Wohngeld beantragen möglich??

  • Hallo,
    Ich und mein Freund haben bereits Wohngeld beantragt, wozu wir ein paar Fragen haben:


    Wir haben gehört,das man ein mindesteinkommen haben muss, um Wohngeld zu beziehen, da man sonst verpflichtet ist Hartz 4 zu beantragen. Stimmt das??? Hartz 4 wäre schlecht, denn mein Freund kann wohl keins beantragen da er eine 2. Ausbildung macht und die ihn versuchen würden ihn zu vermitteln und bei mir ähnlich, da eventuell kein bafög würden die versuchen mich zu vermitteln, das wollen wir beide nicht.


    Wir haben


    Ich 164€ Kindergeld


    Mein Freund 164 € Kindergeld und 592€ Brutto Ausbildungsvergütung.


    Hätten Wir anspruch auf Wohngeld? Mein Freund macht wie gesagt eine 2. Ausbildung und ob ich Bafög bekomme ist fraglich wegen einigen ausbildungsabbrüchen (bafög aber trotzdem beantragt), ich mache schulische ausbildung ab september.


    Letzte Frage:


    Ich habe ja wie bereits erwähnt, Bafög beantragt. Beim Wohngeldantrag mussten wir ja mit angeben, was beantragt worden ist. Wartet die Wohngeldstelle jetzt auf den Bafög bescheid oder wird es schon berechnet und wir bekommen bescheid und müssen dann etwas zurückzahlen, wenn wir doch Bafög bekommen?


    Danke und Ganz Liebe grüße


    Kleene02

  • und wir zahlen 322€ Nettokaltmiete,
    147€ kalte Betriebskosten
    63,91€ warme Betriebskosten


    macht Warmmiete 533,64€ falls das wichtig ist, vieleicht könnt ihr noch sagen wieviel Wohngeld wir bekommen würden.


    danke und grüße

  • ich habe gelesen das man ein mindesteinkommen hat, das sich wie folgt bildet:


    316€ ich + 316€ mein Partner + 534€ Miete + 50€ Strom= 1216€


    davon muss man mindestens 80% haben das wären dann 972,80€


    Stimmt das? hab ich was vergessen? Wir haben ja ein einkommen von 802€ Netto. Wovon geht man denn aus bei diesen 80% vom Netto oder Brutto???


    164 KG + 164 KG + 592€ Ausbildungsvergütung Brutto vom Freund ( 473) =


    Brutto 920€
    Netto 802€


    Soweit ich mich erinnern kann mussten wir beim Wohngeld kein Vermögen mit angeben. bin mir aber nicht sicher?! Mein Freund hat 2493€ noch auf einen Sparbuch. Wenn Wohngeld uns also abgelehnt wird, kann man dann sagen das man den rest für seinen Lebensunterhalt von diesen Geld nimmt? Sodass Wohngeld doch bewilligt werden kann? Und muss man das dann auch nachweisen? Also Sprich muss man nach ablauf der 12 Monate bewilligung dann Kontoauszüge zeigen, das man monatlich die fehlende summe abgeholt hat?
    Uns wird ja dann auch nichts anderes übrig bleiben, als von diesen geld zu leben. also wäre das doch kein betrug oder???


    danke das ganze ist wirklich wichtig

  • Hallo,


    Zitat

    Wir haben gehört,das man ein mindesteinkommen haben muss, um Wohngeld zu beziehen, da man sonst verpflichtet ist Hartz 4 zu beantragen.


    Halb richtig und halb falsch. Tatsächlich muß man bei dem Wohngeld Einnahmen haben, um den eigenen Lebensbedarf zu decken. Falsch ist aber die Aussage, daß man sonst zu ALG II verpflichtet wäre. Zu dieser Leistung kann man nicht verpflichtet werden. Allerdings bleibt oftmals keine Alternative, wenn man wegen zu geringem Einkommen kein Wohngeld bekommt.


    Zitat

    Hartz 4 wäre schlecht


    Deine Befürchtungen sind unbegründet: als Auszubildende habt Ihr gar keinen Anspruch auf ALG II.


    Zitat

    Wartet die Wohngeldstelle jetzt auf den Bafög bescheid


    Ja.


    Das Mindesteinkommen wird bei Euch nicht erreicht, es beträgt nach Deinen Angaben 1.229,64 €, wobei aber auch noch ggf. die Beiträge zur gesetzlichen KV sowie ebenfalls ggf. die Studiengebühren dazu gehören.


    Davon werden die Nettoennahmen abgezogen, was bei Euch noch immer einen Fehlbetrag von 427,64 € ausmacht. Nun werden davon 20% abgezogen - unter der Voraussetzung, daß Ihr glaubhaft nachweisen könnt, wie Ihr Euren Lebensunterhalt finanziert. In Euren Fall würde das 85,52 € machen, womit eine Retssumme zum Mindesteinkommen von 342,12 €. Schließlich wird noch das fiktive Wohngeld abgezogen, das Wohngekld also, welches Ihr bekommen würdet, wenn Ihr das Problem mit dem Mindesteinkommen nicht hättet. Da ich weder weiß, welche Mietstufe Ihr habt noch ob das Kindergeld direkt von der Kindergeldkasse oder von Euren Eltern gezahlt wird. Du kannst das fiktive Wohngeld aber selbst unter www.rechner.wohngeldantragde. errechnen, Beachte aber bitte, daß das Kindergeld als Unterhalt zählt, wenn Ihr es von den Eltern erhaltet.


    Angenommen der fiktive Wohngeldanspruch beträgt 100 €, würde immer noch ein Loch von 242,12 € ergeben. Hier kommt nun das Vermögen ins Spiel: wenn ausreichend Barvermögen vorhanden ist, kann dies eingesetzt werden. In unserem Beispiel müßte 242,12 x 12 Monate = 2.905,44 € Vermögen vorhanden sein.


    Alles klar?


    Gruß!

  • danke für deine Mühe aber einiges Versteh ich nicht so ganz:


    also bei uns wird kindergeld mit als einkommen angerechnet, da wir es direkt auf unser Konto bekommen, dank einverständnis der eltern. So sagte es uns die Wohngeldstelle zumindest.


    Das Mindesteinkommen müsste bei uns sein, wenn ich mich nicht verechnet habe:
    1216€ = Ergibt sich aus 316€ + 316€ (ist Wohl der Regelsatz in einer Bedarfsgemeinschaft pro person wenn 2 Leute in der BG wohnen) + 50€ Strom + 534€ Warmmiete


    von den 1216€ würde ich 20% abziehen ist das richtig?? Das würde dann eine Summe von 972€ machen, die wir als mindesteinkommen benötigen. Ist das richtig?


    Ich bin übrigens Familienversichert und mein Freund zahlt ja die KV wird ihm ja wie bei jeden ganz normal vom bruttoverdienst mit abgezogen)
    Studiengebühren muss ich auch nicht Zahlen.



    Wir haben nettoeinkommen von insgesamt 802€.
    Dieses ergibt sich aus 328 € KG (mein Freund und ich) und seine Ausbildungsvergütung von 592€ Brutto (also ca. 474€ Netto, genau wissen wir es nicht da er erst ab september im
    2. Lehrjahr ist)


    Laut Wohngeldrechner würden uns rund 220€ Wohngeld zustehen


    Wenn ich also die Mindesteinkommensgrenze von 1216€ nehme, ziehe ich noch 80% ab bleiben noch 972€ übrig.


    Wir haben unser Nettoeinkommen von 802€ + das Wohngeld das wir bekommen würden wenn dieses Mindesteinkommen nicht wäre von 220€ macht insgesamt 1022€ also würden wir ja die Mindesteinkommensgrenze doch erreichen oder sehe ich das falsch??


    Wir haben wie gesagt erspartes von ca. 2500€


    danke und ganz liebe grüße

  • also wenn wir dieses Jahr erspartes von 2500€ und nächstes jahr dispo angeben z.b in höhe von 3000€ dann gibt es keine probleme mit dem mindesteinkommen und wohngeld, versteh ich das richtig
    ? danach lernt mein freund aus und dann brauchen wir hoffentlich kein wohngeld mehr, aber wären diese erklärungen plausibel und würde die wohngeldstelle das annerkennen? das sind ja keine erklärungen eigendlich, denn so werden wirs auch machen müssen um über die runden zu kommen.


    liebe grüße

  • Hallo,


    Zitat

    also bei uns wird kindergeld mit als einkommen angerechnet, da wir es direkt auf unser Konto bekommen


    Dann wird es zwar bei der Berechnung des Mindesteinkommen berücksichtigt, nicht aber bei der Berechnung des Wohngeldes selbst.


    Zitat

    316€ (ist Wohl der Regelsatz in einer Bedarfsgemeinschaft


    Nein. Seit dem 1. Juli sind es 323 € je Person.


    Zitat

    von den 1216€ würde ich 20% abziehen ist das richtig??


    Nein. erst mußt Du die Nettoeinnahmen abziehen und dann erst die 20% anrechnen - und das auch nur unter den bereits genannten Voraussetzungen.


    Zitat

    Ich bin übrigens Familienversichert und mein Freund zahlt ja die KV wird ihm ja wie bei jeden ganz normal vom bruttoverdienst mit abgezogen


    Zitat

    Studiengebühren muss ich auch nicht Zahlen.


    Das kann ich ja nun nicht wissen.


    Zitat

    nächstes jahr dispo angeben


    Ein Dispo wird nicht als Vermögen akzeptiert.


    Gruß!

  • danke hoppel


    für deine schnelle und gute hilfe. 3 fragen hätte ich aber noch:


    1. gibt es diese 20% nur in bestimmten situationen oder immer?


    2. Da mein Freund zur zeit 525€ bekommt und erst ab september im 2. Lehrjahr ist bekommt er erst ab september die 592€ brutto. Wir haben den antrag bereits vor 2 Wochen abgegeben. Nun las ich das man für die Komplette nächste berechnung nur von den 525€ die nächsten 12 Monate ausgeht. Da wir den antrag vor september in der er das neue einkommen hat abgegeben haben. Stimmt das?? Wenn ja wäre das ziemlich doof, denn die mindesteinkommensgrenze ist dann auch wieder höher.:confused:
    achso und wie rechnen die sich das aus, mit einen brutto-netto rechner? da wir ja natürlich noch keine september abrechnung mitschicken konnten, wir haben uns das auch nur selbst ausgerechnet mithilfe dieses brutto-netto rechners.


    3. Mein freund meinte auch das man kein vermögen angeben muss, wiederrum habe ich gelesen das man nur ein bestimmtes vermögen haben darf. stimmt das? wenn ja wie hoch ist die grenze? nicht das ich nachher als antwort vom amt bekomme ich kann ja vom vermögen leben.


    Ansonsten danke ich dir nochmal ganz herzlich du hast mir wirklich sehr viel geholfen und die angst genommen, ohne geld da zustehen, da die 2500€ erspartes die wir haben uns zu mindest das erste jahr sehr helfen werden.


    danke und gruß

  • Hallo,



    Zitat

    gibt es diese 20% nur in bestimmten situationen oder immer?


    Die 20% werden nur eingeräumt, wenn Ihr glaubwürdig nachweisen könnt, daß Ihr mit den Euch zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln Euren Lebensunterhalt finanzieren könnt. Die Betonung liegt dabei auf das Wort glaubwürdig.


    Zitat

    Da wir den antrag vor september in der er das neue einkommen hat abgegeben haben. Stimmt das?


    Ihr solltest im September einen entsprechenden Änderungsantrag stellen und bei Problemen mit dem Mindesteinkommen schon vorhaer darauf aufmerksam machen, daß sich die Einkommenssituation ab Sepember postiv ändert.


    Zitat

    das man nur ein bestimmtes vermögen haben darf. stimmt das? wenn ja wie hoch ist die grenze?


    Ihr kommt nicht mal annähernd an die Grenze. Die Grenze liegt allein bei dem Antragsteller bei 60.000 €....


    Gruß!