erst Studenten-Bafög, abgebrochen, jetzt Schüler Bafög?

  • Hallo,


    Momentan studiere ich im 2 Semester(endet im August), habe aber einen Ausbildungsplatz an einer Berufsfachschule bekommen(fängt am 16 August an). Ich bekomme im Moment Bafög. Die Ausbildung kann ich nur beginnen wenn ich Schülerbafög bekomme. Nun meine Frage(n):
    Ich muss umziehen, würde gerne zu meinem Freund ziehen, er wohnt ca 50 Zugminuten von meinem Ausbildungsort entfernt, genau wie meine Eltern (auch 50 zugminuten, aber die entgegengesetzte Richtung). Wie sieht es aus, bekomme ich Bafög wenn ich bei ihm wohne, wo doch der Weg prinzipiell gleich weit wäre,ich aber bei meinen eltern kostenlos leben könnte?


    Frage 2 ist, wenn ich jetzt Schülerbafög beantrage, muss ich meiner jetzigen Bafögstelle bescheid sagen, oder kann ich den "Vertrag" einfach auslaufen lassen (Förderungsdauer bis August). ich habe mich noch nicht exmatrikulliert weil ich alleine wohne und auf bafög angewiesen bin (300 km von zu hause weg).


    Wäre nett wenn mir jemand weiterhilft, ich steige einfach nicht mehr durch und bin ratlos...


    Liebe Grüße gewitterblau

  • Da Du Dich nicht zum Sommersemesterbeginn hast exmatrikulieren oder beurlauben lassen, obwohl feststeht, dass Du das Studium nicht beenden wirst, steht Dir für die BFS kein BAföG zu. Deine Fragen zu den Förderungsbedingungen für die BFS spielen daher keine Rolle mehr.


    Du bist verpflichtet, schon jetzt dem BAföG-Amt mitzuteilen, dass Du im August eine BFS beginnen wirst.

  • Danke für die Antwort.
    Ich habe erst am 9 April die Zusage der Berufsfachschule bekommen, also über einen Monat nachdem man sich für das 2 semester immatrikulieren musste. Ich weiß es erst seit ca 1 woche.
    Ich hab diese Woche ein Termin mit meiner Bafög Beraterin.
    Hätte ich diese Ausbildung nicht bekommen hätte ich eben weiterstudiert.
    Und trotzdem habe ich jetzt mein Anspruch auf Bafög verwirkt?
    Was hätte ich denn machen sollen, zum Schluss hätte ich ohn was dagestanden.
    Ändert das noch was an der Tatsache oder nicht?


    Liebe Grüße Gewitterblau

  • Okay, das ist was anderes. Ich bin von einem Semesterbeginn am 1.4. ausgegangen.


    Dennoch steht Dir ab 1.5. kein BAföG mehr zu, da Du das Studium nun nicht mehr beenden willst. HartzIV dürfte als Überbrückung bis zur Aufnahme der BFS ausscheiden, solange Du formal immatrikuliert und nicht beurlaubt bist.


    Wenn Du Dich rückwirkend exmatrikulieren oder beurlauben lässt, wird allerdings das BAföG rückwirkend ab 1.3. zurückgefordert werden.


    Ich nehme mal an, dass die BFS mindestens zwei Jahre dauert und mit einem berufsqualifizierenden Abschluss endet. Dann steht Dir zwar BAföG zu, der Höchstsatz ist aber höchstwahrscheinlich 212 € mtl. (plus ggf. KV- und PV-Beiträge), da die Schule in zumutbarer Zeit von der Wohnung Deiner Eltern entfernt ist. Von HartzIV bist Du dann nicht wegen einer BAföG-Ausbildung von vornherein ausgeschlossen.

  • oh je... das ist ja voll besch*****...
    Ich hab hier eine Wohnung die ich bezahlen muss, so schnell find ich bestimmt keinen Job.ich wusste nicht dass ich keinen Anspruch mehr auf Bafög habe.
    ALG2 würde ich also evtl bekommen?ab wann denn, muss ich da einfach zum Arbeitsamt marschieren? naja verlockend ist das ja nicht. vll klappt es ja noch mit einem Job.
    tut mir leid dass ich dich so löchere.


    Liebe Grüße
    Gewitterblau

  • Ich nehme mal an, Du meinst jetzt die Zeit von Mai bis Juli.


    Vllt ist an der Hochschule auch eine Exmatrikulation mitten im April möglich. Dann wäre HartzIV wohl auch ab Mai drin (ich schließe aus Deinen Beiträgen, dass Du nicht mehr bei den Eltern lebst). Von HartzIV selber habe ich nicht so viel mehr Ahnung. Zuständig sind wohl die Argen oder JobCenter.


    Bei einer rückwirkenden Beurlaubung oder Exmatrikulation zum 1.3. ist möglicherweise die rückwirkende Anerkennung eines HartzIV-Antrages drin (§ 28 SGB X).