Unterhaltsanspruch, kein bafög, auszug

  • Hallo,


    ich studiere im 2. semester nahe des wohnortes und würde jetzt gerne mit meiner freundin zusammenziehen und damit von zuhause ausziehen. meine eltern verdienen zuviel, sodass ich keinen anspruch auf bafög habe. als es um die frage ging, mit wieviel geld sie mich monatlich unterstützen, meinten sie 300. damit wären das abzüglich des kindergeldes nur 136 euro aus der eigenen tasche.


    nachdem ich viel über unterhaltsrecht, düsseldorfer tabelle und naturalien gelesen habe, würde mich folgende frage interessieren:


    steht mir der volle bafög satz (643euro) pro monat zu, oder können die eltern auch so argumentieren, dass sie mir kein bargeld geben müssen - weil ich ja zuhause essen und wohnen kann. sodass ihr pflichtteil nicht durch eine monatl. überweisung, sondern durch naturalien gedeckt wird.


    wenn man das nämlich so sehen würde, wie es meine eltern ja tun, dann kann man ja vor ende des gesamten studiums nie ausziehen. die argumentation wäre dann folgende: der staat sagt zurecht ich bekomme kein bafög -> die eltern sagen ich bekomme kein geld sondern freies wohn- und essensrecht.


    ist es mein recht von zuhause auszuziehen, bewusst auf naturalien zu verzichten und geld zu bekommen?



    vielen dank im Voraus!

  • Du kannst tun und lassen was Du möchtest aber wenn Du Geld willst hast Du Dich nach der Decke zu strecken. Deine Eltern können bestimmen in welcher Form sie Dir Unterhalt gewähren also zum Beispiel kostenlos wohnen und essen. Wenn Du dann dennoch ausziehst musst Du gucken wie Du an Geld kommst Deine Eltern müssen nicht zahlen.