Kindergeld voll anrechenbar auf Erwachsenenunterhalt?

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  • Hallo,
    es geht um die Berechnung vom Unterhaltsbedarf von Tochter,18.Jahre,macht eine Ausbildung,lebt bei ihrer Mutter im Haushalt.Nach berechnung vom Jugendamt steht ein Unterhaltsbedarf von 625 Euro.Mutter Einkommen 1200,Vater 2300,gesamt 3500Euro lt.Düsseld.Tabelle 625 euro bedarf.Tochter hat ausbildungsvergütung 510 euro,davon 90 euro abzug,420 anrechenbares einkommen.sog 205 euro haftungsanteil.Nun Frage,wird das Kindergeld davon voll angerechnet?lt.Berechnung würde dem Vater nur die Hälfte Kindergeld angerechnet,weil die Mutter auch verdient,und barunterhaltspflichtig ist.kann mir jemand da weiterhelfen?normal müßte das Kindergeld voll angerechnet werden,in meinem Fall wohl eher nicht?????Wer kann helfen,..
    gruß christian

  • Die Berechnung für Volljährige sieht so aus:


    Unterhaltsbedarf 625 €
    abzgl. Einkommens des Kindes 420 €
    abzgl. Kindergeld


    Zahlbetrag 21 €
    Selbstbehalt der Eltern je 1.100 €
    Ich unterstelle bei der Berechnung, dass beide Elternteile keine weiteren Unterhaltsberechtigten Personen (minderjährige Kinder, Ehepartner ohne Einkommen) haben.


    Mutter: 100 € (1.200 € - 1.100 €) x 21 € / 1.300 € = 2 €
    Vater: 1.200 € (2.300 € - 1.100 €) x 21 € / 1.300 € = 19 €


    Das Kindergeld erhält die Mutter, da das Kind in ihrem Haushalt lebt.



    420 anrechenbares einkommen.sog 205 euro haftungsanteil.lt.Berechnung würde dem Vater nur die Hälfte Kindergeld angerechnet


    Das sieht sehr nach einer Unterhaltsberechnung für minderjährige Kinder aus. Von wann ist diese?



    Nur mal zum Vergleich, wie sich der Unterhalt errechnen würde, wenn das Kind 17 wäre:


    Unterhaltsbedarf 490 € (eine Einkommensstufe hochgestuft, da angenommen das der Vater nur seiner Tochter Unterhalt schuldet)
    abzgl. 1/2 Einkommen des Kindes 210 €
    abzgl. 1/2 Kindergeld 92 €


    Zahlbetrag des Vaters 188 €


    Die Mutter würde Betreuungsunterhalt leisten und könnte dafür ebenfalls 210 €, etwa als Beitrag zu den Haushaltskosten, von dem Kind verlangt.

  • Hallo,danke erstmal für die antwort.Ne,von einem Minderjährigenunterhalt ist das Jugendamt da nicht ausgegangen.Bei mir stand nach erster Rechnung 161 euro zahlbetrag für vater,dem ich widerspruch eingelegt habe.kurz darauf kam die berichtigte Berechnung nach erneuter Prüfung,wo jetzt ein zahlbetrag für den vater von 61 euro steht.nach erneuter rücksprache beim Jugendamt ließ er sich auf keine weitere berechnung mehr ein,und sagte mir,in meinem fall ließe sich das kindergeld nur hälftig anrechnen,da die mutter auch unterhalt leiste,und 1200 euro verdiene.haftungsanteil vater-74,57 prozent,haftungsanteil mutter 25,45 prozent.aber das kindergeld wurde auf meinen unterhalt nur zu 92 euro angerechnet.beim ersten schreiben vom jugendamt aber komischerweise anteilsmäßig berücksichtigt,sehr seltsam,was da in bezug auf berechnung von kindesunterhalt da läuft....

  • ach so, die mutter hat seit jahren ein lebensgefährten,mit dem sie ein weiteres kind hat.ob sie mittlerweile verheiratet sind,weiß ich nicht.das kind vom ihrem lebensgefährten müßte so um die 10 sein.ist das denn von bedeutung?

  • ja,1200Euro/2300 Euro sind beides bereinigte Einkommen.auf nachfrage beim jugendamt wurde mir gesagt,in meinem falle würde das kindergeld nur zur hälfte berechnet,und nicht voll.wenn ich damit nicht einverstanden wäre,müße es wohl die tochter über den Anwalt so einfordern.Tochter hat bereits beim jugendamt angerufen,das ich mich weigere,die 61 euro zu zahlen.jugendamt hat ihr empfohlen,einen anwalt zu nehmen,und es einzufordern.ich warte nun ab,auf post vom anwalt,und wie ich weiter vorgehen soll.desweiteren weiß ich auch nicht,ob die ausbildungsvergütung bereits vom 3.Lehrjahr als zahnarzthelferin ist,die beim Amt vorliegen.Sie ist seit Sept. diesen Jahres im 3.Lehrj.Habe gegoogelt,und die Ausbildungsvergütung ist hier weitaus höher,als die 510 euro,die sie angebl. verdient.420 Euro bereinigt.nochmals zu den angaben vom Amt:Bedarf 625Euro,abgl. ber. Einkommen 420 Euro=offener/ungedeckter Bedarf 205Euro,haftungsanteil KV 74,57% KM 25,43%,somit ergibt sich für sie eine monatl.unterhaltsverpflichtung in höhe von 61 Euro.mehr steht nicht dabei. An der ganzen Rechnung stinkst gewaltig in meinen Augen....

  • danke nochmal für die bgh urteile.habe sie mir nochmal intensiv angeschaut.bei dem einen von 2005 steht zwar,daß das kindergeld bei volljährigen unterhalt voll angerrechnet wird,aber nur,wenn alleinunterhaltsplichtiger,sprich in der regel vater,ist,mutter unter die einkommensgrenze fällt,und keine unterhaltsplicht hat.auf seite 13 in dem bgh urteil vom 26.10.2005 steht geschrieben,zwar sieht bgb auch für den fall ein barunterhaltspflicht beider elternteile grundsätzl. einen hälftigen ausgleich des kindergeldes vor,vorausgesetzt daß beide eltern überhaupt unterhaltspflichtig sind,unterhaltsleistungen bringen.in meinem fall wär das ja bei der neuen berechnung ab 18 so.weil mutters einkommen bei 1200 Euro liegt,bereinigt.im anderen Urteil von 2007 steht nun aber auf seite 7 auch wenn eltern ihrer volljähr.kinder unterschiedl. anteile auf barunterhalt schulden.kommt eine aufteilung des kindergeldes nur im verhälntnis des anteilig geschuldeten barunterhaltes in betracht.das kindergeld ist deswegen vorab bedarfsddeckend auf den gesamten unterhaltsbedarf anzurechnen.in meinem fall wär das gesamtunterhaltsbedarf 625 euro abzügl. dann 184 euro kindergeld,minus 420 euro kindeseinkommen bereinigt=21 euro,davon dann 74,57%=15,65 Euro.Aber nach welchem Urteil wird berechnet?was ich au komisch finde,ich hab ja schon nach widerspruch nun die 2.berechnung vom jugendamt erhalten,das sie bei de ersten berechng. anteilig das kindergeld berechnet hatten,und nicht hälftig,aber das kindeseinkommen nicht direkt abgezogen hatten,wie sie es formuliert hatten.nun bin ich schon iritiert.wie rechnen die anwälte denn?ich denk mal,das aktuellere urteil geht vor.ich werd nu erstma erneut widerspruch gegen die 2.berechnung vom jugendamt einlegen,und auf antwort vom anwalt warten,sofern welche kommt.ich weiß halt net,ob ich wirkl. im recht bin,und das ungewisse macht mir schon zu schaffen,weil es halt wohl unterschiedl. ansichten da gibt.ob es sich lohnt,einen anwalt zu nehmen,oder einfach die 61 euro zu zahlen...

  • Ich hatte das Urteil aus 2005 mit angeführt, da es deine ursprüngliche Frage beantwortet:
    Das staatliche Kindergeld ist in voller Höhe auf den Unterhaltsbedarf des volljährigen Kindes anzurechnen.


    Ansonsten würde deinem Beitrag die Groß- und Kleinschreibung, sowie der ein oder andere Absatz guttun. Das mag ja keiner lesen. :( Ich bin nach der 2. Zeile ausgestiegen.

  • ich bedanke mich jedenfalls für deine Hilfe,und mir bleibt jetzt erst mal nix andres übrig,als einfach abzuwarten,was meine Tochter nun macht.falls ich noch fragen hätte,würde ich einfach hier schreiben.