Unterhalt fürs Gymnasium nach Ausbildungsabbruch?

  • Meine 20jährige Tochter hat vor 2 Jahren die Realschule abgeschlossen und im Anschluss eine Ausbildung zur Ergotherapeutin an einer privaten Einrichtung begonnen.
    Diese Ausbildung hat sie nach 3 Monaten abgebrochen und ist seit Januar 2008 ohne Ausbildung und ohne Job, hat dafür aber jetzt eine eigene Wohnung.
    Ihr Bestreben einen neuen Ausbildungsplatz zu finden, hat sie mit einem Vorstellungsgespräch im August 2008 und den Kopien von 5 Bewerbungsschreiben im Januar 2009 dokumentiert, mehr nicht.
    Jetzt möchte dieses wissensdurstige Kind ab August 2009 wieder die Schulbank drücken und das Gymnasium besuchen. Schließlich hätte sie ja dann noch 3 Jahre Zeit, um sich dann für einen Beruf zu entscheiden.
    Ich persönlich habe das Gefühl, dass ich hier einen Dauerurlaub mit meinen Unterhaltszahlungen finanziere. Kann es wirklich sein, dass ich das Gymnasium mit meinem Unterhalt ermöglichen muss, oder ist meiner Tochter nicht eine Ausbildung (Job) und die klassische Abendschule zuzumuten? Zählt dieser Schulbesuch dann als zweiter Ausbildungsversuch und was ist, wenn sie die Schule abbricht und erneut nur zögerlich einen Ausbildungsplatz sucht.


    Für aufklärende Antworten bedanke ich mich schon mal…

  • Das Problem ist, dass das Gymnasium nicht berufsqualifizierend ist und deine Tochter somit nach diesem Abschluss nicht auf eigenen Beinen stehen kann. Demzufolge müsstest du sogar über das Gymnasium hinaus Unterhalt leisten. Auf der anderen Seite ist es aber so, dass deine Tochter normal durchziehen muss, ohne ständig irgendwelche Wechsel und Abbrüche, denn dann könntest du den Unterhalt einstellen. Du kannst auch regelmäßig Auskünfte von ihr verlangen, wie ihre Leistungen in der Schule sind.


    Auf alle Fälle kannst du nicht zu deiner Tochter sagen, dass sie jetzt nicht ein Gymnasium sondern eine Berufsausbildung macht. Das ist den Kindern freigestellt, ohne Einflüsse seitens der Eltern.