Anrechnen eines fiktiven Kindesunterhalts!!!

  • Liebe Forumsteilnehmer,


    Ich habe bisher Wohngeld beantragt und, ohne Probleme oder Differenzen mit dem Wohngeldamt, auch regelmäßig bezogen. Nun ist ein neuer Sachbearbeiter für mich zuständig...und es gibt Probleme über Probleme. Was mich vor allem interessiert:


    Ich bin alleinerziehende Mutter von einem 12-jährigen Sohn, dessen Vater ich bei der Geburt nicht angegeben habe, weil dies damals eine konkrete Gefahr für unsere gesamte Familie dargestellt hätte. (Der Mann war kriminell und höchst aggressiv!!!) Logischerweise habe ich dieses Kind ohne Unterhaltsvorschuß vom Jugendamt und ohne Unterhalt des Vaters großgezogen. Nun will das Wohngeldamt plötzlich (nach etlichen Jahren das 1. Mal) von mir einen Unterhaltstitel oder eine Unterhaltsvorschußbeschei nigung vom Jugendamt... andernfalls würde man für das Kind einen recht hohen fiktiven Unterhalt des Vaters bei der Berechnung des Wohngeldes ansetzen. Ich finde das unglaublich!!!!


    Kennt sich jemand damit aus?


    Im Wohngeldgesetz habe ich keine entsprechende Hinweise gefunden, die das Wohngeldamt dazu berechtigen, diesen Nachweis zu erbringen.


    Bisher war es so, daß, wenn Unterhalt für Kinder gezahlt wurde, dieser in der gezahlten Höhe angerechnet wurde und wenn nicht, dann wurde auch keiner angerechnet! (Ich habe noch weitere Kinder, für die es so geregelt ist!)


    Vielen Dank und ein schönes Wochenende



    Liebe Grüße
    :) Kosima

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Klausi W. ()

  • Der Kindesunterhalt ist vorrangig zu behandeln. Es ist aber so, dass zu diferenzieren ist, ob der Unterhaltschuldner nicht leistungsfähig ist oder du freiwillig auf den Kindesunterhalt verzichtest. Wenn du natürlich freisillig auf den gesetzlichen kindesunterhalt verzichtest, dann kann auch die Wohngeldstelle eine fiktive Anrechnung vornehmen, da du ja Anspruch darauf hast und diesen aus freien Stücken nicht wahrnimmst.


    Klausi