Schülerbafög mit eigener Wohnung

  • Hallo,


    ich bin 25 Jahre alt und lebe seit meinem 21. Lebensjahr in einer eigenen Wohnung, da es zuhause "unschöne Differenzen" gab. Das wurde mit Hilfe eines Erziehungsbeistands von der Koba bewilligt, woraufhin der Auszug genehmigt wurde.

    Nun mit 25 Jahren möchte ich gerne die Fachhochschule machen, wobei das erste Jahr ("die 11. Klasse") so gut wie fertig ist. Der Bafög-Antrag läuft bis Juli ohne Probleme durch, auch das Kindergeld läuft bis Juli. Laut des Bafögbescheides hätte mein Vater ungefähr 350€ an Unterhalt zahlen müssen, wovon er allerdings nur 200€ monatlich zahlt, seitens des Bafögamtes wurde darauf nur angeboten einen Antrag auf Vorausleistung zu stellen, welcher am Ende nichts gebracht hätte, da dann das Kindergeld vom Bafäg abgezogen werden würde. Ich bin dann damit zum Anwalt gegangen, der meinem Vater mitteilte, dass er doch den vollen Betrag zahlen solle, was allerdings auf taube Ohren gestoßen ist. Da ich neben dem Praktikum und der Schule nicht die Kraft habe noch mit dem Anwalt gegen meinen eigenen Vater zu klagen, habe ich es so belassen mit der Hoffnung, dass es nächstes Jahr besser laufen würde.


    Bafägantrag wurde gestellt mit Vermerk, dass ich alleine lebe und das von der Koba bewilligt wurde, allerdings meinte die Mitarbeiterin, die meinen Antrag bearbeitet, dass der wahrscheinlich abgelehnt wird, da "die Notwendigkeit geprüft werden müsse und das wahrscheinlich nicht zutreffe", der genaue Wortlaut ist mir leider entfallen, im Grunde dürfte das aber das sein, was sie meinte.

    Alternative wäre hier ALG2, allerdings ist das kaum mehr als das was ich jetzt bekomme und selbst das reicht vorne und hinten nicht, allein die Schulbücher haben ungefähr ein halbes Jahr gebraucht, bis ich mir die leisten konnte.


    Kann ich, wenn der Antrag abgelehnt wird, einen Widerspruch einlegen oder ähnliches?


    Mit freundlichen Grüßen

  • Das der Auszug bewilligt wurde, interessiert das Amt in dem Sinne nicht.

    Ist der Abschluss allgemeinbildend musst du rechtlich gehindert sein im Elternhaus zu wohnen, verheiratet sein oder mit einem eigenen Kind zusammen leben oder die Prüfung ergibt, dass die Schule nicht in angemessener Zeit von der Elternwohnung aus erreichbar ist.


    Ob Widerspruch oder Klage möglich ist, steht dann im Rechtsbehelf des Bescheides.