Angehende Studenten mit Problemen zum Unterhalt und BAföG

  • Hallo,


    Zunächst zu meiner Person: Ich hab mein Abi hinter mir und will mich dieses Jahr für ein zulassungsfreies Studium einschreiben.
    Nun habe ich aber leider Probleme mit dem lieben Geld.


    Ich lebe zurzeit noch bei meiner Mutter in Aachen. Meinen gewünschten Studiengang gibt es aber leider in Bonn. Da ich ungern 1 1/2 bis 2 Stunden pendeln möchte, wäre es sinnvoll in Bonn eine kleine Wohnung zu beziehen.


    Die Finanzierung dieser erweist sich mir aber als komplitziert:
    Zum einen habe ich schon seit einigen Jahren Anrecht auf Kinderunterhalt von meinem Vater. Dieser ist bereits nach einem Arbeitsunfall in Rente und müsste mir eigentlich monatlich 350 € überweisen.
    Von diesem Geld sehe ich aber leider nichts, denn irgendwie wird das Geld von der Rentenkasse einfach nicht auf mein Konto überwiesen, obwohl wir dies schon mit Hilfe eines Anwalt durchgesetzt haben und ich mittlerweile schon eine Summe von über 4000€ nachbezahlt kriegen müsste. Ich hab keinen Kontakt zu meinem Vater (und wünsche diesen auch nicht mehr), aber mir ist zu Ohren gekommen, dass er sehr viel Geld ausgibt und sein Konto überzieht, um dies nicht für mich und meine Mutter, die auch -gerichtlich entschieden- Ehegattenunterhalt von ihm gezahlt bekommen sollte, zahlen zu müssen.


    Meine Mutter verdient zurzeit aus gesundheitlichen Gründen nur 700 bis 800€ im Monat, was für uns beide mit zusätzlichem Kindergeld von 164€ einfach zu wenig ist.
    Sie hat aber nach der Scheidung meines Vaters, die Hälfte des gemeinsamen Vermögens bekommen, für die sie sich als Altersanlage eine kleine Wohnung kaufen möchte.


    Ich würde gerne BAföG beantragen, weiß nun aber nicht wirklich wie ich das bei diesem ganzen Guddelmuddel schaffen soll.
    Zur Berechnung des BAföG wird das Einkommen meiner Mutter herangezogen, aber auch ihr Vermögen (was ich in diesem Fall als die noch nicht gekaufte Wohnung ansehe)?
    Von meiner Mutter kann ich bei ihrem Gehalt kaum Unterhalt erwarten.


    Auf die Unterhaltszahlungen meines Vaters kann ich wie oben geschildert auch nicht wirklich bauen, denn irgendwie steht mir Geld zu, aber ich sehe es nicht.
    Ich habe Angst, dass mir, wenn ich das so alles bei meinem BAföG-Antrag angebe, nur eine kleine Differenz gezahlt werden könnte und die Herrschaften dort davon ausgehen, dass ich die Unterhaltszahlungen ja kriegen müsste, was sich mir aber in den vergangen Jahren als sehr unsicher herausgestellt hat.


    Ich bin mehr als nur überfordert mit dem Ganzen und sollte mich eigentlich in den nächsten 2 Monaten um eine Wohnung in Bonn noch vor Semesteranfang kümmern, aber ohne eine Finanzierung dieser und meiner Lebenskosten, sehe ich grade keine Möglichkeiten.


    Ich bitte dringend um Hilfe und hoffe, dass mir hier jemand Rat geben kann, was ich tun soll.

  • Hallo


    also mach Dich mal nicht unnötig verrückt.
    Maßgeblich für BAföG ist das Einkommen beider Elternteile im Jahr 2007. Beide Elternteile müssen ihr Einkommen nachweisen und einen Bogen ausfüllen. Tut das z.B. Dein Vater nicht dann kannst du einen Vorausleistungsantrag nach § 36 BAföG stellen. Dann kümmert sich das Amt darum und leistet Dir erstmal das volle BAföG.
    Das Vermögen Deiner Mutter interessiert das Amt nicht, da solltest Du Dir keinen Kopf machen.
    Auch Dein Unterhalt interessiert das Amt nicht. Es geht immer nur um das Einkommen der Eltern im vorletzten Kalenderjahr


    Gruss Andy