Elternunabh. Bafög doch möglich

  • Ich habe da mal eine konkrete Frage... Schon einmal hab ich den Antrag auf Bafög umsonst ausgefüllt. Letztes Jahr wars aber der "normale"...


    so zu den Fakten:


    ich habe vom 01.08.2003 bis zum 21.07.2006 eine Berufsausbildung gemacht.


    Danach habe ich vom 22.07.2006 bis 03.11.2007 gearbeitet, vollzeit und über die mindestsumme kom ich da auf jeden fall.


    Dann vom 04.11.2007 bis 21.07.2008 Arbeitslos mit ALG auch über dem Mindestsatz.


    22.07.2008 bis 31.10.2008 wieder Arbeit, auch über der Mindestsumme.


    01.12.2008 bis 21.03.2009 arbeitslos mit ALG ( auch wieder über der Mindestgrenze)...


    Jetzt hab ich hin und her gerechnet, ob das ausreicht für die Anforderung


    3 jahre ausbildung + 3 jahre arbeit... aber irgendwie bin ich unsicher.


    Kann mir das jemand mal auseinander rechnen???


    Will nicht noch nen sinnlosen Antrag stellen, so prickelnd find ich das nämlich wirklich nicht :confused:


    Achso, noch ein paar Fakten: ich bin 25, verheiratet, wir leben in einer Wohnung, die meine Eltern gehört und zahlen nur Nebenkosten, keine Miete, wollen aber umziehen und das ginge halt erst dann, wenn ich endlich mal bafög kriege...


    Vielen Dank schonmal und LG
    Melanie

  • Hallo Melanie,


    erst mal meine Anerkennung für die nachvollziehbare Aufstellung.


    Zitat

    Schon einmal hab ich den Antrag auf Bafög umsonst ausgefüllt. Letztes Jahr wars aber der "normale"...

    Was ist denn ein "nicht normaler" BAföG-Antrag? ;)

    Zitat

    Jetzt hab ich hin und her gerechnet, ob das ausreicht für die Anforderung


    3 jahre ausbildung + 3 jahre arbeit... aber irgendwie bin ich unsicher.

    Ich komme nur auf 2 Jahre und 7 Monate Erwerbstätigkeit (22.07.2006 bis 31.10.2008 und 01.12.2008 bis 21.03.2009).

    Zitat

    Will nicht noch nen sinnlosen Antrag stellen, so prickelnd find ich das nämlich wirklich nicht

    Hier dürfte ein Vorausleistungsantrag auch zum Ziel führen, wenn Deine Eltern nicht mitwirken oder nicht zahlen. Ich bin kein Unterhaltsexperte, aber es spricht viel dagegen, dass noch ein zivilrechtlicher Unterhaltsanspruch gegen sie besteht. Dann hätten sie - abgesehen von nervigem Schriftwechsel - nichts zu befürchten. Erkundige Dich mal diesbezüglich.

  • Danke erstmal für die Antwort...


    also der normale bafög-antrag ist für mich eben das, bei dem das einkommen der eltern berücksichtigt wird. und dabei kam eben raus, dass mein vater rechnerisch 600 € freies einkommen hat, das er mir ja zur verfügung stellen kann :eek: guter witz, fand er wirklich lustig...


    Zu den Zeiträumen: ich hab woanders gelesen, dass zeiten der arbeitslosigkeit auch angerechnet werden, wenn man eben über 120 % des bafög-satzes bekommt. und über dieser Grenze war ich mit über 600 € ALG eigentlich immer.


    Hm, ich werd mal nachforschen, ob meine eltern noch unterhaltspflichtig sind bei mir... danke für den Tipp

  • ich nochmal...


    hab eben mal das BGB bemüht, wie praktisch, wenn man sowas fürs studium braucht.


    Dort ist in § 1608 BGB geregelt, dass zu allererst der ehepartner unterhaltspflichtig ist. also erstmal mein mann. mit dieser grundlage werde ich also erstmal einen antrag stellen.


    sollte ich dennoch eine ablehnung bekommen, müssen meine eltern eben schriftlich bestätigen, dass sie mir keinen unterhalt bezahlen. muss ja wohl machbar sein...

  • Zitat

    hab eben mal das BGB bemüht, wie praktisch, wenn man sowas fürs studium braucht.


    Dort ist in § 1608 BGB geregelt, dass zu allererst der ehepartner unterhaltspflichtig ist. also erstmal mein mann.

    Deshalb ist ja auch im BAföG das Ehegatteneinkommen vor dem Elterneinkommen anzurechnen. Eine ehegattenunabhängige Förderung gibt es eh nicht.


    Was den Ausbildungsunterhalt betrifft, geht meine Vermutung dahin, dass der Anspruch wegen der relativ langen Zeitspanne zwischen den beiden Ausbildungen erloschen sein könnte.