Unterhalt für Sohn (16) mit Minijob

  • Folgende Frage:


    Mein Sohn ist jetzt 16 Jahre alt und besucht ein berufsvorbereitendes Schuljahr,nach dem Hauptschulabschluss ( 10. Pflichtschuljahr). Er hat sich jetzt,zwecks Taschengeldaufbesserung, einen Mini-Job gesucht,bei dem man jedoch nicht genau weiß,wieviel er jeden Monat verdient. Das kann mal mehr,mal weniger sein. Jetzt will mir der Kindsvater die Unterhaltserhöhung ab 2010 verweigern,bzw. kürzen, weil sein Sohn schließlich "dazuverdienen" würde. Ich argumentiere damit,dass er das schließlich freiwillig macht, noch in der regulären Schulpflicht und außerdem keine 18 ist. Ich weiß lediglich,dass der Unterhalt gekürzt werden darf,wenn das Kind in ein Ausbildungsverhältnis eintritt und dort Vergütung bekommt, nicht aber bei Schüler-und Ferienjobs. Wer kann mir zu dem Problem etwas sagen?

  • Ihr werdet die Einkünfte deines Sohnes gegenüber dem Vater offenlegen müssen.


    Gehen Schüler, obwohl sie grundsätzlich dazu nicht verpflichtet sind, einer Nebentätigkeit nach, so bleiben die Einnahmen unberücksichtigt, solange es sich um geringfügige Einnahmen handelt (Achtung: damit ist nicht der Minijob bis 400 € gemeint), die nur das Taschengeld erhöhen. Soweit das Einkommen darüber hinausgeht, bleiben mindestens 40 Euro als berufsbedingte Aufwendungen anrechnungsfrei. Der darüber hinausgehende Betrag wird "nach Billigkeit" angerechnet. In den meisten Fällen wird man die Hälfte des zusätzlichen Betrages anrechnen können.
    Das anrechenbare Einkommen des minderjährigen Kindes steht beiden Elternteilen zur Hälfte zu. Ob die Mutter ihren Anteil von dem Kind verlangt, ist ihre Privatsache und für die Unterhaltspflicht des Vaters unerheblich.
    Wird euer Sohn volljährig wird anders gerechnet.