BAB/Wohngeld

  • Hey!


    Ich,Felix,26 jahre, hab auch mal ein paar Fragen.


    Kindergeld bekomme ich nicht mehr!
    Nach Abitur und Bundeswehr folgten 3 Semester Studium und dann 3 Jahre Ausland! Habe dort als Tauchlehrer gearbeitet.
    Habe mich nach insgesamt 4 semestern wieder exmatrikuliert!


    Mit 24 habe ich dann meine Ausbildung begonnen. Seit Februar bekomme ich kein Kindergeld mehr (25 Jahre + 9 Monate Bund)


    Ausbildungsvergütung 350 netto
    Miete 300 warm/ ohne Strom


    So habe im Februar Wohngeld beantragt und nach 4 Monaten sagte man mir ich brauch nen BAB Antrag! Den nun gemacht und wurde abgelehnt (BAB).
    Beim Wohngeldamt sagte man mir nämlich Wohngeld gitb es nur wenn ich nen abgelehnten BAB Antrag einreiche.


    BAB wurde wegen Verdienst abgelehnt.


    Habe ich eine Chance auf Wohngeld?
    Wie lange sind meine Eltern Unterhaltspflichtig?
    Habe ich Chancen auf staatliche Unterstützung?


    Meine Eltern leben in Trennung und ich möchte Sie finanziell nicht mehr als nötig belasten.


    Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe und einen sonnigen Tag noch!


    Felix

  • Hallo,


    wenn das BAB wegen zu hohen Einkommen abgelehnt worden ist, besteht dem Grunde nach ein Anspruch auf BAB, aber es wird mangels persönlicher Voraussetzungen nicht gezahlt. Das wiederum bedeutet, daß Du keinen Wohngeldanspruch hast.


    Zitat

    Wie lange sind meine Eltern Unterhaltspflichtig?


    Im Normalfall bis zum Ender der beruflichen Erstausbildung.


    Zitat

    Habe ich Chancen auf staatliche Unterstützung?


    Zitat

    Meine Eltern leben in Trennung und ich möchte Sie finanziell nicht mehr als nötig belasten.


    Und deswegen belastet Du mich als Steuerzahler? Merkwürdige Denkweise...


    Gruß!

  • Ich glaube, Eltern sind bis Ende der zweiten Ausbildung oder bis zum 25. Lebensjahr Unterhaltspflichtig... Aber anscheinend ist das doch nicht so. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die 350€ Verdienst zu viel sein sollen (Ich hab mehr rausgehabt und BAB bezogen). Es muss also am Verdienst deiner Eltern liegen.

  • Hallo,


    ja Hoppel DICH belaste ich besonders! Wenn du wegen 150 Euro Steuerbelastung durch mich, mir schon eine merkwürdinge Denkweise unterstellst, dann müsstest du den ganzen Tag damit beschäftigt sein Petitionen zu verfassen und so manch merkwürdige Denkweise hervorzuheben.
    Ach Hoppel: Danke das wir durch DEIN Steuergeld zum Beispiel auch die Hypo Realestate retten konnten. (Suuper Investition)
    Aber Hoppel was ich nicht in Ordnung finde ist, dass wegen DEINEM Steuergeld mit denen in Dresden die neue Brücke gebaut wird eben diese Stadt ihr Weltkulturerbe verliert.
    Also Hoppel ohne dieses Investitionen mit DEINEM Steuergeld hättest du gaaaaaanz viele Azubis glücklich machen können.


    Hoppel : Lieber 20 Monate Wohngeld als 20 Jahre Hartz 4, weil ich die Ausbildung wegen finanzieller Schwierigkeiten nicht beenden konnte, oder entspricht die Denkweise nicht einem sparsamen und gut haushaltenden Steuerzahler, wie dir.


    zurück zum Thema:


    wenn meine Eltern nur bis 25 Unterhaltspflichtig sind und ich aktuell nur 350 Euro verdiene, dann kann der Staat doch nicht erwarten, dass mir eben diese Summe reicht. Denn das liegt weit unter Existenzminimum, oder!?

  • Hallo,


    ach ja - wie sehr liebe ich solch billige Polemik wie die Deine.


    Ich höre am Tag hundertfach solche sinnlosen Argumente wie die Deine - die Welt kracht zusammen, Banken werden gerettet, eine Brücke in Dresden finanziert - nur Du armes Schwein nicht... Regelmäßig wird dann betont, daß man ja selbst nur ganz ganz wenig Unterstützung brauche und daß ja schließlich eine Nichtförderung mir Steuerzahler wesentlich mehr Geld koste...


    Gähn.


    Mich langweilt dieses egoistische, auf sich selbst bezogene und vollkommen bildungsferne und traurige Sichtweise nur noch.


    Nochmal im Klartext (obwohl das sicher nichts an Deiner Denkweise ändern wird): Deine Frage zielt darauf ab, welche Ansprüche Du auf staatliche Leistungen (also Leistungen des Steuerzahlers) hast, weil Dein BAB wegen scheinbar zu hohem Verdienst Deiner Eltern abgelehnt wurde. Selbstverständlich bist Du auch der Meinung, daß Du Deine Eltern trotz des zu hohen Einkommen nicht "belasten" willst und erwartest nun - mit Hinweis auf Bankenkrise, UNESCO und ALG II - daß gefälligst der Steuerzahler für Deine ach so schöne Rücksicht aufkommen soll.


    Absolute Spitzenleistung, ehrlich.


    Zitat

    wenn meine Eltern nur bis 25 Unterhaltspflichtig sind und ich aktuell nur 350 Euro verdiene, dann kann der Staat doch nicht erwarten, dass mir eben diese Summe reicht.


    Doch, kann er verlangen. Die Unterhaltspflicht endet nicht mit dem 25. Lebensjahr, Deine Eltern verdienen offensichtlich genug, um Dich zu unterstützen und der Staat (und also Steuerzahler) kann durchaus erwarten, daß Du z.B. eine Nebentätigkeit aufnimmst und dir etwas Geld selbst dazu verdienst, wenn das eigene Einkommen und der Unterhalt der Eltern nicht ausreicht.


    Gruß!

  • Dieses ganze Problem gäbe es gar nicht, wenn man Azubis vernünftig vergüten würde... 350€? - Davon kann man nicht leben. Aber man hat 40 Stunden die Woche dafür gearbeitet. ...frustrierend... Man arbeitet schließlich, um Leben zu können. Lehrjahre sind keine Herrenjahre, das ist schon klar, aber das Geld könnte ja wenigstens noch für was zum Essen reichen.

  • Hallo,


    mag ja alles sein und ich stimme Dir auch darin zu, daß 350 € wenig Geld ist.


    Genau für solche Fälle gibt es ja die Berufsausbildungsbeihilfe, die dann für den Lebensunterhalt des Auszubildenden aufkommt, wenn die Eltern dazu nicht in der Lage sind.


    Im konkreten Fall aber wurde das BAB wegen zu hohem Verdienst abgelehnt, was darauf hinweist, daß die Eltern gut verdienen. Der Fragesteller will aber auf seine Eltern "Rücksicht" nehmen, im Prinzip also auf den Unterhaltsanspruch verzichten, und schreit - unter Berufung auf alle möglichen, mit der Sache überhaupt nicht in Verbindung stehenden Angelegenheiten - nach Leistungen des Staates und beschreit lautstark, daß "der Staat doch nicht erwarten (kann), dass mir eben diese Summe reicht. Denn das liegt weit unter Existenzminimum...".


    Der Verzicht auf den Unterhalt aus "Rücksichtnahme" ist die eine (und vor allem private) Sache, eine andere ist es aber, auf den Steuerzahler keinerlei Rücksichtnahme zu nehmen und etwas einzufordern, worauf der Fragesteller gnädigerweise bei den Eltern verzichtet. Ein reines Anspruchsdenken.


    Wie gesagt: der Fragende kann auf seinen Unterhaltsanspruch verzichten. Dann muß er aber auch selbst zusehen, wie er seinen Lebensunterhalt selbst verdient, z.B. durch einen Nebenjob.


    Gruß!

  • Das meine ich ja. Wer schnorrt sich schon gerne bei den Eltern durch, wenn die Schulzeit vorbei ist? Ab 18 hat man das Gefühl erwachsen zu sein; dann will man seinen Eltern auch nicht mehr auf der Tasche liegen... Was macht man also? Man sucht sich eine Ausbildung, arbeitet 40h die Woche und... Soll seinen Eltern weiterhin auf der Tasche liegen? Is echt doof.


    Oder man hat halt noch einen Job neben der Arbeit, aber ganz ehrlich... Ich würde sterben, müsste ich neben der Ausbildung noch einen Job ausüben, bei dem dann Samstag und Sonntag drauf gehen. Irgendwann muss man sich doch auch mal entspannen. Oder man schmeißt halt die Ausbildung, weil man so nicht leben kann (macht einen doch auf Dauer kaputt), und dann arbeitet man stattdessen in einem Supermarkt an der Kasse. Davon kann man dann sein Leben finanzieren...


    Ich bin bei sowas immer hin und her gerissen (typisch Frau), weil ichs ungerecht finde, dass einige Leute Ausbildungsbeihilfe bekommen und andere nicht. Und wieder andere bekommen nicht mal eine Vergütung, sondern müssen für die Ausbildung noch zahlen. Alle arbeiten sie und jeder lebt unterschiedlich gut.
    Es mag eine nette Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt sein, wo auch alle unterschiedlich verdienen. Nur sollte es eine Mindest-Azubi-Vergütung geben, von der man eine günstige Wohnung und seine Nahrung bezahlen kann. Ich rede ja nicht von Luxus.


    In meinen Augen macht es schon einen Unterschied, ob ich meine Eltern belaste oder die Steuerzahler. Ich weiß, dass es weh tut, wenn man sieht, wie viele Steuern man zahlt. Aber diese Steuern zahlen ja auch alle Eltern gleichermaßen. Und wenn die Betriebe Azubis schlecht vergüten, sodass sie davon nicht leben können, soll das doch nicht alleine an den Eltern hängen bleiben.

  • Hallo,


    Zitat

    Und wenn die Betriebe Azubis schlecht vergüten, sodass sie davon nicht leben können, soll das doch nicht alleine an den Eltern hängen bleiben.


    Aber am Steuerzahler?


    Die Eltern wissen seit Jahren, daß ihr Kind sich irgendwann in die Ausbildung begibt und können dafür finanzielle Vorsorge treffen. Der Auszubildende muß bei einer Vergütung von 350 € keine Wohnung für 300 € mieten.


    So einfach ist das...


    Gruß!

  • Ich wohnte in einer WG und habe diese 300€ bezahlt. In Köln sind die Mieten so teuer und das obwohl man echt ne kleine Wohnung war, ohne Balkon oder Badewanne oder sonst was. Also echt kein Luxus, sondern reines "irgendwo muss ich ja wohnen".
    Woanders bekommt man sicher günstiger Wohnungen. Aber darum gehts mir dabei nicht. 500€ finde ich ne gute Vergütung; davon kann man schon leben.


    Sicherlich sind Eltern für ihre Kinder verantwortlich, aber sobald diese arbeiten, sollten sie auf eigenen Beinen stehen können. Das wollen die Kinder ja auch selbst.


    Den Steuerzahler belasten... Auf mich kommen keine 400€ monatlich zu, wenn ein Azubi plötzlich Hilfe beantragt. So groß ist die Last für den einzelnen nicht, wenn jeder mitträgt und der Azubi wird nach den drei Jahren auch mittragen, wenn andere Azubis Hilfe brauchen. Solidarprinzip eben. Im Endeffekt profitiert der Steuerzahler davon, wenn junge Menschen sich ausbilden lassen, weil sie nachher mehr verdienen und mehr Steuern zahlen können und Deutschland hat mehr Fachkräfte.

  • Hallo,


    Zitat

    aber sobald diese arbeiten, sollten sie auf eigenen Beinen stehen können


    Stehen Sie ja - mit einer Arbeitsaufnahme besteht im allgemeinen ja keine Unterhaltspflicht mehr.


    Zitat

    und der Azubi wird nach den drei Jahren auch mittragen, wenn andere Azubis Hilfe brauchen. Solidarprinzip eben.


    Daran habe ich im konkreten Fall so meine Zweifel, weil dieses Solidarprinzip scheinbar nur für den Steuerzahler, nicht aber für die eigene Familie gilt.


    Zitat

    Im Endeffekt profitiert der Steuerzahler davon, wenn junge Menschen sich ausbilden lassen


    Sicherlich. Aber Du plädierst dafür, daß scheinbar alle Azubis ohne Berücksichtigung der Einkommensverhältnisse der Eltern Unterstützung bekommen sollten. Da bin ich striklt dagegen: warum sollte man ein Kind alimentieren, dessen Eltern meinetwegen 3.000 € Netto im Monat verdienen (was angesichts der Freigrenzen gar nicht so unrealistisch ist)? Ich bin für Hilfe da, wo sie notwendig ist und die Eltern objetkiv nicht für den Unterhalt aufkommen können. Ich bin aber nicht für Hilfe da, wo sie nicht notwendig ist - und das immer dann der Fall, wenn die Eltern gutverdienend sind.


    Gruß!

  • Grundsätzlich plediere ich nach wie vor dafür, dass Azubis angemessen vergütet werden und ca. 500€ raus bekommen, wovon man einiger Maßen leben kann. So viel bekommen die meisten Azubis im Moment nicht und sind auf die Hilfe anderer (leider) angewiesen.


    Sicherlich gibt es Eltern, die 3000€ verdienen, aber es gibt bestimmt auch Menschen, die 3000€ verdienen aber gar keine Kinder haben und alles selber verjubeln können. Warum sollte nicht jeder einen Teil für die jungen Menschen zahlen, ganz egal wessen Kinder das sein mögen? Diese jungen Menschen sind Fachkräfte, die allen zu Gute kommen. Auch den Kinderlosen.

  • Zitat

    aber es gibt bestimmt auch Menschen, die 3000€ verdienen aber gar keine Kinder haben und alles selber verjubeln können.


    ...und dafür auch steuerlich schlechter gestellt werden und also auch schon für die nicht eigenen Kinder aufkommen...

  • (Dann kann man das Geld, was diese Leute zahlen, ja auch den "Kindern" zukommen lassen... Ja, ich weiß. Das kommt ihnen ja zu; nur leider reicht es für sie als Erwachsene in Ausbildung nicht aus.).


    Ach, keine Ahnung... Was kann ein Kind dafür, wenn seine Eltern gut verdienen? Großzügige Eltern sagen vielleicht: "Klar, ich zahl dir alles", aber ich kenne auch ein paar Leute, die halt kein BAB oder Bafög bekommen, weil die Eltern gut verdienen, und sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen müssen. Dann macht man halt zahlreiche Jobs (meine Mitbewohnerin hatte z.B. drei verschiedene Jobs neben der Uni), um leben zu können, aber es wiederspricht meinem Gerechtigkeitssinn, wo doch andere Leute jeden Monat ihr Bafög bekommen und gewissenhaft ihrem Studium nachgehen können.


    Aber was ist schon gerecht? Man wird wohl nie was "gerechtes" finden, weil jeder eine eigene Auffassung hat. Und gerade beim Thema GELD gibts überall und immer so viele Streitigkeit... leider.