Muß m. Mann weiter vollen Unterhalt zahlen ...

  • Die Seite kenne ich auch, aber deine Frage (Was versteht man denn unter Taschengeldhöhe ???) wird da doch gar nicht klar beantwortet. Dort steht auch nur:
    Gehen sie trotzdem einer Schülerarbeit nach, so bleiben die Einnahmen unberücksichtigt, solange es sich um geringfügige Einnahmen handelt, die nur das Taschengeld erhöhen.


    Ich würde hier geringfügige Einnahmen nicht mit geringfügiger Beschäftigung gleichsetzen.


    Aber wenn dir die Aussagen reichen, ist es ja okay.

  • Die haben dort aber ein Beispiel angegenen gehabt ... wenn ich das jetzt noch richtig im Kopf habe, waren es im Beispiel 200,- € gewesen. Also wenn man das da schon so sieht, wie soll es denn dann gesehen werden, wenn es dann schon um fast 400,- € geht und die ganze Sache ja eh schon ein Mangelfall ist. Soll es denn gerecht sein, wenn man eh schon ein Mangelfall ist, das dann das dazu verdiente Geld nicht wenigstens einen Teil davon dazu gerechnet werden kann ???
    Warum dann nur alles auf den Unterhaltszahler abwälzen ???
    Wir kucken das wir hier über die Runden kommen und da darf man trotz das wir schon ein Mangelfall sind trotzdem ohne Anrechnung noch fast 400 € dazu verdienen (der Notendurchschnitt ist auch im 1er Bereich, also kann man doch beides gut miteinander kombinieren ohne einen Verlust in der Schule zu haben. Das verstehe ich einfach nicht ...
    Am Mittwoch weiß ich dann mehr ;).

  • das 400,- Taschengeld ist ...


    Das würde ich nicht als Taschengeld sehen.


    Ja was verstehst du denn unter Taschengeld ...


    Es gibt keine klare Regelung, jedenfalls hab ich nichts gefunden. Es wird, wie ich bereits schrieb, auf die familiären Lebensumstände angekommen.
    Wenn ihr es nicht schafft euch gütlich mit dem Kind zu einigen, wird wohl ein Gericht klären müssen, was in eurem Fall noch Taschengeld ist und was nicht.

  • Wie schaut es z.b. damit aus ... Kind ist 18 J. alt, geht noch zur Schule, hat einen eigenen Hausstand und geht einem Nebenjob mit fast 400,- € monatl. nach. Kann man nun diesen Nebenverdienst mit anrechnen ???


    Wie wird den nun der Barunterhalt von der Kindesmutter dazu gerechnet ??? Genauso als wenn das Kind noch zuhause leben würde ??
    Das Kind hat sich nach meiner Meinung absichtlich zusätzlich bedürftig gemacht.

  • Wenn die Tochter eine eigene Wohnung hat, ist die Berechnung fast wie oben.


    Unterschiede:
    - die Tochter ist nicht mehr priviligiert, d.h. minderjährige Kinder und Ehepartner ohne eigenes/mit geringem Einkommen stehen jetzt im Unterhaltsrang vor der Tochter
    - der Selbstbehalt beider Elternteile erhöht sich auf 1.100 €
    - der Unterhaltsbedarf beträgt immer 640 €


    Wie sieht es mit Schüler-BAföG aus? Wenn die schulische Ausbildung förderfähig wäre, müsste die Tochter es vorrangig beantragen.


    Das Kind hat sich nach meiner Meinung absichtlich zusätzlich bedürftig gemacht. Wir hatten bis jetzt immer eine Mangelfallberechnung gehabt, da zu wenig da ist für alle zusammen.


    Wenn ein Mangelfall vorliegt, hat die Tochter mit dem Auszug ein Eigentor geschossen.
    Denn jetzt kommen zuerst die minderjährigen Kinder, dann kommst du und erst wenn euer Bedarf gedeckt wäre, käme die Tochter. Der Vater muss ihr wahrscheinlich keinen Unterhalt mehr zahlen.

  • Hallo,
    ich hab da mal ne Frage.
    Ich hab im Juli mein abi gemacht. Mein Vater hat bis dahin jeden Monat 200 Euro Unterhalt gezahlt. Seid dem Abi mache ich noch nichts (also kein Studium, Ausbildung oder ähnliches). wie ist das nun mit dem Unterhalt!? Wie lange muss er noch zahlen und muss er überhaupt zahlen??

  • aber gibt es nicht diese Übergangszeit von 4 Monaten in denen er weiter zahlen müsste??


    Nach dem Schulabschluss besteht während einer Orientierungsphanse Anspruch auf Unterhalt. Der gemäß § 1610 Abs. 2 BGB zu gewährende Unterhalt umfasst nicht die Wartezeit bis zur Erlangung eines Studien- oder Ausbildungsplatzes. Während einer solchen Wartezeit muss das volljährige Kind selbst für seinen Unterhalt sorgen. Ob die Orientierungsphase jetzt genau 4 Monate sind, ist Sache des Einzelfalls (es gibt Entscheidungen von wenigen Monaten bis hin zu einem Jahr). Wenn du also weiterhin Unterhalt willst, musst du deinen Eltern konkreter darlegen, was du derzeit machst. "Nichts" ist kein Argument für Unterhalt.
    zur Orientierungsphase siehe z.B.
    OLG Naumburg, Beschluss vom 10.05.07, Az. 4 UF 94/07
    OLG Naumburg, 3 WF 294/08
    BGH, Urteil vom 14.03.2001, Az. XII ZR 81/99


    Die von dir genannte viermonatige Übergangszeit hast du vermutlich aus dem Kindergeldrecht, aber auch hier greift sie nicht, da du nach dem 4. Monate zwingend eine Ausbildung beginnen musst.


    Wie orientierst du dich derzeit? Kommt du deiner Erwerbsobliegenheit nach und suchst Arbeit, um deinen Unterhalt selbst zu verdienen?


  • Wie sieht es mit Schüler-BAföG aus? Wenn die schulische Ausbildung förderfähig wäre, müsste die Tochter es vorrangig beantragen.


    Wenn ein Mangelfall vorliegt, hat die Tochter mit dem Auszug ein Eigentor geschossen.
    Denn jetzt kommen zuerst die minderjährigen Kinder, dann kommst du und erst wenn euer Bedarf gedeckt wäre, käme die Tochter. Der Vater muss ihr wahrscheinlich keinen Unterhalt mehr zahlen.


    Schüler-BAföG, damit ist doch das BAföG nach dem Abi gemeint oder nicht. Das Kind ist ja noch am Abi dran. Kann man da auch schon dieses BAföG beantragen ???

  • Man kann auch auf dem Weg zum Abi unter bestimmten Voraussetzungen Schüler-BaföG bekommen. Daher die Einschränkung "wenn die Ausbildung förderfähig ist".

  • Ich will Anfang nächsten Jahres als Au P*** in die USA. Das weiß mein Vater auch. Ich weiß dass in der zeit kein Anspruch auf Unterhalt besteht aber ich dachte er müsste zumindest noch für November zahlen, dass ist das was meine Mutter mir gesagt hat!

  • Man kann auch auf dem Weg zum Abi unter bestimmten Voraussetzungen Schüler-BaföG bekommen. Daher die Einschränkung "wenn die Ausbildung förderfähig ist".


    So wie es wohl aussieht, wird dem Kind wohl kein Schüler-Bafög zustehen, da die Schule nicht soweit entfernt ist von der Wohnung.