Wieviel Unterhalt muss die Mutter für den 18 j. Sohn zahlen der beim Vater lebt?

  • Hallo zusammen.
    Die Mutter versucht alles mögliche um so wenig Unterhalt wie möglich zu bezahlen. Der Sohn ist 18 , geht noch zur Schule und lebt beim Vater. Vater verdient ca, 3000 netto und die Mutter 1500 netto. Es ist das einzige Kind was noch Unethalt bekommt.


    Danke

  • Einkommen bereinigt um berufsbedingte Aufwendungen (5% oder nachgewiesene höhere Kosten)
    Vater 2.850 €, Mutter 1.425 €


    Unterhaltsbedarf nach Düsseldorfer Tabelle 703 €
    abzgl. Kindergeld 184 € (erhält der Vater)
    Zahlbetrag 519 €


    2.850 € - 900 € Selbstbehalt 1.950 €
    1.425 € - 900 € Selbstbehalt 525 €


    1.950 € x 519 € / 2.475 € = 409 €
    525 € x 519 € / 2.475 € = 110 €


    Das Vater muss 409 € Unterhalt zahlen, die Mutter 110 €.
    (Vorausgesetzt, der Sohn verfügt über kein eigenes Einkommen.)
    Wenn der Sohn die Schule beendet, erhöht sich der Selbstbehalt auf 1.100 €.

  • Der Vollständigkeit halber:
    Jeder Elternteil schuldet maximal den Betrag, der sich nach der Düsseldorfer Tabelle ergeben würde, wenn er alleine Unterhalt nach seinem Einkommen zahlen müsste.
    Der Vater müsste also nach der Düsseldorfer Tabelle nur 402 € (586 € - 184 €) zahlen.

  • Das Kind lebt beim Vater , geht noch zur Schule ! er möchte gerne den ganzen Unterhalt haben um es dann selbst verwalten zu dürfen. das heisst er möchte ca. 400 Euro vom vater und 110 von der Mutter auf sein Konto überwiesen bekommen um dann Kostgeld an den vater zu zahlen. Ist dass rechtens?. Wie soll der vater vorgehen und wieviel Kostgeld soll der sohn an den vater zahlen? Im haushalt leben mit ihm insgesamt 3 Personen.


    Er ist vorgestern 18 geworden und wird von der Mutter mit guten ratschlägen ( ironisch ) versorgt.

  • Der Sohn kann darauf bestehen, den gesamten Unterhalt (402 € + 184 € Kindergeld vom Vater; 110 € von der Mutter) auf sein Konto zu bekommen.
    Allerdings muss er dem Vater dann Geld für Unterkunft und Verpflegung geben. Wieviel ist Verhandlungssache zwischen Vater und Sohn.

  • Ja aber wieviel ist so der Richtwert ? Wieviel zahlt so ungefähr ein grad 18 Jähriger für unterkunft und Verpflegung heutzutage? Sein Zimmer ist ca. 18 qm. Er lebt aber nicht nur in seinem Zimmer, benutzt natürlich auch den Rest der wohnung mit ( 2 bäder , Küche , Wohnzimmer u,s,w,) verbraucht Strom und wasser ! Kann man ihn mit 1/3 der gesamten Kosten belasten ? Ist ja immernoch billiger als ne eigene Wohnung.

  • Ich dachte immer das dass Kindergeld der vater erhält . Die Auszahlung an das Kind ist ne freiwillige Sache.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, hat das Kind Anspruch auf mehr als 400 Euro im Monat. Ich hab das Kostgeld von ca. 300 Euro schon abgezogen.


    Das ist ja schon mal mehr als jemand zur Verfügung hat der Arbeitslos ist !


    Hammer

  • Ich habe mich so ein bischen in Foren umgeschaut und habe gelesen wie viele andere es so handhaben.
    Ich werde dem vater meine neue Erkentniss mitteilen und folgendes vorschlagen :


    1. Vorschlag
    Der Sohn soll den gesamten Unterhalt ( vom vater 402 Euro und von der Mutter 110 Euro ) auf sein eigenens Konto überwiesen bekommen. Das kindergeld behält der vater.
    Von den Insgesamt 512 Euro soll er 250 Euro an Kostgeld abgeben. Somit verbleiben ihm immernoch 262 Euro an taschengeld ( was ich als angemessen finde ).


    2. Vorschlag
    Sohn erhält auf sein Konto kompletten Unterhalt plus Kindergeld. Also Insgesamt ca. 700 Euro.
    Ihm werden dann die gesamten Wohnkosten , Stromkosten, Telefonkosten , Wasserverbrauch , Lebensmittel u.s.w vorgerechnet und er soll sich mit 1/3 an die Kosten beteiligen ( Haushalt besteht aus 2 Erwachsenen und er als Sohn )
    Das wären für Ihn dann insgesamt ca. 450 Euro die er zahlen müsste. Bleiben dann für ihn immernoch 250 Euro Taschengeld.


    Eins vorweg, egal wieviel Kostgeld er abgibt , ein Teil wird für Ihn eingespart bis er mal wirklich auszieht und sein eigenes leben in die hand nimmt.


    Welche variante wäre denn angebrachter ?

  • Ich persönlich halte den 2. Vorschlag für besser. Und zwar weil ihr ihm alle Ausgaben offenlegen wollt. Das kann nie schaden, um ihn auf eine eigene Wohnung vorzubereiten.


    PS: In einer eigenen Wohnung verringert sich sein Unterhaltsbedarf laut Düsseldorfer Tabelle auf 640 €.

  • Sohn wird 19. Jahre , geht noch zur Schule und wohnt beim Vater . Sohn und Vater sind sich einig was Unterhalt , Kost, Logie und Kindergeld betrifft.
    Die Mutter hat innerhalb eines Jahres 4 - 5 mal 100 Euro überwiesen . So als Unterhaltsvorschuss . Also sie hat nicht regelmässig gezahlt und laut Berechnung auch immer zu wenig.
    Grund dafür war, dass sie vom Anwalt des Sohnes genau berechnet haben wollte wieviel sie nun zu zahlen hat.
    Nun weiss sie es und zweifelt die Berechnung an und zahlt ab jetzt erstmal garnicht mehr.
    Laut Berechnung des Anwalts des Sohnes müsste Sie ca. 1700.- Euro nachzahlen, macht sie aber nicht !
    Nun fordert Sie von allen ( Anwalt des Sohnes, Sohn, Vater ) eine schriftliche Auflistung wieviel der Sohn vom Vater als Barunterhalt bekommt und welche Kosten der Sohn , der ja beim Vater wohnt, an Kost und Logie zahlen muss ! Der Sohn ist sich mit dem Vater einig geworden und er bekommt was ihm zusteht und auch darüber hinaus. Sie ist der Meinung das die Nachzahlung vom Vater getragen werden muss , weil er angeblich auch der Grund ist warum sich alles mit der Berechnung verzögert hat.
    Frage !
    darf die Mutter eine Auflistung fordern und auch erhalten ?
    Macht sie sich Strafbar weil sie kein Unterhalt zahlt ?


    Ich bitte um Antworten.
    Dankeschön

  • Der Vater ist den Forderungen schon lange nachgegangen ! Durch Einkommensnachweise und Steuernachweise seitens des Vaters kennt die Mutter alle relevanten Sachen die man für die Berechnung des Unterhalts braucht. Nun möchte sie aber eine genaue Kostenaufstellung des vaters . Sie möchte genau wissen wieviel der Sohn an Kostegeld zahlt und Barunterhalt bekommt. Wie gesagt, diesbezüglich sind sich Vater und Sohn einig ! Der Vater Zahlt definitiv den Unterhalt an den Sohn. Aber darf die Mutter eine genaue Aufstellung fordern ? Ich mein , sie ist doch die jenige die kein Unterhalt zahlt!
    Sie verletzt die Unterhaltspflicht und deswegen die Frage ob sie sich damit Strafbar macht !
    Jetzt möchte der Sohn gegen die Mutter einen Titel erwirken.