Mehr Kindergeld aber auch mehr Unterhalt

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  • Hallo zusammen,


    das ist doch wieder einmal die volle Verar..... der Regierung. Das Kindergeld wird um 20 EUR erhöht. Soweit ganz gut. Als Alimentenzahler und Eltern. Aber dann kommt das dicke Ende. Der Unterhalt den man nun ja um EUR 10,00 kürzen kann wird gleichzeitig um ganze 49 EUR (in meinem Fall) erhöht. Das sind 13 % ?!?! Mein Lohn steigt aber gar nicht um diesen Betrag ?!?! Super Idee. Und den Harz IV Mamas und denen wo es nicht so gut geht bringt das alles nichts. Weil dieser Betrag wird ja von den staatlichen Bezügen abgezogen. Das heist mal wieder der Staat muss weniger Zahlen und der kleine Alimentenzahler legt drauf. Super !

  • In gewisser Hinsicht hast Du recht. Du kannst aber Deine höheren Unterhaltszahlungen steuerllich absetzen und stehst dann im Rahmen der zu zahlenden Einkomensteuer besser da- auch kein Trost, was?!
    Gruß Chiemsee

  • In gewisser Hinsicht hast Du recht. Du kannst aber Deine höheren Unterhaltszahlungen steuerllich absetzen und stehst dann im Rahmen der zu zahlenden Einkomensteuer besser da- auch kein Trost, was?!
    Gruß Chiemsee


    Häää ?? Kindesunterhalt kann nicht von der Steuer abgesetzt werden das wäre ja ganz was neues
    Das Bundesverfassungsgericht entscheidet im Übrigen im Somer über die Erhöhung der Selbstbehaltssätze. Bis dahin muss allerdings wirklich kräftig mehr KU gezahlt werden.


    Gruss Andy

  • Danke "schwarz-gelb".
    In dem viel diskutierten Wachstumsbeschleunigungsgesetz über das sich unsere gewählten Politiker monatelang "trefflich" gestritten haben und immer noch streiten wurden bis jetzt immer nur von einer "Erleichterung" für die Bevölkerung gesprochen.
    Sind davon die Unterhaltspflichtigen ausgenommen oder einfach nur mal wieder vergessen worden???
    Ausser bzgl. dem Kindergeld (10,-€!) wirkt sich dieses Gesetz in 2010 nicht positiv in meinem Netto-"Haushalt" aus.
    Dafür, seit dem 6.10., überraschend mit ca. -50,-€ durch das spontane Vorziehen der Überarbeitung der Düsseldorfer Tabelle!!! Das macht dann in meiner Netto-Bilanz schon jetzt ca. 500,-€
    Noch einmal: DANKE "schwarz-gelb" . Leider wird vorraussichtlich ja erst wieder in 4 Jahren gewählt.


    Ich konnte nirgends etwas über die Wirksamkeitsdauer dieser Überarbeitung lesen. Weiss denn jemand, ob diese Regelung nun wenigstens auf 3 Jahre festgeschrieben ist?


    PS: Über einen Tipp, wie man den Kindeunterhalt steuerlich absetzen kann, wäre ich natürlich auch sehr dankbar ;-)

  • Diese Regelung gilt mindestens so lange wie sich das Wachstumsförderungsgesetz nicht ändert. Mit einer Änderung bzw. Anpassung ist jedoch nahezu jährlich zu rechnen. Mit diesen Auswirkungen auf den Kindesunterhalt hat offenbar auch die Bundesregierung nicht gerechnet. Im Übrigen wird erwogen, den Selbstbehalt der Unterhaltspflichtigen anzuheben- womöglich noch in diesem Jahr. Dadurch soll ein gewisser Ausgleich erzielt werden. Wenn Du unterhaltsverpflichtet bist, hast du die Möglichkeit, diese Leistungen steuerlich abzusetzen. Dies kannst du auf zwei Arten durchführen: 1. du lässt dir beim Finanzamt auf deine Steuerkarte einen sogenannten Freibetrag eintragen in Höhe deiner Unterhalstverpflichtungen - dann hast du jeden Monat gleich mehr netto oder 2. am Ende jeden Kalenderjahres gibst du deine Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastungen im Rahmen deiner Steuererklärung mit an und erhälst so deinen Freibetrag eben nachträglich. Du hast die Wahl. Machst du nichts geltend - erhälst du auch keine Erstattungen!
    Gruß Chiemsee

  • ganz genau.Zum Kotz... das Ganze:mad:.Ich verdiene etwa 1050 Euro Netto.Kann leider meine erlernten Berufe:Bauzeichner und Schreiner nicht mehr ausüben.Soll jetzt nach der Erhöhung 283 Euro zahlen.Wie soll ich das machen.Kann mir keine Wohnung,Auto leisten. Was kann ich da tun?Muss ich den vollen Betrag überhaupt zahlen?Mir entstehen ja auch Kosten,wenn ich meinen Sohn 9 Jahre alt am Wochenende bei mir habe.Bitte um Hilfe:confused:

  • Diese Regelung gilt mindestens so lange wie sich das Wachstumsförderungsgesetz nicht ändert. Mit einer Änderung bzw. Anpassung ist jedoch nahezu jährlich zu rechnen. Mit diesen Auswirkungen auf den Kindesunterhalt hat offenbar auch die Bundesregierung nicht gerechnet. Im Übrigen wird erwogen, den Selbstbehalt der Unterhaltspflichtigen anzuheben- womöglich noch in diesem Jahr. Dadurch soll ein gewisser Ausgleich erzielt werden. Wenn Du unterhaltsverpflichtet bist, hast du die Möglichkeit, diese Leistungen steuerlich abzusetzen. Dies kannst du auf zwei Arten durchführen: 1. du lässt dir beim Finanzamt auf deine Steuerkarte einen sogenannten Freibetrag eintragen in Höhe deiner Unterhalstverpflichtungen - dann hast du jeden Monat gleich mehr netto oder 2. am Ende jeden Kalenderjahres gibst du deine Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastungen im Rahmen deiner Steuererklärung mit an und erhälst so deinen Freibetrag eben nachträglich. Du hast die Wahl. Machst du nichts geltend - erhälst du auch keine Erstattungen!
    Gruß Chiemsee


    Hallo Chiemsee


    Kindesunterhalt kann NICHT von der Einkommensteuer abgesetzt werden. Das was Du da schreibst bezieht sich nur auf Ehegattenunterhalt nicht auf Kindesunterhalt. Bitte mach Dich mal schlau bevor Du hier die user weiter falsch informierst

  • Leider ist mir auch nur bekannt, dass "man" den Ehegattenunterhalt als "Sonderausgabe" angeben kann, nicht den Kindesunterhalt. Und den EGU dann auch nur bis zu einem gewissen Grenzwert.
    Werde aber bis zur nächsten Steuererklärung genau nachforschen.
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    Habe ich denn eigentlich von einer eventuellen, auch im Zuge des Wirtschaftswachstumsgesetz diskutierten, Anhebung des Kinderfreibetrags etwas. Oder bringt dies wiederum nur der Partei etwas, die das Aufenthaltsbestimmungsrecht ausübt?
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    Gegen die neuen Sätze kann man nichts machen. Habe heute mit meiner RAin darüber gesprochen. Zahlen muss "man" auf jeden Fall und zwar ab sofort. Sprich für Januar 2010 den plus Betrag nachträglich.
    Bei mir ist der Prozentsatz in der Titulierung vom Jugendamt klar festgelegt worden. Keine Chance. Kann sonst sofort gepfändet werden.
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    PS: Möchte auf keinen Fall falsch verstanden werden.
    Für mein Kind zahlte ich immer gern den festgesetzten Unterhalt bzw. mehr. Fühle mich dafür auch verantwortlich.
    Mir geht es eigentlich mehr um die Unverfrorenheit unserer Politiker. Diskutieren monatelang um Steuerentlastungen herum, die zum grossen Teil einem geringen Bevölkerungsanteil zu Gute kommt, wenn überhaupt (Ausnahme: Kindergeld).
    Aber keiner dieser "qualifizierten" Menschen hat die ganze Kette zu Ende gedacht. Dass Ihre Entscheidungen eine Umverteilung zwangsweise zur Folge hat (hier: drastische Erhöhung der Düsseldorfer Tabelle +13%). Davon sind sicher mehr unterhaltpflichtige Bürger betroffen als irgendwelche Hoteliers und dummerweise noch durch einen minus Saldo.
    Ich nenne das: Dilettantismus
    In meinem Job, kann ich mir den nicht leisten!