Ich = Hartz4, Er = ALG -> Wohngeldanspruch mit 1 Kind?

  • Hallo zusammen!


    Wir haben folgendes Problem:


    Mit meinem ALGI, Kindergeld und Elterngeld habe ich bisher knapp 1.150 EUR beigesteuert, mein Freund nach Abzug von Unterhaltsverbindlichkeiten noch knapp 600 EUR.


    Damit kamen wir bisher immer knapp über die Runden, größere Beträge (Schulden) haben wir immer wieder in 50-Euro-Schritten abgestottert, aber irgendwie ging es noch irgendwie.


    Nun wird bald das Elterngeld komplett wegfallen (immerhin knapp 450 EUR! und da mein Freund arbeitslos geworden ist, bekommt er nur noch ALGI und wegen Unterhalt den Rest über ALGII.


    Hieße im Klartext:


    Wir haben ein "Einkommen" von knapp 1.200 EUR an Hartz4 (2 Erwachsene + 1 Kind) + Elterngeld (momentan noch 300 EUR).


    Das Problem:
    Geht mein Freund arbeiten, bleibt uns unterm Strich viel weniger, wegen dem Unterhaltstitel. Egal, ob Arbeit oder kein Einkommen - wenn nicht gezahlt wird, steht der Gerichtsvollzieher vor der Tür. Denen ist es egal, ob er Geld hat oder nicht - er mußte trotz Klage ja schon 1,5 Jahre knapp 300 EUR UNTER dem Selbstbehalt leben !!!


    Wenn unsere Berechnungen stimmen, kann ich bis 699 EUR verdienen (unser Kind ist jetzt 4 Monate jung) , dann bekommen wir 30 Euro monatlich mehr wie jetzt.


    Würde ich mit unserem 4 monate jungem Kind auf 40-stunden-Basis arbeiten (ich weiß, das ist fiktiv, weil ich mein Kind niemals an Fremde geben würde in dem Alter und meine Eltern gehen selbst beide arbeiten) und mein Freund auch, dann hätten wir das Geld, was wir bisher hatten mit meinem ALG I + Elterngeld.


    Nun meine Frage:
    Wenn wir beide arbeiten gehen würden (er auf 40-Stunden-basis, ich für 600-800 EUR - 20-25 Std) würde uns ja viel weniger unterm Strich bleiben, wenn das Elterngeld wegfällt (ca. 450 EUR monatlich weniger) - haben wir dann evtl. einen Anspruch auf Wohngeld? Wir sind wie gesagt 3 Personen, haben schon extra eine 60qm Wohnung, wären also im Schnitt drin.


    Oder gilt dieser Anspruch nur für Kinder / Jugendliche, die während dem Studium bzw. Ausbildung zuhause ausziehen??


    Das wäre echt ungerecht, denn die haben ja immer die Wahl, ob sie nun ausziehen - wir sind da leider haltlos reingerutscht wegen einem falschen Gerichtsurteil, gegen das aus Unwissenheit leider niemand etwas unternommen hat (keine anwaltliche Vertretung).


    Meint ihr, wir sollten einfach einen Antrag stellen oder wäre das aussichtslos?!


    Fällt Euch ansonsten noch eine andere Lösung ein?! Ansonsten häufen sich jeden Monat immer mehr Schulden an, da wir erstmal aus diverse Verträge nicht rauskommen und alles doppelt bezahlen (sind gerade erst zusammengezogen) ... :-(

  • Hallo,


    Du hast nichts über die Höhe des derzeitigen Einkommens von deinem Freund geschrieben, womit eine Einschätzung der derzeitigen Lage schwer möglich ist.


    Zitat

    haben wir dann evtl. einen Anspruch auf Wohngeld?


    Auch hier keine Angabe seines Einkommens - also auch keine Einschätzung möglich.


    Zitat

    Oder gilt dieser Anspruch nur für Kinder / Jugendliche, die während dem Studium bzw. Ausbildung zuhause ausziehen??


    Das wäre echt ungerecht, denn die haben ja immer die Wahl, ob sie nun ausziehen


    Nichts ist mit ungerecht, denn Schüler und Auszubildende haben nur in den seltensten Fällen und nur unter ganz engen Voraussetzungen überhaupt einen Anspruch auf Wohngeld.


    Gruß!