Probleme zu Hause - ausziehen mit Schüler Bafög?

  • Hallo :)


    Da das Verhältnis zu meiner Mutter sehr schlecht ist, möchte ich mittels Schüler Bafög ausziehen.
    Ich (19) mache gerade mein Abitur (2ten Bildungsweg, habe zuvor meinen Realschulabschluss gemacht und dann ein Aufbaugymnasium besucht) und wegen der Probleme zu Hause sind meine Noten stark abgefallen, ich bin unkonzentriert etc. Möchte im Sommer eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau beginnen und mit einem schlechten Abi hab ich wohl kaum eine Chance.
    Dazu kommen starke psychische Probleme, wegen denen ich mich auch in Therapie begeben werde/muss. Habe schon mehrere Nervenzusammenbrüche hinter mir. Ich halte es einfach nicht mehr aus, ich bin völlig fertig mit den Nerven.
    Die Situation ist einfach zu viel für mich und bevor es noch schlimmer wird, will ich ausziehen. Habe schon alles versucht, auch das Jugendamt konnte/wollte mir nicht helfen - die Situation ist seit ca. 4 Jahren so, und das halte ich nicht länger aus.


    Ich habe keinen Kontakt zu meinem Vater (meine Eltern sind seit 1995 geschieden), habe keine Telefonnr oder Adresse, auch von meinen Großeltern kann ich keine Hilfe erwarten.
    Ich bin also ganz auf mich allein gestellt, da meine Mutter auch nicht so viel verdient und mich auch nicht unterstützen würde.


    Meine Fragen sind nun:
    - habe ich die Chance, dass mir Förderung mittels Schüler Bafög bewilligt wird?
    - wenn ja: wer bezahlt die Kaution einer Wohnung und zB eine küche? Bett, Schreibtisch etc würde ich von zu Hause mitnehmen, aber einen Herd oder einen Kühlschrank hat man ja auch nicht mal eben rumstehen.
    - eine Freundin von mir hat ähnliche Probleme zu Hause und würde gern mit mir eine WG gründen, ist das überhaupt möglich mit Bafög, bzw wird es erlaubt?


    MfG
    Essence

  • als Schüler eines Gymnasiums hast du nur dann Anspruch auf BAföG wenn der Weg von der elterlichen Wohnung zur Schule täglich mehr als 2 Stunden beträgt und Du deshalb ausziehen musst.
    Probleme zuhause werden beim BAföG leider nicht berücksichtigt. Es geht einzig und allein um die Wegzeit.


    Gruss Andy

  • Gibt es denn keine andere Möglichkeit?
    Ich meine, man kann mich doch nicht zwingen, weiter hier zu bleiben, wenn es mir merklich schlecht geht ! Es geht ja nicht um irwelche kleinen Streitereien oder das ich mir denke, 'hey jetzt biste 19 zieh doch mal aus', ich würde diesen Weg doch nicht gehen wenn es nicht wirklich ernst ist und ich keine anderen Versuche unternommen hätte.


    Die Freundin die mit mir zusammenziehen möchte hatte vor einiger Zeit den Rat bekommen (soweit ich weiß von einem anderen Amt), zum Bafög Amt zu gehen und dann über Schüler Bafög auszuziehen, weil die Situation zu Hause für sie nicht auszuhalten war. Da muss doch auch irgendwas dran sein?? :confused:

  • Sorry für Doppelpost.


    War am Donnerstag nun beim Bafög-Amt, der Herr dort meinte, man könne mir nicht helfen. Allerdings solle ich mich bei der Agentur für Arbeit melden, dort würde ich dann HartzIV bekommen, wodurch eine Wohnung bezahlt werden würde.
    Das verstehe ich nun gar nicht mehr, ich habe doch gar keinen Anspruch auf HartzIV, ich habe doch noch nie gearbeitet und mache doch noch Schule :confused:


    Er hat mir auch noch einen Antrag auf Bafög mitgegeben, den ich ausfüllen soll, damit die den ablehnen können (die Arbeitsagentur braucht diesen Ablehnungsbescheid meinte er). Da steht wiederum, Schüler sollen Gründe für ihren Wunsch nach Förderung angeben. Soll ich das nun machen??
    Ich steig da gar nicht mehr durch irgendwie, ich bin total verwirrt.

  • der macht es sich leicht bei Deinem BAföG Amt. Da Du unter 25 bist kannst Du nicht ohne weiteres Hartz 4 bekommen um auszuziehen.
    Lass Dich mal bei Deiner ARGE beraten, die werden Dir das sicher auch so sagen.