Voraussichtlich kein BAföG, Ausgleichsmöglichkeiten aufgrund Schwerbehinderung?

  • Guten Abend!


    Mich beschäftigt seit einiger Zeit das anstrengende Thema rund ums BAföG.
    Ich selbst bin 18 Jahre, wohne noch bei meinen Eltern und möchte im Wintersemester anfangen zu studieren. Allerdings habe ich eine Schwerbehinderung von 70%, Erhöhungsantrag auf 100% ist ausstehend.
    Alleine aus diesem Grund heraus habe ich mich entschieden aus Orientierungs- und Hilfeleistungsgründen weiterhin bei meinen Eltern wohnen zu bleiben.


    Nun habe ich aber das Problem, dass ich (laut BAföG-Rechner im Internet ^^) lediglich 10€ bekommen würde, da meine beiden Elternteile erwerbstätig sind, und somit den Freibetrag von etwa 1700€ überschreiten.
    Davon abgesehen, dass unser Haus und Auto abbezahlt werden muss, finanzieren meine Eltern bereits Kosten, die aufgrund meiner Behinderung aufkommen.
    Somit sind sie nicht in der Lage, den Mindestbetrag, der mir dann von ihren Seiten zustehen würde, von 414€ zu zahlen.
    Ich selber kann aber wegen meiner Einschränkung nicht neben dem Studium her arbeiten gehen.


    Gibt es andere Möglichkeiten für mich, meinen Lebensunterhalt und das Studium zu finanzieren?


    Liebe Grüße!

  • Das Problem hierbei ist, dass, wenn kein Bafög gezahlt wird, dass auch dieser Härtefreibetrag nicht gezahlt wird.
    Dadurch, dass ja einzig das Einkommen der Eltern berücksichtigt wird, und zusätzlich dieser Härtefreibetrag, selbst damit, würde ich, laut Aussagen des Amtes, keine finanzielle Unterstützung bekommen!

  • Hallo Kaktusstachel,
    habe Deine Anfrage erst jetzt gelesen.


    Du bekommst aktuell 10 € BAFöG. Doch wenn alle möglichen Freibeträge für "außergewöhnliche Aufwendungen § 25 Abs. 6 BAföG" berücksichtigt würden, könnte Dein Förderbetrag eventull steigen.


    Schau im § 33 EStG nach, welche weiteren Freibeträge möglich sind, wie z. B. die private PKW-Benutzung (3.000 km x ,30 € = 900€).
    Und welche weitere Behinderungs- und krankheitsbedingten Aufwendungen fallen noch an?
    Diese Kosten können ebenfalls - bis zum Endes des Bewilligungszeitraum (BWZ) - beim STW nachgewiesen werden, wodurch ggf. eine Neuberechnung und Nachzahlung für den ganzen BWZ erfolgen würde.:D


    Nur, Freibeträge müssen beantragt werden. Dafür gibt es sogar ein Formular.


    Und wenn immer noch Geld fehlt (fehlt eigentlich immer :cool: , dann denke über den Studienkredit der KfW nach.


    Viel Erfolg, und wecke die Sammelleidenschaft ;) in Dir und Deinen Eltern: Sammeln der Quittungen aller Kranken- und Behindertenbedingten Geldausgaben! :)