Schulische Berufsausbildung habe ich anspruch

  • Hallo Ihr Lieben!


    Ich(23) bin eigentlich gelernte Zahntechnikerin nun sieht es bei mir aber so aus das ich ständig eine Sehnenscheidenentzündung in meiner Hand habe und deshalb diesen Beruf nicht mehr ausüben kann. Jetzt ist auch noch nicht ganz klar ob ich von Arbeitsamt eine Umschulung gezahlt bekommen würde muss noch zum Medizinischen Dienst der entscheidet dann. Nun hab ich mich aber dazu entschlossen auf jedenfall etwas anderes zu machen und werd nun wohl im Septemper eine Berufsfachschule gehen und dort eine 2jährige Ausbildung zur Sozialpädagogischenassistentin Kinderplegerin machen für welche ich 140€ monatlich zahlen muss. Jetzt mal meine Frage kann ich für diese Ausbildung dann auch Bafög beantragen ider gibt es dafür was anderes was ich beantragen kann. Jetzt ist es auch so das ich im August eingentlich mit meinem Freund zusammen ziehen wollte geht das dann überhaupt oder wird er mir dann mit angerechnet und kann ich überhaupt ausziehen oder muss ich bei meiner Mutter wohnen bleiben wärend der Ausbildung???? Außerdem hab ich ja monatlich einige kosten die bleiben egal ob ich nun eine Ausbildung mache oder Arbeiten gehe muss mein Auto gar abzahlen und einige Versicherungen müssen auch gezahlt werden und sonst will man ja auch von etwas leben.
    Also ich bin für jeden Tipp den Ihr mir geben könnt dankbar.

  • Also bei der Schule handelt es sich um eine private Berufsfachschule für Kinderpflege.

    Okay, dann gehe ich auch davon aus.


    Bei Berufsfachschulen nach § 2 Abs. 1 Nr. 2 BAföG gibt's drei Varianten:


    Du wohnst (weiterhin) bei Deinen Eltern. Dann gibt's nur den sog. kleinen Bedarfssatz (zurzeit 212 € mtl.), und Du bist nicht von vornherein von HartzIV ausgeschlossen.


    Du wohnst nicht bei den Eltern, die auswärtige Unterbringung ist förderungsrechtlich aber nicht gerechtfertigt. Dann gibt's ebenfalls nur den sog. kleinen Bedarfssatz, und Du bist nicht von vornherein von HartzIV ausgeschlossen.


    Ist sie aber gerechtfertigt, gibt's den großen Bedarfssatz, dafür gibt's aber wohl kein HartzIV mehr. Möglicherweise gibt's hiervon aber wiederum Ausnahmen.


    Ob die auswärtige Unterbringung gerechtfertigt ist, ist ein schwieriges Kapitel für sich. Im Regelfall kommt's darauf an, ob diese oder eine Schule mit einer vergleichbaren Ausbildung vom Wohnort Deiner Eltern(teile) in zumutbarer Zeit erreichbar ist (mit ÖPNV tgl. nicht mehr als 2h hin und zurück). Dazu gelten inhaltlich § 2 Abs. 1a BAföG und die Verwaltungsvorschriften (hier auf diesen Seiten), vllt fällt Dir dazu etwas ein. Du kannst mich gerne weiter dazu fragen.


    Die Bedarfssätze findest Du in den §§ 12, 13a und 14b BAföG.


    Dazu ist zu sagen, dass jedenfalls die Grundbedarfssätze nach § 12 auf junge Schüler an Berufsfachschulen abstellen, die noch nicht im Berufsleben standen und noch nicht einen gewissen Lebensstandard aufgebaut haben.


    Im Schwange ist eine BAföG-Änderung zum Spätsommer/Herbst. Sollte die kommen - und dafür spricht momentan einiges -, entfällt Variante 2 mit der Prüfung, ob die auswärtige Unterbringung gerechtfertigt ist.


    Für Schulgelder gibt's keinen Bedarfsposten. Auf Antrag allenfalls einen zusätzlichen Härtefreibetrag vom eigenen Einkommen bis 205 € mtl.


    Ob das Einkommen Deiner Eltern grundsätzlich anzurechnen ist, kann ich aus Deinen Angaben nicht ersehen. Mehr kannst Du hier erfahren: Elternunabhängiges BAföG - elternunabhängig fördern.


    Das Einkommen Deines Freundes spielt keine Rolle, anders als bei HartzIV. Bei der Berechnung des Mietzuschlages nach § 12 Abs. 3 BAföG wird davon ausgegangen, dass jeder hälftig zu den Mietkosten beiträgt.


    KG und ggf. WG werden nicht angerechnet. Vom WG seid Ihr wahrscheinlich auch nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Bei beiden Leistungen kenne ich mich sonst allerdings nicht sehr gut aus; ggf. bitte woanders fragen.


    Nicht unbedingt empfehlen, aber auch nicht verschweigen möchte ich, dass Du wohl zus. einen Bildungskredit vom Bundesverwaltungsamt erhalten könntest.


    Ich hoffe, ich hab' nichts vergessen. Wenn dazu Fragen sind, gerne.

  • Danke schon mal!
    Also ich würde auf jedenfall das Elternunabhängige Bafög bekommen da meine Ausbildung 3 1/2 Jahre gedauert hat und ich danach auch 3 Jahre gearbeitet habe.
    Wen ich jetzt aber zusätzlich Harz IV beantragen würde und ich bis dahin schon mit meinem Freund zusammen ziehe wird sein Lohn ja mit angerechnet und dannn wird es auch wieder nicht viel sein was man bekommt.
    Und die auswärtige unterbringung ist wohl auch nicht gerechtfertigt da ich ja nur 10 km von der Schule entfernt wohne.

  • Zitat

    Und die auswärtige unterbringung ist wohl auch nicht gerechtfertigt da ich ja nur 10 km von der Schule entfernt wohne.

    Dabei kommt's nicht auf die Entfernung an, sondern auf die Fahrzeitdauer mit den Öffentlichen.


    Und vllt auch darauf nicht, wenn nämlich die BAföG-Änderung zum neuen Schuljahr kommt. Dann bekäme jede, die "auswärts" wohnt, auch den entsprechend höheren Bedarfssatz.

  • Naja wen ich dann mit meinem Freund zusammen ziehen würde wären das in den nächsten Ort der ist ja nur 2km entfernt aber ich hätte von da aus eine etwas bessere Verkehrsanbindung und da werd ich wohl aber trotzdem nicht mehr als 2std zur Schule brauchen sind ja wie gesagt nur ca 10km da müsst ich schon große umwege fahren