnet oder ist lediglich der Eurobetrag auf dem Konto zum Zeitpunkt des Bafög-Antrages rellevant?


    2.) Muss ich Nachweise erbringen, wofür bestimmte Ausgaben waren bzw. ob sie für das Studium notwendig waren?


    3.) In den Semesterferien plane ich, einige Wehrübungen zu absolvieren. Somit kommt wieder etwas Geld rein, aber dieses Einkommen ist nicht sehr groß (~ 400 EUR) und nicht regelmäßig (d.h. vielleicht ein- oder zweimal im Jahr). Ein weiteres Einkommen wird es voraussichtlich nicht geben. Damit liege ich jedoch in einem Monat evtl. über dem zulässigen Freibetrag, in den anderen Monaten kommt eben gar nichts dazu.
    Kann es sein, dass ich meine WÜ in der Zeit eines Monatswechsels abhalten muss (z.B. 20.07. bis 10.08.), um das Einkommen auf zwei Monate aufzuteilen und somit den gültigen monatlichen Freibetrag einzuhalten?


    Vielen Dank im Voraus für die Antworten.


    Bye

  • Hallo


    beim Vermögen ist der Tag der Antragstellung maßgeblich. Da aber regelmäßig Datenabgleiche stattfinden, solltest Du den Vermögensverbrauch belegen können, am besten schon gleich bei Antragstellung. Also alle größeren Rechnungen gut aufheben und insbesondere beim Auto drauf achten dass es eine Rechnung gibt die auf Dich ausgestellt ist und die Du auch bezahlt hast -Kontoauszüge, Überweisungsschein usw.


    Ab Herbst gibts einen neuen Einkommensfreibetrag. Du darfst dann 400 € monatlich verdienen, ohne dass das BAföG gekürzt wird.


    Gruss Andy

  • Aber wenn ich mir morgen z.B. ein Auto oder Laptop kaufe, wird es mir dann in einigen Monaten beim BaFög-Antrag wieder als Vermögen angerechnet oder ist lediglich der Eurobetrag auf dem Konto zum Zeitpunkt des Bafög-Antrages rellevant?


    1. In den amtlichen Erläuterungen zum BAföG-Antrag wird ausgeführt, dass der Stand bei Antrag maßgeblich ist. Nur Vermögensverschiebungen (Schenkungen an Verwandte) dürfen nicht vorgenommen werden.


    2. Du kannst deine Knete für beliebige Dinge ausgeben, sie müssen nicht für das Studium nützlich sein.


    3. Der Einkommensfreibetrag bezieht sich auf den gesamten Bewilligungszeitraum; es ist egal, ob er gleichmäßig auf die Monate aufgeteilt wird oder ob er nur auf einen Monat entfällt.


    Lies bitte die Erläuterungen, dann musst du weniger fragen.

  • Hallo nataly


    Du hast aber schon mal was vom Datenabgleich gehört oder ??
    Natürlich darf er das Geld vorher ausgeben aber wenn er dann in 2 Jahren zur Stellungnahme wegen Zinseinnahmen im Jahr der Antragstellung Nachweise über den Vermögensverbrauch braucht steht er blöd da wenn er den nicht nachweisen kann


    Nur die Erläuterungen nützen da nicht viel und außerdem sind auch Abhebungen über 500 € bis zu einem halben Jahr vor Antragstellung zu belegen.


    Andy

  • Die Ausführungen in den amtlichen Erläuterungen sind verbindlich. Wenn sich der BAföG-Antragsteller daran hält, kann man ihm keinen Vorwurf machen. Daher bleibe ich bei meiner Empfehlung,die Erläuterungen sorgfältig durchzulesen und zu beachten. Der Datenabgleich ist mir bekannt, daher empfehle ich, keine Freistellungsaufträge zu erteilen. Wenn sich aus dem Datenabgleich ergibt,dass vor Antragstellung ein Kapitalvermögen über dem Freibetrag vorhanden war, muss mit Nachfragen des BAföG-Amtes gerechnet werden. Deiner Auffassung, dass man Zahlungsvorgänge bei Nachfragen belegen können sollte, stimme ich daher zu.