Selbstgenutzte Wohnung / Kurzarbeit

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  • Ich habe zwei Fragen zur Einkommensberechnung im aktuellen Wohngeldbescheid mit Nachberechnung ab Jan. 2009.


    Frage 1:


    Der Mietwert unserer selbstgenutzten Wohnung wird ja als Einkommen gerechnet. Früher wurden von der Gesamtmiete die Nebenkosten als Werbungskosten abgezogen. Jetzt wird uns der gesamte Mietwert nur reduziert um einen Teil der Heizkosten berechnet. Die Nebenkosten werden uns somit auch als Einkommen angerechnet. Wir erhielten als telefonische Auskunft, das wäre jetzt so.
    Ist das korrekt?


    Frage 2:


    Während 3 Monaten Kurzarbeit zahlte ich keine Lohnsteuer. Für diese 3 Monate erfolgte nur ein Pauschalabzug von 20% statt der 30% im Rest des Jahres.
    Dadurch erhöht sich mein Einkommen in der Zeit der Kurzarbeit und ich werde schlechter gestellt.
    Ist das korrekt?

  • Hallo,


    Zitat

    Früher wurden von der Gesamtmiete die Nebenkosten als Werbungskosten abgezogen. Jetzt wird uns der gesamte Mietwert nur reduziert um einen Teil der Heizkosten berechnet.


    Da hier kaum einer die konkreten Daten und Unterlagen kennt kann ich Dir auch keine erschöpfende Antwort geben. Allerdings waren auch schon vor der Änderung des Gesetzes Nebenkosten nicht unbedingt als Werbungskosten abzusetzen.


    Zitat

    Für diese 3 Monate erfolgte nur ein Pauschalabzug von 20% statt der 30% im Rest des Jahres.


    Das ist richtig so.


    Gruß!

  • Danke für die Antwort.


    Mehr Info zum Problem Werbungskosten:


    In den letzten Jahren wurde bei unserer 120 m² Wohnung eine Gesamtmiete von rund 800 Euro als sonstiges Einkommen monatlich angesetzt. Davon wurden in all den Jahren rund 300 Euro monatlich als Werbungskosten abgezogen.
    In der Nachberechnung für 2009 nach der Gesetzesänderung wurden nun erstmals nur die Heizkosten abgezogen und ansonsten die Gesamtmiete inklusive aller anderen Nebenkosten von 682 Euro monatlich als sonstiges Einkommen zur Berechnung herangezogen. Dadurch ist das Wohngeld nun geringer geworden. Von Mitarbeitern der Wohngeldstelle wurde uns nun telefonisch mitgeteilt, dass diese Änderung der Einkommensberechnung eine negative Seite der Gesetzesänderung sei.


    Uns stellt sich nun die Frage, ob ein Widerspruch gegen den Bescheid sinnvoll ist.


    Rico

  • Hallo,


    wie bereits angedeutet, war der Abzug der Nebenkosten als Werbungskosten schon vor der Gesetzesänderung nicht statthaft. Durch eine solche Absetzung wärst Du ansonsten besser gestellt als jeder Mieter.


    Das jetzt die Heizkosten nicht berücksichtigt werden hat auch nichts mit der Gesetzesänderung zu tun - auch vorher hatten diese Kosten nichts mit dem Wohngeld zu tun.


    Insofern sehe ich kaum Chancen für einen erfolgreichen Widerspruch.


    Gruß!