Schulische Ausbildung zur Erzieherin - Anspruch BAföG?

  • Hallo, ich bin 22 Jahre alt und wohne derzeit in einem kleinen Zimmer bei den Eltern meines Freundes. Ich habe gerade eine 3 jährige Berufsausbildung abgeschlossen zur Kinderpflegerin. Aufgrund geringer Chancen einen Arbeitsplatz zu bekommen habe ich mich entschlossen eine 3-jährige Ausbildung zur Erzieherin anzuhängen. Die ersten 2 jahre verdiene ich dabei nichts da die komplette Ausbildung in dem Zeitraum schulisch abläuft. Ausserdem habe ich die Möglichkeit nebenbei die Fachhochschulreife zu erwerben. Mein Freund und ich werden ab Ausbildungsbeginn in einer eigenen Wohnung wohnen und ca 450euro (Warmmiete) monatlich zahlen müssen. Der Wohnort befindet sich in Schulnähe. Meine Eltern wohnen in einem anderen Landkreis ca 70km von der Schule entfernt. Habe mich schon im Vorfeld erkundigt. Da wurd mir vorgeworfen dass ich mich auch um einen Schulplatz in Elternnähe hätte kümmern können. Meine Frage: Habe ich Anspruch auf BAföG??? Wie weit sind zumutbare Entfernungen von der Elterlichen Wohnung zur Schule bzw Ausbildungsplatz und spielt es eine Rolle wenn ich das letzte Jahr komplett in der Gegend meines Freundes(=Schulplatznähe) gewohnt habe???
    bitte helft mir weiter


    Danke

  • Du machst ja dann quasi eine Weiterbildung. Damit kannst du auch das Meister BAföG beantragen, jedoch wäre das Schüler BAföG günstiger, da es nicht zurückzuzahlen ist.


    Wie lange du jetzt nicht mehr bei deinen Eltern wohnst, spielt keine Rolle. Manche Ausbildungen werden nur gefördert, wenn man auswärtig wohnt, weil man nicht mehr bei seinen Eltern wohnen kann. Siehe hierzu die Verwaltungsvorschrift zu § 2 BAföG


    Zitat


    2.1a.3 Für die Frage, ob der Auszubildende eine Ausbildungsstätte von der Wohnung der Eltern aus in angemessener Zeit erreichen kann, ist die durchschnittliche tägliche Wegzeit, nicht die Wegstrecke maßgebend. Eine Ausbildungsstätte ist nicht erreichbar, wenn der Auszubildende bei Benutzung der zeitlich günstigsten Verkehrsverbindungen mindestens an drei Wochentagen für Hin- und Rückweg eine Wegzeit von mehr als zwei Stunden benötigt. Zu der Wegzeit gehören auch die notwendigen Wartezeiten vor und nach dem Unterricht. Die Wegzeit zwischen der Haltestelle des Verkehrsmittels und der Ausbildungsstätte bzw. zurück gilt als Wartezeit. Nach Addition von Hin- und Rückweg ist jeder angefangene Kilometer Fußweg mit 15 Minuten zu berechnen.


    Maßgebend sind die regelmäßigen Verkehrsverhältnisse im Bewilligungszeitraum.

  • sorry aber das stimmt so nicht.
    Meister BAföG kann nicht beantragt werden für die Erzieherausbildung weil man die auch direkt nach der Realschule machen könnte. Die vorherige Ausbildung zur Kinderpflegerin ist nicht Zugangsvoraussetzung und somit ist die Ausbildung zur Erzieherin auch keine Weiterbildung im Sinne des Meister BAföG.
    Es kann jedoch nochmals Schüler BAföG dafür beantragt werden.


    Gruss Andy