Nachzahlungen von Gehältern im BWZ

  • Hallo,


    ich bin seit dem 01.08 2 Jahre Vollzeit Schüler an einem Technikum, und seitdem Meister- Bafög- Empfänger.


    Seit dem 01.11 habe ich einen 400 euro Job. Jedoch habe ich im Bewilligingszeitraum vom 01.08 bis heute (11.10.) Nachzahlungen von Gehältern aus den Monaten 06/07 von meinem ehemaligen Arbeitgeber überwiesen bekommen.. (aufgrund von Kurzarbeit/ Zahlungsunfähigkeit)


    Am Telefon teilte man mir heute mit, dass diese Überweisungen im BWZ von den 4800 euro (die ich verdienen darf) abgezogen werden und zwar Brutto!!!


    1. Frage: Stimmt das?
    2. Frage: Wie wollen die meine bruttogehälter einsehen?

  • 1. Ja, denn Du musst alle Geldzuflüsse im BWZ angeben und ggf. nachträglich mitteilen (§ 60 SGB I)
    Anrechnung von Einkommen: §§ 21, 22 und 23 BAföG


    2. Sie werden Dich auffordern die Gehaltsabrechnungen vorzulegen (§ 60 SGB I). Solltest Du dies nicht machen, werden die Leistungen wegen fehlender Mitwirkung eingestellt (§ 66 SGB I)

  • okay, erstmal danke für die antwort!


    was versteht man unter "alle geldzuflüsse"? zählen dazu nur gehälter oder generell jeder cent der auf mein konto überwiesen wird?


    gibt es eine möglichkeit einspruch zu erheben? ich kann beweisen, dass die gehälter theoretisch hätten vor dem BWZ eingehen sollen..schließlich kann ich nichts dafür wenn mein arbeitgeber mein gehalt statt im juni/juli erst im august september überweist^^

  • Einspruch dagegen, dass ich meine 4800 euro, die ich verdienen darf, nicht voll nutzen kann weil man mir gehalt anrechnet welches !!!!vor!!!! dem bewilligungszeitraum verdient wurde!! ich kann nichts dafür wenn meine ehemalige firma mir erst 2 monate später gehalt überweist..


    es ist garnicht so einfach einen nebenjob neben der schulzeit auf 400 euro basis zu finden..und dann wird man wegen so einem unfug noch benachteiligt! es ist doch in deren interesse wenn ich später mein darlehen schneller bzw direkt zurück bezahlen kann...da kann ich meinen nebenjob wieder kündigen..ich könnte kotzen vor wut! reine schikane..

  • Du wirst wahrscheinlich durch den Mini-Job und den Nachzahlungen die Höchstgrenze von 4.800,00 € überschreiten.


    Im Verwaltungsgericht gibt es keinen Einspruch, sondern Widerspruch und Klage. Beachte die Rückseites des Bescheids.


    Der Widerspruch/Klage ist m.E. unbegründet.


    Vielleicht den Mini-Job aufgeben?