Brauche Infos zum Thema Bafög

  • Hallo,
    ich mache zur Zeit eine schulische Ausbildung zur staatl. geprüften Fremdsprachenkorrespondentin an einer Privatschule und bekomme den Höchstsatz Bafög. Im Juli 2008 bin ich mit der Ausbildung fertig. Im September 2008 möchte ich gerne weitermachen zur staatl. geprüften Dolmetscherin und Übersetzerin an einer Fachakademie. Da bin ich nach 2 Jahren fertig. Ich glaube das zählt als Studium. Meine Eltern sind bekommen beide Hartz IV und sind geschieden. Ich lebe noch zu Hause. Das Schulgeld für die Fachakademie beläuft sich auf ca 200 Euro pro Monat. Bekomme ich da Bafög? Wenn ja, muss ich es zurückzahlen? Was für Möglichkeiten habe ich? Habe gehört, dass man es zur Hälfte bezahlt bekommt und die andere Hälfte muss man innerhalb von 5 Jahren zurückzahlen - bin mir da aber nicht sicher... Wäre schön wenn mich jemand aufklären könnte....
    Danke im Voraus.
    Grüße
    Dhana

  • Hier der Text von § 13 BAföG:
    § 13 Bedarf für Studierende
    (1) Als monatlicher Bedarf gelten für Auszubildende in


    1.
    Fachschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, Abendgymnasien und Kollegs 310 Euro,
    2.
    Höheren Fachschulen, Akademien und Hochschulen 333 Euro.


    (2) Die Bedarfe nach Absatz 1 erhöhen sich für die Unterkunft, wenn der Auszubildende


    1.
    bei seinen Eltern wohnt, um monatlich 44 Euro,
    2.
    nicht bei seinen Eltern wohnt, um monatlich 133 Euro.


    (2a) (weggefallen)
    (3) 1Soweit Mietkosten für Unterkunft und Nebenkosten nachweislich den Betrag nach Absatz 2 Nr. 2 übersteigen, erhöht sich der dort genannte Bedarf um bis zu monatlich 64 Euro. 2Satz 1 findet keine Anwendung, wenn bei Auslandsausbildungen bei dem Bedarf ein Zu- oder Abschlag nach Maßgabe des Absatzes 4 vorgenommen wird.
    (3a) Ein Auszubildender wohnt auch dann bei seinen Eltern, wenn der von ihm bewohnte Raum im Eigentum der Eltern steht.
    (4) Bei einer Ausbildung im Ausland nach § 5 Abs. 2 wird, soweit die Lebens- und Ausbildungsverhältnisse im Ausbildungsland dies erfordern, bei dem Bedarf ein Zu- oder Abschlag vorgenommen, dessen Höhe die Bundesregierung durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates bestimmt.

  • Das mit dem Darlehen stimmt. Siehe § 17 BAfG:


    § 17 Förderungsarten
    (1) Ausbildungsförderung wird vorbehaltlich der Absätze 2 und 3 als Zuschuß geleistet.
    (2) 1Bei dem Besuch von Höheren Fachschulen, Akademien und Hochschulen sowie bei der Teilnahme an einem Praktikum, das im Zusammenhang mit dem Besuch dieser Ausbildungsstätten steht, wird der monatliche Förderungsbetrag vorbehaltlich des Absatzes 3 zur Hälfte als Darlehen geleistet, das für Ausbildungsabschnitte, die nach dem 28. Februar 2001 beginnen, höchstens bis zu einem Gesamtbetrag von 10.000 Euro zurückzuzahlen ist. 2Satz 1 gilt nicht


    1.
    für den Zuschlag zum Bedarf nach § 13 Abs. 4,
    2.
    für die Ausbildungsförderung, die nach § 15 Abs. 3 Nr. 5 über die Förderungshöchstdauer hinaus geleistet wird,
    3.
    für den Kinderbetreuungszuschlag nach § 14b.


    (3) 1Bei dem Besuch von Höheren Fachschulen, Akademien und Hochschulen sowie bei der Teilnahme an einem Praktikum, das im Zusammenhang mit dem Besuch dieser Ausbildungsstätten steht, erhält der Auszubildende Ausbildungsförderung als Bankdarlehen nach § 18c


    1.
    für eine weitere Ausbildung nach § 7 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 bis 3 und Satz 2,
    2.
    für eine andere Ausbildung nach § 7 Abs. 3, soweit die Semesterzahl der hierfür maßgeblichen Förderungshöchstdauer, die um die Fachsemester der vorangegangenen, nicht abgeschlossenen Ausbildung zu kürzen ist, überschritten wird,
    3.
    nach Überschreiten der Förderungshöchstdauer in den Fällen des § 15 Abs. 3a.


    2Nummer 2 gilt nicht, wenn der Auszubildende aus unabweisbarem Grund die Ausbildung abgebrochen oder die Fachrichtung gewechselt hat. 3Satz 1 gilt nicht für den Kinderbetreuungszuschlag nach § 14b und die Ausbildungsförderung, die nach § 15 Abs. 3 Nr. 5 über die Förderungshöchstdauer hinaus geleistet wird.

  • Hallo,
    also danke erst mal. Die Fachakademie kostet ca 200 Euro pro Monat. Bekomme ich dann Bafög (also die 333 Euro wie oben genannt) oder muss ich die auch zurückzahlen? Oder geht das dann nur über einen Studentenkredit? Wenn ja, wie beantrage ich diesen und wie erfolgt das mit der Rückzahlung? Erst nach 5 Jahren? Gibt es irgendwelche Möglichkeiten, dass die Kosten für die Fachakademie komplett übernommen werden? Von meinen Eltern kann ich nichts erwarten... Was kann ich tun um diese Ausbildung zu machen?
    Danke im Voraus.
    Grüße
    Dhana

  • da hilft wohl nur jobben gehen. Denn vom BAföG Amt werden die Kosten der Akademie nicht übernommen. Ab Herbst darfst 400 Euro dazu verdienen ohne dass es beim BAÖFG gekürzt wird.


    Gruss Andy

  • ok, das habe ich verstanden. dann bleibt mir ja nur noch die möglichkeit eines studentenkredits. wie läuft das ab? wo muss ich den beantragen? wie viel bekomme ich da? wie muss ich ihn zurückzahlen und wie viel? usw


    grüße


    dhana

  • "Bekomme ich dann Bafög (also die 333 Euro wie oben genannt)?"


    Wenn du bei deinen Eltern wohnst, bekommst du:



    BAföG-Grundbedarf (§13 (1) 2.) entspricht in diesem Fall
    dem Gesamtbedarf ("BAföG-Bedarf") 414,00 €

    BAföG-Anspruch pro Monat:
    (davon Staatsdarlehen: 207,00 €) 414,00 €

  • Die Rückzahlung des Darlehens beginnt 5 Jahre nach Ablauf der Förderungshöchstdauer, die monatliche Tilgungsrate beträgt 105,00 EUR. Falls du ein niedriges Einkommen hast, kannst du einen Freistellungsantrag stellen.
    Du kannst nebenher jobben; da du Schulgeld zahlen musst, kannst du nicht nur 400 EUR nebenher verdienen, sondern 600,00 EUR (§ 23 Abs. 5 BAföG),dafür ist allerdings ein Antrag erforderlich.

  • Wenn du nicht bei deinen Eltern wohnst, bekommst du:


    BAföG-Grundbedarf (§13 (1) 2.) 512,00 €
    + Mietzuschlag (bei Miete > 146 €) +54,00 €
    = Gesamtbedarf ("BAföG-Bedarf") = 566,00 €

    BAföG-Anspruch pro Monat:
    (davon Staatsdarlehen: 283,00 €) 566,00 €