Schwester geboren - Nachzahlung

  • Hallo Zusammen,


    am 13. Juni 2010 wurde meine kleine Halbschwester geboren.


    Sie wurde auch für meinen neuen Antrag berücksichtigt, mein Bafög wurde erhöht.


    Jedoch erst für den Oktober 2010.


    Habe ich einen Anspruch auf Nachzahlung für die Monate Juni-September? Das mein Vater noch einmal Vater wird, war dem Bafög Amt aufgrund einer Kopie des Mutterpasses bekannt.


    Ich rief meine Sachbearbeiterin an, die meinte zu mir, dass ich keine Nachzahlung erhalten werde, da meine Schwester in meinem Erstantrag nicht aufgeschrieben war. Wie auch? Da war sie ja noch nicht geboren.


    Seit dem 23. Juni steht sie auf der Steuerkarte meines Vaters.



    Habt ihr dazu Informationen? ich hatte das eigentlich so hingenommen, dass ich keine Nachzahlung erhalte, aber Komilitonen haben mir den Rat gegeben, dass nochmal genauer zu hinterfragen.


    Solltet ihr noch weitere Angaben brauchen, werde ich euch diese so schnell wie möglich schreiben.



    Liebe Grüße


    Sophia

  • Deine Schwester wird ja nicht direkt bei dir sondern beim Einkommen deiner Eltern berücksichtigt, und zwar als weiterer Freibetrag. Ich denke, das wird man nicht zeitanteilig beim BAföG Amt hinbekommen. Für den nächsten Antrag wird dann für deine Schwester bei deinem Vater ein erhöhter Einkommensfreibetrag gewährt.

  • Hallo,


    es ist möglich, Freibeträge für Geschwister innerhalb eines Bewilligungszeitraumes zu gewähren/ zu entziehen. Reiche bei deinem zuständigen Studentenwerk/ oder kommunalen Amt für Ausbildungsförderung eine formlose, schriftliche Erklärung von deinen Vater ein, dass er einen Freibetrag für sein am ... geborenes Kind beantragt. Lege diesem Schreiben die Kopie der Geburtsurkunde bei und bestehe auf eine formlose, schriftliche Begründung des zuständigen Amtes, falls der Freibetrag nicht gewährt werden kann. Dieses solltest du schnellstmöglichst machen, da Änderungen innerhalb eines Bewilligungszeitraumes, die sich auf dein BAföG positiv auswirken, nur für die letzten 3 volle Monate berücksichtigt werden können. Bsp. Geburt deines Geschwisters am 01.02.2010, Eingang der Mitteilung über die Geburt des Kindes und Antrag auf Freibetrag beim Amt am 15.08.2010 => Der Freibetrag kann frühestens ab 01.05.2010 gewährt werden (s. § 53 BAföG).


    Liebe Grüße

  • Hallo ihr Zwei,


    vielen Dank für eure Antworten, aber ich muss da nochmal nachhaken:


    ich habe Ende Juli meinen Folgeantrag eingereicht, ohne die Steuerkarte meines Vaters, dafür aber mit dem Mutterpass.


    Mir wurden die Kopien zurückgegeben mit der Begründung, dass nur die Steuerkarte entscheidend sei. Sarah, meine Schwester, steht seit Ende Juni drauf.


    Zum weiteren Procedere:


    Mein vater soll jetzt eine formlose Erklärung abgeben, in der er darum bittet, seine Freibeträge rückwirkend vom 13. Juni an zu erhöhen? Für Oktober an hat mein Vater den Freibetrag ja bewilligt bekommen...




    Liebe Grüße und vielen Dank für die tolle und schnelle Hilfe!


    Sophia

  • Die Geburtsrkunde ist nicht wichtig. Die Erklärung des Vaters zählt. Wenn ein weiteres Kind da ist, dann ist es zu berücksichtigen. Wie aber schon gesagt, rückwirkend maximal für 3 Monate. Wenn die Erklärung des Vaters im Oktober eingeht, dann kann der Freibetrag frühestens ab 01.07.2010 gewährt werden. Also beeil dich. Beruf dich hierbei auf den § 53 BAföG!


    Geändert werden muss es. Auch innerhalb eines Bewilligungszeitraumes, unabhängig davon, ob ab 01.10.2010 ein neuer Bewilligungszeitraum begonnen hat.


    Ach ja, und die Erklärung ist von deinem Vater für den vergangenen Bewilligungszeitraum zu stellen. Für den neuen brauchst du die Erklärung nicht mehr einzureichen, da deine Halbschwester da ja schon berücksichtigt wird.


    Hierzu muss ich aber sagen, dass dein zuständiger Sachbearbeiter normalerweise den Freibetrag für den abgelaufenen Bewilligungszeitraum hätte von alleine direkt ändern müssen, nachdem die Erklärung des Vaters für den neuen Bewilligungszeitraum über das weitere Kind eingegangen ist. Du solltest aber bitte den Sachbearbeiter darauf hinweisen, dass falls der Freibetrag nicht berücksichtigt werden kann, dass du hierzu eine schriftliche Erklärung hierzu haben möchtest. Wenn du eine Antwort erhälst, würde ich gerne wissen, wie es begründet wird.


    Zu der Steuerkarte:
    heutzutage wird die Steuerkarte normalerweise nicht mehr benötigt, sondern der Einkommensteuerbescheid der Eltern für das maßgebliche Jahr (aktuell ist es das Jahr 2008). Sollten die Eltern nicht zur Einkommensteuer veranlagt worden sein ( das müssen die Eltern entsprechend im Formblatt 3 erklären), dann ist die Lohnsteuerbescheinigung (diese kriegt der betroffene Elternteil immer zum Ende eines Jahres von seinem Arbeitgeber) einzureichen.


    Wenn dein Sachbearbeiter aber wissen möchte, seit wann dein Geschwisterkind auf berücksichtigt wird, dann reich ihm die Steuerkarte ein. Ich meine aber, dass aus dieser nicht hervorgeht, wann das Kind geboren ist, sondern nur, dass ein Kinderfreibetrag gewährt wird.


    Hoffe, dass ich dir helfen konnte. Wenn du noch Fragen hast, zögere nicht. ;-)