mit 17 in eigene Wohnung und Azubi - Unterhalt ?

  • Hallo


    meine Tochter ist jetzt 16,5 Jahre alt.
    Sie wohnt derzeit bei meiner Exfrau und ich bezahle
    regelmäßig Unterhalt.
    Ich habe noch einen guten Kontakt zu meiner Tochter,
    obwohl 180km zwischen unseren Wohnorten liegen.


    Nun kann sie in meiner Firma (gehört mir nicht bin da auch nur angestellt) im August (dann ist sie 17) eine kaufmännische Ausbildung beginnen.


    Sie wird dazu hierher ziehen - allerdings nicht driekt zu mir
    sondern in eine eigene kleine Wohnung.


    Nun meine Frage wie sieht es mit der Unterhaltspflicht aus?
    Bisher zahle ich 307,-- monatlich ?


    Ich will mich keinesfalls davor drücken und werde sie auch
    unterstützen sonst hätte ich mich ja nicht für die Lehrstelle in meiner Firma eingesetzt - ich möchte aber gerne für die anstehenden Gespräche mit ihrer Mutter wissen wie wohl die Rechtslage ist.


    Was ändert sich wenn sie n. Jahr dann 18 wird - dann kommt sie ja erst ins 2 Lehrjahr.


    Noch zur Info:
    Wir sind beide wieder neu verheiratet und ich habe inzwischen 2 weitere Kinder mit meiner zweiten Frau.


    Danke für jede Info.

  • Soweit ich weiß, ändert sich erstmal nichts an der Unterhaltspflicht, außer, dass sie Ausbildungsvergütung bekommt, die auf deine Unterhaltsleistungen angerechnet werden (der Betrag, der 90€ übersteigt wird angerechnet).


    Bei der Volljährigkeit ist es so, dass das Kindergeld voll vom Unterhalt abgezogen wird, bisher wird ja nur die Hälfte in Abzug gebracht.


    Klausi

  • stimmt nicht ganz Klausi
    auch das Auszubildendengehlat wird zur Hälfte bei jedem Elternteil angerechnet, denn wenn die Tochter auszieht sind beide Elternteile barunterhaltspflichtig.
    Also Bedarf 640 für auswärige Unterbringung davon ab Ausbildungsvergütung und Kindergeld, was natürlich an die Tochter zu zahlen ist dann 90 € Taschengeld wieder dazu und das was bleibt durch 2 teilen. dieser Betrag ist dann zu zahlen von jedem Elternteil.

  • ... im Bezugstext ist beiläufig von 50:50-Aufteilung der Unterhaltsleistungen der Eltern die Rede. Dazu eine Frage:


    Meine Tochter aus schon lange geschiedener Ehe (noch 17) macht gerade Abi und will dann ein freiwilliges soziales Jahr im Ausland machen, während dessen sie 18 wird. Später will sie evtl. auch im Ausland studieren.
    Die geschiedneen Eltern sind beide berufstätig. Das Netto-EK der Mutter liegt bei etwa 1600 Euro, das des Vaters ist duetlich höher. Weitere Kinder gibts nicht. Die Mutter, bei der die Tochter seit der Scheidung bisher wohnt, lebt seit Jahren mit einem neuen berufstätigen Lebenspartner unverheiratet zusammen, der auch ordentlich verdient.
    Beide Eltern können und wollen der Tochter gern auch künftig mehr als den gesetzlich verlangten Mindest-Unterhalt geben. Frage: Gibt es eine Regelung, wie der vom Kind einforderbare Mindest-Unterhaltsanspruch oder wie höhere Zahlungen auf die Eltern aufzuteilen sind ? Ist es z.B. 50:50 oder hängt es von den Einkommenshöhen der eltern ab ?

  • Der Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle wird im Verhältnis der Einkommen zueinander gezahlt. Hat die Mutter also 1600€ und der Vater beispielsweise 3200€, so beträgt das Verhältnis 1/3 zu 2/3. Wird höherer Unterhalt als der gesetzliche gewährt, müssen sich die Eltern einig werden, in welcher Verteilung der Unterhalt, der den der Düsseldorfer Tabelle übersteigt, geleistet wird.