Ich bin 19 und möchte gerne wissen, wieviel Unterhalt ich bekomme

  • Hallo zusammen,


    habe ein kleines Problem.
    Ich bin 19 Jahre alt, Schülerin und wohne noch bei meiner Mutter.
    Meine Eltern sind geschieden und mein Vater zahlt mir pro Monat 350 € unterhalt.


    Vor kurzem sah ich die aktuelle Düsseldorfer Tabelle in der Zeitung und bin ein bisschen erschrocken, weil ich gesehen habe dass der Mindestunterhalt bei 488 € für Kinder ab 18 liegt.


    Also bin ich zu meinem Vater und wollte mit ihm darüber reden, dieser meinte aber zu mir, dass ab 18 beide Eltern für den Unterhalt aufkommen müssen, was ich selbst nicht wusste.


    Als ich nach Hause kam sprach ich mit meiner Mutter darüber, die dann meinte, dass sie nicht Unterhaltspflichtig ist, da sie ein Nettoeinkommen von 480 € im Monat hat!!


    Mein Vater hat ein Nettoeinkommen von 3100 € im Monat.


    Meine Mutter ist zwar neu verheiratet, aber dennoch ist mein Stiefvater ja nicht dazu verpflichtet mich zu versorgen.


    -Wie sieht es nun mit meinem Anspruch auf Unterhalt aus?


    -Muss mein Vater den ganzen Unterhalt zahlen für den er verpflichtet ist?



    Ich danke für die Antworten im Vorraus!

  • die 488 € sind Dein Unterhaltsbedarf. Davon wird aber ab 18 noch das volle Kindergeld von 184 € abgezogen. Da bist Du mit 350 € gut bedient zumal man Dir nun auch noch das Essen und Wohnen bei der Mutter als Unterhaltsmindernd abziehen könnte.

  • die 488 € sind Dein Unterhaltsbedarf.


    Hat sie nicht einen Unterhaltsanspruch von 625 € abzgl. Kindergeld? Immerhin verdient der Vater 3.100 € netto.
    Wäre das Einkommen der Mutter hinzuzuaddieren?

  • Hallo Theo,


    ich meine du hast Recht - das Einkommen der Mutter wäre vom Grunde her mit anzurechnen. Da sie aber nur so wenig verdient, liegt sie unter dem Bedarfskontrollbeträgen der untersten Einkommensgruppe; demnach ist der Vater alleine unterhaltsverpflichtet und hätte einen Zahlbetrag von € 441,-- zu leisten, vorausgesetzt der Vater ist nicht weiteren Kindern gegenüber unterhaltsverpflichtet.
    Die Mutter hat ihren Teil, nämlich dem volljährigen Kind Unterkunft und Verpflegung zukommen zu lassen, über das Maß heraus erfüllt.


    Grüße!