Gibt es Ausnahmen beim Kindesunterhalt?

  • Hallo,


    meine Ex-Frau hat ein eigenes Einkommen das die 6000€ (pro Monat) grenze übersteigt. Dieses Einkommen setzt sich aus 2 Renten zusammen da sie Gehbehindert ist. Kfz hat sie auch Steuerfrei und eine fast bezahlte Immobilie.


    Nach der Scheidung verlangt sie jetzt Kindesunterhalt von mir.
    Habe vor 10 Jahren meinen EDV Job aufgegeben um mich um Frau und Kinder zu kümmern.
    Bin jetzt als Freiberuflicher Gitarrenlehrer und Musiker tätig um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
    Da mein Nettoinkommmen eventuell demnächst den Eigenvorbehalt übersteigen wird, würde ich gerne wissen ob es nicht Sittenwidrig ist von mir auch noch Unterhalt zu verlangen?Oder ist dies eventuell ein Präzedenzfall?

  • Das "Sittenwiedrig" bezog sich nicht auf den Unterhalt, sondern darauf ob jemand der ein eigenes Einkommen hat das jenseits der Düsseldorfer Tabelle ist nicht schon genug hat.
    Soweit ich es verstehe soll das Gesetzt den Alleinerziehenden helfen, die von Ihren Partnern sitzengelassen werden und keine finanziellen Mittel haben.

  • Das "Sittenwiedrig" bezog sich nicht auf den Unterhalt, sondern darauf ob jemand der ein eigenes Einkommen hat das jenseits der Düsseldorfer Tabelle ist nicht schon genug hat.


    Die Mutter hat unstrittig genug. Betreuungsunterhalt für sich wird sie wohl nicht fordern können.


    Das befreit dich aber nicht vom Kindesunterhalt.


    Die Mutter erbringt ihren Unterhaltsanteil durch Betreuung und du deinen durch Barunterhalt. Das die Mutter erheblich mehr Geld hat als du, ist dabei unerheblich.
    Anders sieht es aus, wenn die Kinder volljährig werden, da dann auch die Mutter barunterhaltspflichtig ist. Oder wenn die Kinder selbst so vermögend sind, dass sie von den Erträgen leben können.


    Soweit ich es verstehe soll das Gesetzt den Alleinerziehenden helfen, die von Ihren Partnern sitzengelassen werden und keine finanziellen Mittel haben.


    Welches Gesetz?