Kindesunterhalt

  • Guten Tag.


    Ich bin Mutter einer nunmehr 11 Jährigen Tochter.
    Meine Tochter besucht seid diesem Schuljahr ein Internat, und somit fallen für uns eine Menge Mehrkosten an, die ich gern mit dem Kindsvater geteilt hätte. Bzw. er sich an diesen Kosten beteiligen sollte.
    Nachdem ich mich über das Jugendamt informierte, wurde mir mitgeteilt, ich müsse erst einmal den Kindesunterhalt überprüfen lassen, ob sich nicht daraus eine Erhöhung anstreben läßt.
    Nachdem dies geschehen ist und nun amtlich ist, daß der Vater meiner Tochter via Steuerbearterin einen "Lohnzettel" anfertigen ließ, in welchem er ca. 300 € im Monat erwirtschafte, und uns einen Kindesunterhalt von 231 € zahlt, wurde ich durch unser Jugendamt darauf hingewiesen, "die Beine still zu halten, sonst würde er womöglich gar nicht mehr zahlen."
    Aber mal ehrlich, welcher Mensch kann im Monat von ca. 60,00 € leben?
    Und leider müssen wir auch auf alle gesetzlich vorgeschriebenen Erhöhungen verzichten, denn frei nach dem Wortlaut des Jugendamtes..."der hat doch nichts und ich müsse doch zufrieden sein, daß er überhaupt zahlt".
    Im Dezember kommt mein Kind in eine neu zu berechnenden Altersstufe, wie sieht es denn dann aus?
    Muß ich, müssen wir dann ganz auf den Unterhalt verzichten?
    Denn so schlecht kann es ihm doch gar nicht gehen, sonst hätte er doch ALG II beantragen können, zu seiner Existenzgründung.


    Wer kann mir einen Tip geben, wie wir uns verhalten sollen.
    Ich bin für jeden Ratschlag offen!
    Was können wir tun?


    Liebe Grüße
    Kathrin

  • Du kannst den Vater natürlich auf höheren Unterhalt verklagen, aber der Schuss kann genausogut nach hinten losgehen.


    Nachdem dies geschehen ist und nun amtlich ist, daß der Vater meiner Tochter via Steuerbearterin einen "Lohnzettel" anfertigen ließ, in welchem er ca. 300 € im Monat erwirtschafte.
    Aber mal ehrlich, welcher Mensch kann im Monat von ca. 60,00 € leben?
    Denn so schlecht kann es ihm doch gar nicht gehen, sonst hätte er doch ALG II beantragen können, zu seiner Existenzgründung.


    Ohne die Verhältnisse zu kennen, nur ein paar Vermutung:
    Vielleicht lebt er ja vom Einkommen der Lebensgefährtin?
    Wenn du Betrug (z.B. Schwarzarbeit) vermutest, wirst du den auch beweisen müssen und das dürfte schwierig bis unmöglich sein. Vorallem wäre es mit nicht unerheblichem finanziellem Aufwand deinerseits verbunden (Anwalt, Gerichtskosten, vielleicht noch ein Detektiv). Auch wenn du das vielleicht vom Vater zurückholen kannst, muss es erstmal vorgestreckt werden. Ob sich das lohnt, muss jeder für sich entscheiden.

  • Hallo Theo...


    Ich weiß dies, und nicht nur dieser finanzieller Einschnitt würde mir im Vorfeld erheblich Bauchschmerzen bereiten!
    Abwarten und Tee trinken.
    Am Ende appeliere ich auf seine Vernunft, denn es geht um mein/unser Kind, dem er die Zukunft damit verbaut.
    Denn der Unterhalt und auch das Kindergeld gehen komplett für das Internat, die Schule drauf.



    Liebe Grüße

  • Es ist echt immer das Gleiche...
    ...ich kenne es selbst.
    Ich gehe demnächst zum örtlichen Jugendamt und beantrage eine
    Amtsvormundschaft zum Unterhalt. Die Überprüfen dann das tatsächliche Einkommen des Kindsvaters und dann stellt sich heraus, wie wenig er tatsächlich hat...auf einen Versuch lasse ich es ankommen!

  • Es ist echt immer das Gleiche...
    ...ich kenne es selbst.
    Ich gehe demnächst zum örtlichen Jugendamt und beantrage eine
    Amtsvormundschaft zum Unterhalt. Die Überprüfen dann das tatsächliche Einkommen des Kindsvaters und dann stellt sich heraus, wie wenig er tatsächlich hat...auf einen Versuch lasse ich es ankommen!


    Beistandsschaft beim Jugendamt zu beantragen
    so heißt es richtig! :-)