SchülerBafög für privates Berufskolleg

  • Hallo,
    ich werde im Juli meine mittlere Reife erhalten und möchte danach auf eine Berufskolleg um die FH-Reife zu machen. Leider sind meine Noten nicht so super, dass ich für ein staatliches BK zugelassen werde.
    Ich habe noch eine Bruder, der wie ich, noch zuhause bei den Eltern wohnt und noch zur Schule geht. Mein Vater ist berufstätig. Das BK1 ist eine private Einrichtung mit monatlichen Gebühren (30 min Entfernung vom Elternhaus), mit dem BK2 und Zusatzunterricht würde ich den Titel Wirschaftsassistent erhalten.
    Habe ich die Möglichkeit Schüler-Bafög zu erhalten oder gibt es noch andere Förderungsmöglichkeiten ?
    Danke für die Info.

  • Das meinte ich nicht. Ich meinte die Ausbildungsstättenarten, wie sie in § 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 6 BAföG stehen.


    BFS vielleicht? Im 2. Jahr berufsqualifizierend, im ersten nicht?


    Oder Du nennst ganz konkret Schule und Bildungsgang, dann schaue ich selber. Scheint mir eine Sonderkiste zu sein (den Begriff "Berufskolleg" gibt's in vielen Bundesländern nicht).

  • BFS vielleicht? Im 2. Jahr berufsqualifizierend, im ersten nicht? - genau das ist es:o.
    Mit dem Abschluß des 2. Jahres mit Zusatzunterricht erhält man die FH-Reife und den staatlich geprüften Wirtschaftsassistent.

  • In BW? Im dortigen Ausbildungsstättenverzeichnis steht:


    Zitat

    Werden die Berufskollegs I und II im Verzahnungsmodell durchgeführt, vermitteln sie einen berufsqualifizierenden Abschluss. Wenn der Auszubildende in diesem Fall bei der Stellung des Förderungsantrags für das BK I eine Erklärung dahingehend abgibt, dass er anschließend auch das BK II besuchen will, können die beiden einjährigen Ausbildungsgänge als zweijähriger Ausbildungsgang angesehen werden, so dass Ausbildungsförderung für das BK I und II nach § 2 Abs. 1 Nr. 2 BAföG bewilligt werden kann. Kann ein Auszubildender wegen seiner Vorbildung sofort das BK II besuchen, ist ebenfalls eine Förderung nach § 2 Abs. 1 Nr. 2 BAföG möglich.


    Bei Berufsfachschulen nach § 2 Abs. 1 Nr. 2 BAföG gibt's jetzt zwei Varianten:


    Die auswärtige Unterbringung ist förderungsrechtlich nicht gerechtfertigt. Dann gibt's nur den sog. kleinen Bedarfssatz, und Du bist nicht von vornherein von HartzIV ausgeschlossen. Zu HartzIV kann ich mehr nicht sagen.


    Ist sie aber gerechtfertigt, gibt's den großen Bedarfssatz, dafür gibt's aber wohl kein HartzIV mehr. Möglicherweise gibt's hiervon aber wiederum Ausnahmen.


    Ob die auswärtige Unterbringung gerechtfertigt ist, ist ein schwieriges Kapitel für sich. Im Regelfall kommt's darauf an, ob diese oder eine Schule mit einer vergleichbaren Ausbildung vom Wohnort Deiner Eltern in zumutbarer Zeit erreichbar ist (tgl. nicht mehr als 2h hin und zurück). Guck Dir mal die Verwaltungsvorschriften zu § 2 Abs. 1a BAföG an (hier auf diesen Seiten), vllt fällt Dir dazu etwas ein. Du kannst mich gerne weiter dazu fragen.


    Die Bedarfssätze findest Du in den §§ 12 und 13a BAföG.


    Vielleicht ist noch WG drin; erkundige Dich da mal.


    P.S. Bildungskredit vom BVA? Aber vllt nicht so zu empfehlen...