Eltern verdienen jetzt mehr als im Jahr 2008 - Muss ich das angeben?

  • Hallo,


    ich habe eine Frage bezüglich der Einkommensberechnung für Bafög.


    Das Bafoegamt interessiert sich ja erst Mal nur für das Einkommen meiner Eltern von 2008. Seit 2008 hat sich aber die Einkommenssituation meiner Eltern grundlegend verändert, so dass ich mit dem Einkommen von heute eigentlich keinen Anspruch mehr auf Bafoeg hätte.


    Ist das dem Bafoegamt egal, oder muss von mir aus angeben, dass sich das Einkommen meiner Eltern Ende 2009 auschlaggebend verändert hat.


    Danke für Antworten...

  • Hallo,
    soweit ich weiß, ist das vorletzte Kalenderjahr für das Einkommen der Eltern entscheidend. Das aktuelle einkommen wird dann in 2 Jahren berücksichtigt, wenn Du da noch den Anspruch hast. Es gibt theoretisch noch den Aktualisierungsantrag, jedoch wird er i.d.R. bei einer Einkommensverschlechterung gestellt. Eine positive Einkommensveränderung im BWZ muss Du nicht melden. Lese hier doch mal den Artikel zum Thema "Aktualisierungsantrag", wenn Du möchtest. Ich glaube, da wird Deine Frage beantwortet.

  • Hey, ja den Abschnitt habe ich mir auch schon durchgelesen. Aber ich finde es etwas verwirrend dass da einerseits steht:


    "Andererseits ist es so, dass für den aktuellen Bewilligungszeitraum ein wesentlich höheres Einkommen nicht gemeldet werden muss. Dies würde, sofern sich die Voraussetzungen für den Anspruch nicht ändern, beim Bewilligungszeitraum in zwei Jahren zu Grunde gelegt werden."


    und weiter unten:


    "Entwicklung des Einkommens im Bewilligungszeitraum


    Entwickelt sich das Einkommen des Ehegatten oder des Elternteils im Bewilligungszeitraum positiv, so dass das Einkommen unerwartet steigt oder es gar noch niedriger wird, so muss dies dem BAföG-Amt sofort mitgeteilt werden (§ 47 (4) i.V.m. § 60 (1) Nr. 2 SGB I).


    Hier kann nicht bis zum Ende des Bewilligungszeitraumes gewartet werden, es sei denn, die Verhältnisse werden erst dann bekannt. Das BAföG-Amt ändert den anhand der aktuell mitgeteilten Daten den Bescheid, und zwar rückwirkend zu Beginn des Bewilligungszeitraumes.


    Die Folgen daraus sind, dass bei einem höheren Einkommen als prognostiziert, eine Rückforderung der zuviel gezahlten Beträge erfolgt aber bei einem niedrigeren Einkommen als erwartet, eine höhere Auszahlung, also Nachzahlung zu Gunsten des Antragstellers fällig wird."


    Weiß jemand, wie das zusammen passt?

  • Der erste Passus gilt, wenn das Einkommen (noch) nicht "aktualisiert" wurde. Der zweite Passus gilt, wenn bereits "aktualisiert" worden ist.

  • Ich habe das selbe problem ich beziehe schon seit längerem bafög und mir haben mit komolitonen mitgeteilt das ich des Einkommen der Eltern bei Veränderung immer mitteilen muss. Meine Mutter ist seit beginn wieder berufstätig was soll ich machen?? Bitte um hilfe

  • Wenn für den BWZ nicht aktualisiert wurde, dann bleibt es beim 2008-er Einkommen.
    Aktualisiert wird nur, wenn dadurch der Förderungsbetrag sich um mind. 10 € erhöht.
    Doch wenn Aktualisiert wurde (mind. 10 e mehr) und später festgesetellt wurde, daß die Aktualsierung (z.B. durch Mehreinkommen) doch nicht so günstig war, kann für diesen BWZ die Aktualisierung nicht rückgängig gemacht werden. Dann muß man/frau mit dieser ungünstigen Berechnung leben und ggf. auch zuviel gezahlte Förderungsbeträge erstatten.