Wie lange sind Eltern unterhaltspflichtig?

  • Hallo,


    leider blieb mir diese Frage bisher unbeantwortet... Gibt es eine Altersgrenze, bis wann Eltern für ihr Kind unterhaltspflichtig sind?


    Ich studiere seit einem Jahr an der Universität und wohne noch bei meinen Eltern. Sowohl sie, als auch ich möchten allerdings, dass ich ausziehe.


    2006 schloss ich eine Ausbildung ab, die sie mir finanziert haben (privates Institut). Allerdings habe ich in diesem Berufszweig nie gearbeitet und die Jahre danach mich mit Jobs über Wasser gehalten.


    Meine Eltern sind keine Spitzenverdiener, und mein Vater außerdem verschuldet. Meinen Lebensunterhalt könnten sie nicht finanzieren, da sie sonst nie schuldenfrei würden.


    Die Kriterien des elternunabhängigen Bafögs werden leider auch nicht erfüllt.


    Nun meine Frage: sind meine Eltern überhaupt noch unterhaltspflichtig mit Beginn des 28. Lebensjahres? Welche Möglichkeiten habe ich, schnellstmöglich ausziehen zu können.


    Eine WG kommt für mich aus diversen Gründen nicht in Frage.


    Über eine hilfreiche Antwort wäre ich sehr dankbar!

  • Hallo,


    wenn ich sowas wie deinen Beitrag lese, wird
    mir echt schlecht!!!! Zu schreibst, dass es deinen
    Eltern finanziell nicht gut geht und dass sie dir schon
    eine Ausbilduung finanziert haben!!!!
    Und du hattest keinen Bock, in dem erlernten und
    von den Eltern finanzierten Beruf zu arbeiten.


    Von daher hast du keinen Anspruch mehr auf
    Unterhaltszahlungen deiner Eltern - du gehörst
    wohl auch in die Kategorie der Jugendlichen - in deinem Alter
    solltest du eigentlich schon als Erwachsener gelten - die
    Alles auf Kosten von Anderen in Anspruch nimmst!!!


    Wir haben echt ne tolle NEHMER-Generation groß
    gezogen - echt ätzend diese Schmarotzertum!


    Ein Tipp: nimm zur Abwechslung mal selber dein Leben
    in die Hand und arbeite selber für deine Träumereien.....


    Das wär doch mal was....:mad:
    MERLIN59

  • ...und solche dümmen Sprüche sind bestens
    bekannt - natürlich von den Schmarotzern unserer
    ignoranten Egoisten-Jugend!!!


    Du willst ausziehen, aber andere sollen zahlen - Hauptsache
    nur du nicht:o


    Lass doch deine Eltern einfach mal in Ruhe mit ihrem geringen
    Verdiensten und MACH selber.....dass würde ALLEN, insbesondere wohl dir, sehr gut tun.:)

  • ....oh prima, jetzt wird der Egomane auch noch
    unverschämt!!! Darüber muss ich lachen:D, denn wer sich so verhält wie du, dem ist eigentlich auch hier nicht helfen.


    Im Gegensatz zu dir verdien ich mein Geld selber(kann übrigens sehr gut davon leben - da wirst du wahrscheinlich NIE hinkommen) und halte nicht Auschau, wer denn mein Leben finanziert....


    Solch Typen wie du kenne ich zur Genüge....es eigentlich schade um die Zeit, sich mit solchen Leuten zu beschäftigen.


    Wie schön, dass Deutschland ein derartig bescheuerter Sozialstaat ist.....wo Leute, die eben jeden Tag einer geregelten Arbeit nachgehen - mit allen Umbequemlichkeiten - finanzieren solche Lauschepper! Das ist ätzend hoch 10.

  • Hallo bwl030,


    soweit ich weiss, sind deine Eltern unterhaltsverpflichtet bei der ersten Ausbildung / Studium, die einen berufsqualifizierenden Abschluss vermittelt. Alles, was danach kommt müssen sie nicht, ist somit freiwillig.
    Du könntest dich mal nach elternunabhängigem Bafög informieren.
    Dieses könntest du bekommen bei 3 Jahren Ausbildung und 3 jähriger anschliessender Erwerbstätigkeit (bei kürzerer Ausbildung muss die Erwerbstätigkeit dementsprechend länger sein so dass du auf die 6 Jahre kommst). Dinge wie FSJ und Bundeswehr können die Erwerbstätigkeit ersetzen, falls nach der Ausbildung absolviert. Schau mal hier:
    Elternunabhängiges BAföG - elternunabhängig fördern


    Du schreibst, dass du dich mit "jobs" über Wasser gehalten hast nach der Ausbildung. Ob diese genug sind für elternunabhängiges Bafög (wegen Verdiensthöhe und Art des jobs), bin ich überfragt. Etwas mehr info wäre nicht schlecht, so dass vielleicht noch jemand anders diese Frage beantworten kann.


    Ein Job neben dem Studium (minijob?) und eventuellem Bafög (?) wirst du wohl schon selbst in Erwägung gezogen haben, nehme ich mal an. Wenn dein Einkommen hoch genug ist und die Miete passend dazu, könntest du event. Wohngeld beantragen.


    Andere Möglichkeit: Bildungskredit.


    In jedem Fall ist es gut, dass du dich vor dem 30gsten Lebensjahr zum Studium entschlossen hast. Was staatliche Förderung angeht wird es danach schon eher holprig und schwieriger.


    Am besten liesst du dich hier auf der Site mal ein in alle Themen: Bafög + Bildungskredit, Unterhalt, Wohngeld etc. und stellst dann weitere Fragen. Gibt bestimmt jemanden, der dir im jeweiligen Teilgebiet einen Tip geben kann.


    Grüsse!

  • Hallo merlin59,


    bitte reisse dich mal zusammen! Du kennst die Situation des TE nicht. Solche Verunterstellungen helfen niemandem und machen das Lesen des Threads eher unangenehm (für mich).
    Also wenn du nichts informatives zu melden hast.....keep out;).
    Danke!


    Gruss,
    LaBrunette

  • Hallo LaBrunette!


    Vielen Dank für Deine Stellungnahme!


    Gerne gebe ich Dir mehr informationen:


    Die Jobs nach meiner Ausbildung fanden überwiegend in der Gastronomie statt und hatten demnach nichts mit der Branche (Tontechnik) zu tun, für die ich ausgebildet wurde.
    Insofern besteht kein Anspruch auf elternunabhängiges Bafög.


    ich habe vor einem jahr, als ich bereits bei meinen eltern wohnhaft war, einen Bafögantrag gestellt, jedoch wurde dieser auf meine Lebensumstände zugeschnitten, da ich ja bereits bei meinen Eltern wohnte. Das, was ich monatlich bekam, war also minimal. Einen Antrag auf Verlängerung habe ich demnach nicht gestellt.
    Auf 400Euro-Basis, so wie es meine Krankenkasse mir erlaubt, habe ich durchgehend gearbeitet. Die Semesterferien über sogar 40Std. die Woche. Wenn ich zeitlich im Stande bin zu arbeiten, werde ich das unbedingt tun. Nur ist es wirklich schwer neben dem Studium mehr als 20 Std. die Woche zu arbeiten.


    Wenn ich erneut einen Bafög-Antrag stelle, werde ich wieder dieselbe geringe Summe kriegen, wie im letzten Jahr und davon lässt sich nichts bezahlen.
    Wie soll ich in dieser Situation vorgehen?


    Wenn mir meine Eltern bereits eine Ausbildung mit Abschluss finanziert haben, sagst Du, sind sie nicht mehr verpflichtet, dies ein weiteres Mal zu tun.
    Welche Möglichkeiten habe ich dann,vorzugehen? Mus ich Sie erst verklagen?? Das möchte ich keinesfalls!!! Und ich muss einfach aus ihrer Wohnung raus, da ich ihnen keinen Platz mehr wegnehmen möchte und es auch so besser für unsere Beziehung ist.


    Soweit ich das Verstanden habe, braucht man ein gewisses Einkommen, um Wohngeld zu beantragen. Wie soll ich mit einem 400Euro-Job das schaffen. Und noch mehr neben dem Studium zu verdienen, ist einfach nicht möglich.


    Ich bin einfach total überfragt, wie ich in welcher Reihenfolge vorgehen kann... :(

  • ... nur 180 Euro, obwohl meine Eltern zu diesem Zeitpunkt noch schlechter verdient haben als jetzt.


    Naja, besser als nix;). Es bedeutet aber auch, dass deine Eltern, wenn du dann elternabhängig gefördert werden würdest, vom Einkommen her dich scheinbar (teilweise) unterstützen könnten, wenn sie dann noch verpflichtet wären (sind sie aber nicht, da schon erste Ausbildung finanziert wurde). Schulden etc. interessieren das Amt soweit ich weiss nicht.


    Wenn elternunabhängige Förderung auf dem Normalweg tatsächlich nicht greift (bist du dir da ganz sicher?), dann wäre das, was in diesem Thread steht (Antwort von Pikary) eventuell auch für dich eine Lösung:
    http://www.bafoeg-aktuell.de/forum/elternunabhaengiges-bafoeg/6899-elternunabhaengig-vorausleistungsverfahren.html


    Grüsse!

  • Hallo LaBrunette,


    mit ein wenig Lebenserfahrung kann man doch bestens und klar heraus lesen, worum es hier geht....und ich denke, da ist auch mal Tacheles reden angesagt - ganz ehrlich, ich find's zum Kotzen, wenn sich unsere lieben Kinderlein erdreisten ihre Eltern nur noch auszunehmen wollen! Ich denke, dass die lieben Kinderchen, sofern sie alle Rechte für sich beanspruchen, auch dem eigenen Anspruch an sich selber wahrnehmen sollten, nämlich Anstand, Respekt, Verantwortung und Eigeninitiative....aber das sind für solche Kinder Fremdwörter - leider!

  • Hier mal was ganz Grundsätzliches:
    Eltern sind - im Juristenjargon "Erzeuger" genannt - nach
    aller Logik für ihr "Erzeugnis" sprich: Kind verantwortlich.
    Das Kind - auch wenn es erwachsen ist - kann schließlich
    nichts dafür, daß es auf der Welt ist.


    Dem Kind die Verantwortung für seine "Erzeuger" zuzuschieben,
    heißt schlicht die Logik auf den Kopf zu stellen.
    Im Gegenteil besteht die Verpflichtung der Eltern für ihr
    "Erzeugnis" ihr ganzes Leben lang, denn sie hätten es ja auch
    sein lassen können. Sie hatten (wollten) aber ihren Spaß und das "Erzeugnis" soll es dann im Durchschnitt 80 Jahre lang
    ausbaden.


    Das ist die nüchtern-sachliche Betrachtungsweise. Daß es daneben noch gefühlsmäßige Bindungen gibt, die eine andere
    Handlungs- / Betrachtungsweise mit sich bringen können,
    ist unbestritten, ändert aber nichts an der grundsätzlichen
    Richtigkeit dieses Sachverhalts.

  • ah, na da haben wir ja alle was dazugelernt??


    Also ist es doch ganz einfach....als Vater oder Mutter eines Kindes, würde ich dann doch gerne die Verantwortung entsprechend Deiner Ausführung auch weitergeben...ich kann ja auch nichts dafür, das ich geboren wurde....ergo zurück an die Großeltern...ach quatsch, die können doch auch nichts dafür....also noch weiter zurück... dann fragen wir mal bei den Urgroßeltern nach......

  • Ganz richtig Schnucki,
    wer Kinder in die Welt setzt, muß über die Gründe Rechenschaft ablegen. Einfach nur Spaß haben wollen (im Bett
    und später an den Kindern) ist zu wenig. Da müssen schon bessere Argumente her.


    Kann es sein, dass du auch so nen kleinen Knallschaden hast?
    Irgendwann, spätestens nach einer abgeschlossenen Ausbildung, sollten die Küken auf eigenen Beinen stehen können, und wenn nicht, auch da greift dann der Staat, der für alle anderen auch Geld hat, da unsere lieben Kleinen schliesslich Steuern gezahlt haben.
    Was für eine löde Disk. hier:confused:

  • Kann es sein, dass du auch so nen kleinen Knallschaden hast?
    Irgendwann, spätestens nach einer abgeschlossenen Ausbildung, sollten die Küken auf eigenen Beinen stehen können


    Ich weiß ja nicht, ob Du Kinder hast ZAPPEL. Wenn ja, warum?
    Hast Du beim Erzeugen etwa an den Erhalt der Menschheit gedacht? Oder an unsere lieben Alten, denen sonst die Rentenzahler abhanden kommen? Oder hattest Du beim B.....
    etwa noch höhere staatstragende Motive im Sinn, etwa den Erhalt des Deutschtums? Wohl kaum, vermute ich.
    Was also war dann der Grund, Nachkommen in die Welt zu setzen? Du warst eben nur g.... Das war der ganze Grund!
    Und Deine lieben Kleinen sollen es ausbaden und sich gefälligst selbst kümmern! Toll!

  • Hallo halbrent...



    Deinen Ausführungen und Deiner Logik zufolge zahlst Du Deinen Kindern von Deiner Rente den Lebensunterhalt, damit Diese Ihresgleichen durch Ihre Abgaben (Steuern etc, entstanden durch die Unterhaltszahlung, die Du leistest) die Rente für Dich finanzieren ???


    Was ist das für eine Logik


    Aber schnucki1969 hat ja die Lösung auf den Punkt gebracht (und der Kreis schließt sich.... irgendwann, das heißt, wenn sie nicht gestorben sind dann...


    MfG