Vorausleistungsantrag abgelehnt

  • Ich bin total verzweifelt und weiß nicht mehr weiter.


    Besuche zur Zeit die Fachoberschule. Ich bin 23 und habe 2006 meine Ausbildung abgeschlossen. Danach habe ich noch 7 Monate in dem Betrieb gearbeitet und bin dann gleich für 2 Jahre als AuPair in die USA gegangen. Im Februar bin ich wiedergekommen und habe zur Überbrückung bis zum Schulanfang am 31.8. ein Praktikum gemacht und ein bisschen gejobbt.


    Meine Eltern sind zwar nicht völlig gegen meine Entscheidung nochmal die Schulbank zu drücken, stehen aber auch nicht finanziell hinter mir. Sie argumentieren eben damit, dass sie mir ja bereits die Ausbildung ermöglicht haben und den Auslandsaufenthalt (da habe ich allerdings kein Geld von ihnen bekommen, sondern das Geld von der Gastfamilie).
    Sie haben mich gebeten auszuziehen, da die Situation hier zu Hause ziemlich mies ist (Verhältnis zwischen meiner Schwester und mir). Momentan unterstützen sie mich nur damit, dass ich hier wohnen darf und sie zahlen meine KfZ Versicherung. (Auf das Auto bin ich angewiesen, da die Schule ca. 45km entfernt ist und bei uns der nächste Bus- oder bahnhof auch erst in 8km ist)


    Bekomme zur Zeit 182 € BaföG. Das reicht natürlich nicht um auszuziehen. Das Kindergeld bekommen wir auch noch nicht. Darauf warten wir schon seit Wochen bzw Monaten.
    Über den Sommer habe ich in der Tourismusbranche gejobbt und werde da auch wieder zur Weihnachtssaison anfangen. Aber bis dahin brauche ich eben woanders die finanziellen Mittel her.
    Meine Eltern werden langsam ungeduldig und drängen mich auszuziehen.


    Aufgrund des Bescheides (leider nicht elternunabhängig), sollen meine Eltern mich mit knapp 160,- Euro unterstützen. Das tun sie nicht und ehrlich gesagt können sie das auch nicht wirklich.
    Habe also einen Antrag auf Vorausleistung gestellt. Der wurde nun abgelehnt.
    Mit der Begründung, meine Eltern gewähren Unterkunft und Verpflegung sowie die KfZ Versicherung, welche als zusätzliche Sachleistung zählt.


    Was kann ich denn jetzt tun? Meine Eltern haben mir die Frist 1.11. gesetzt um auszuziehen etc. Dann wollen sie sämtliche Leistungen einstellen und wenn ich nicht mehr BaföG bekomme, dann muss ich wohl die Schule abbrechen und kann nicht studieren gehen.


    Werde gegen den Bescheid jetzt Einspruch einlegen. Aber wie argumentiere ich denn am Besten?


    SGB VIII § 41 Hilfe für junge Volljährige, Nachbetreuung
    (1) Einem jungen Volljährigen soll Hilfe für die Persönlichkeitsentwicklung und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung gewährt werden, wenn und solange die Hilfe aufgrund der individuellen Situation des jungen Menschen notwendig ist. Die Hilfe wird in der Regel nur bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gewährt; in begründeten Einzelfällen soll sie für einen begrenzten Zeitraum darüber hinaus fortgesetzt werden.


    Demnach sind ja meine Eltern auch nicht mal mehr Unterhaltspflichtig oder sehe ich das falsch?


    Hoffentlich kann mir jemand sagen, was ich machen soll.