Ablehnung mit fadenscheiniger Argumentation

  • Hi,


    ich hab auch so meine lieben Probleme mit dem Wohngeld.
    Vor über 2 Jahren habe ich es schon einmal beantragt. Ich bin Student im Zweitstudium und bekomme daher (richtigerweise) auch kein BaFög. Studiengebühren wurden mir erlassen, da das Zweitstudium als sinnvoller Aufbau auf das erste anerkannt wird.
    Mittlerweile bin ich Ende 25, also war damals so ca. 23.
    Ab Dez bin ich auch nach den gesetzlichen Regeln selbst krankenversichert, da ab dann die Familienversicherung entfällt. So das ist der grobe Rahmen.
    Das Problem: Damals hat die Wohngeldstelle meinen Antrag mit der Begründung abgelehnt, dass ich ja nur "vorübergehend von zu Hause abwesend" bin und daher quasi nicht als von meinen Eltern "abgenabelt" zähle.
    Jetzt hab ich die "verrückte" Idee noch einmal Wohngeld zu beantragen, denn schliesslich bin ich demnächst selbst krankenversichert und nahezu stattliche 26 Jahre alt. auch wenn ich noch ein wenig Geld von meinen Eltern erhalte (insbes. Kindergeld), da mein Nebenjob nicht ausreicht um mich zu finanzieren, so finde ich die Argumentation des Amtes in höchstem Maße zweifelhaft.
    Ich habe bekannte deren Situation quasi deckungsgleich mit meiner ist und diese bekommmen in einem anderen Bundesland problemlos Unterstützung.


    Bei mir erhärtet sich immer mehr der Eindruck, das das Land (und der Bund) dadurch auf die leichte Tour Geld sparen wollen, da insbesondere sozial Schwächere nicht die Kenntnis und auch Angst vor den finanziellen Folgen ihrer Rechtsdurchsetzung bis zum bitteren Ende haben.


    Ich würde mich außerordentlich freuen wenn jemand in dieser Hinsicht Erfahrungen hätte.


    MfG

  • Zitat


    Auf Wohngeld besteht ein Rechtsanspruch, der unter Berücksichtigung der geltenden Gesetzestexte jeder Antragstellerin und jedem Antragsteller gewährt werden kann. Die Mitarbeiter der örtlichen Wohngeldstellen sind verpflichtet, Sie über Ihre Rechte und Pflichten nach dem Wohngeldgesetz aufzuklären. Nicht antragberechtigt sind alleinstehende Erstauszubildende sowie Wehrpflichtige bzw. Zivildienstleistende.


    Dies ist ein InfoText von http://www.bafoeg-aktuell.de/wohngeld.html


    Möglicherweise ist der letzte Satz entscheident, wenn du nämlich ein "Aufbaustudium" machst, dürfte dies noch als Erstausbildung durchgehen. Hast du denn schon vorher eine Ausbildung gemacht?

  • Ich habe ein Studium absolviert und mache nun noch eins. Diese beiden sind aber unabhängige Direktstudiengänge. Mit aufbauend meinte ich nur, dass mir die Uni die Zweitstudiengebühren erlassen hat, da es eine durchaus sinnvolle Erweiterung ist, denn vorher das Studium war "nur" an einer staatlichen FH.
    Aber hab eben nach dem ersten Studium nicht gearbeitet.
    Ich glaube die vorübergehende Abwesenheit wird mir zum Verhängnis. Vor allem da mein eigenes Einkommen aus einem Nebenjob mit knapp 200 € zu gering ist und ich zwangsläufig noch Unterstützung meiner Eltern bekomme.

  • Wenn du also jetzt doch Wohngeld erhalten solltest, da es sich ja nicht um ein "Aufbaustudium" handelt, musst du natürlich nachweisen, dass du deinen Lebensunterhalt selbst bestreiten kannst. Hierzu sollten die 200 € aus dem Mini Job, das Kindergeld und möglicherweise weiterer Unterhalt deiner Eltern ausreichen. Die Wohngeldstellen möchten einen Betrag nachgewiesen haben, der knapp über dem Grundbedarf nach Hartz IV liegt.


    Andererseits ist es so, dass deine Eltern dir, da du ja bereits ein vollständiges Studium absolviert hast, nicht mehr zum Unterhalt verpflichtet sind.


    Ich würde in deinem Fall einen Antrag stellen und abwarten, was von denen kommt...verlieren kannst du eh nix, gelle:D