Bafög Überzahlung Rückforderung

  • Hallo,
    ich habe ein Problem und wahrscheinlich bin ich auch eine von wenigen, die solchen Streß haben.
    Mein Studium habe ich vor vier Jahren abgeschlossen und während der Zeit Bafög bekommen. Vor einem Jahr kam das Bafög-Amt auf mich zu, da ich überzahlt worden bin. Mein Vater hat damals Falschauskünfte gegeben und da ich den Antrag mit unterschrieben habe, hafte ich mit. Mit meinem Vater habe ich kaum noch Kontakt, stehen jetzt kurz vor dem Krieg. Mein Vater hat damals die Summe übernommen, da das Bafögamt Pfändungen bei ihm angedroht hat. Bei mir war zu dem damaligen Zeitpunkt kein überflüssiges Geld vorhanden. Mein Vater kam aber, nachdem er das Geld überwiesen hat, direkt auf mich zu und forderte die Hälfte zurück. Ich habe monatlich an ihn zürückbezahlt, bis vor kurzem und jetzt fängt der Ärger an. Ich habe die Zahlung eingestellt, da die jetztige Frau von meinem Vater mir gesagt hat, dass sie die Summe bezahlt hat und das Geld von mir nicht zurückhaben möchte. Zu dem Zeitpunkt hatten die Beiden richtig Theater, da mein Vater eine Geliebte hat/hatte. Nun kam die Frau und wollte das Geld doch und mein Vater bedroht und beleidigt mich, da bei den Beiden untereinander scheinbar alles wieder in Ordnung ist. Ich habe kein Lust ständig der Ping-Pong Ball zu sein und sehe auch nicht ein, das Geld zu zahlen, weil die Frau mir das unter Zeugen "geschenkt" hat. Außerdem habe ich all die Jahre des Studiums keinen Unterhalt von meinem Vater erhalten. Was er hätte laut Bafögbescheiden aber tun müssen. Kann er gerichtlich gegen mich vorgehen, da er mir damit zur Zeit droht? Kann ich im Gegenzug von ihm den Unterhalt rückwirkend verlangen? Über Rückmeldungen und Hilfen bin ich sehr dankbar.

  • Ich bin ziemlich verwirrt und verzweifelt. Kann mir denn niemand dazu einen Rat geben? Ergänzen muss ich vielleicht noch, dass der Kontakt zu meinem Vater immer sehr schwierig war. Meine Eltern haben sich getrennt als ich noch klein war und damals zahlte er auch keinen Unterhalt. Als ich studierte und ihn auf seine Unterhaltsverpfllichtung aufmerksam gemacht habe, sagte er zu mir:"Du willst doch wohl nicht deinen Vater verklagen", da er nicht bereit war freiwillig zu zahlen. Also quälte ich mich die ganze Zeit mit wenig Geld durchs Studium. Nun bekam ich eine SMS von der Frau meines Vaters, dass sie nächste Woche einen Mahnbescheid rausschickt (praktischer Weise arbeitet sie bei einem Rechtsanwalt). Es geht mir hier auch nicht um die Euro (mein Vater hat mir damals die Entscheidung gelassen das ich 40 € oder 50 € zahlen kann, offen sind noch 480 €) sondern ums Prinzip. Mir würde das Geld geschenkt und Unterhalt oder sonstige Unterstützung habe ich nie erhalten.

  • Hallo Papillion,


    wenn dir das Geld unter Zeigen geschenkt wurde, sehe ich da kein Problem. Wenn die Frau/ Freundin deines Vaters Mahnbescheid erlässt, legst du einfach einen Widerspruch ein. Dann muss sie die Forderung begründen. Dann ziehst du deine Zeugin mit hinzu und der Drops ist gelutscht, weil sich rausstellen wird, dass keine Forderung mehr besteht.


    Den Unterhalt kannst du leider nicht zurückfordern, es sei denn, es besteht ein Unterhaltstitel von damals, nach dem dein Vater nicht gezahlt hat. Wenn kein Unterhaltstitel besteht, ist der Zug abgefahren.


    Viele Grüße


    Pikary

  • Vielen Dank für die Antwort. Ich habe keinen Unterhaltstitel, da ich meinen Vater nicht verklagen wollte. Schließlich ist er mein Vater, nur scheint er zu vergessen das ich seine Tochter bin und wird daher die Nummer auch wirklich durchziehen :(