Wohngeld, Vermögen und Haushaltsmitglieder

  • Guten Tag,


    ich bin selbständige, alleinerziehende Mutter und lebe mit meinen beiden minderjährigen Kindern (5 und 8 Jahre) in einer Mietwohnung. Durch Corona habe ich nun fast Totalausfall meiner Einkünfte und Aufträge. Ich habe keinerlei Altersvorsorge, jedoch verwertbares Vermögen, weshalb ich kein ALG II bekomme. Anstatt ALG II möchte ich nun Wohngeld beantragen.


    Beim Wohngeld gilt eine Höchstgrenze für verwertbares Vermögen von:

    60.000 Euro für das erste zu berücksichtigende Haushaltsmitglied und

    30.000 Euro für jedes weitere zu berücksichtigende Haushaltsmitglied


    Bedeutet das, das ich für mich und meine beiden Kinder ZUSAMMEN über bis zu 120.000 Euro geldwertes Vermögen verfügen darf und dennoch Wohngeld bekäme?


    Oder muss das Vermögen klar auf uns 3 Haushaltsmitglieder aufgeteilt werden?


    Von diesem Vermögen werde ich unseren Lebensunterhalt für die nächsten Monate bestreiten, da ich ansonsten neben Kindergeld keinerlei andere Einkunfte habe.


    Ich danke für Eure Antwort!

    Beste Grüße

  • Hallo,


    die Vermögensgrenze von 120.000 € gilt für alle zusammen. Wer letztendlich wie viel auf seinem Namen hat, ist egal. Bitte denk dran, auch eure Zinseinkünfte anzugeben. (Vermutlich wirst du dazu eh aufgefordert, wenn du sie nicht gleich mitschickst.) Zinseinkünfte ab 100 € jährlich zählen als Einkommen. Den Freibetrag erhält jeder von euch auf seine eigenen Kapitalerträge.


    Gruß

    Simone

  • Hallo Simone,

    ich möchte Dich gerne noch einmal um Rat bitten: Ab Oktober 2020 habe ich Wohngeld beantragt (Verfahren läuft noch). Ich musste meine Kontoauszüge von Okt-Dez. 2020 einreichen.

    Darauf erscheinen auch 500 Euro, die mir meine Mutter im Corona-Jahr 2020 monatlich überwiesen hat (diese Zahlungen hat sie 2021 eingestellt). Ob es eine Schenkung oder ein Darlehen ist, ist nicht eindeutig festzulegen (es gibt keinen Darlehensvertrag oder schriftliche Vereinbarung). Das Wohngeldamt fragt nun nach, um welche Art von Zahlung es sich handelt. Wie soll ich das nachweisen? Wird meine Mutter dazu befragt? Wenn ich es nun als Darlehen benenne, muss ich dann später die Rückzahlung des Darlehens an meine Mutter nachweisen? Und wenn ja, muss ich nur die Summe zurückzahlen, die sie mir in den Monaten gezahlt hat, in denen ich Wohngeld beantragt habe (Okt-Dezember)? Oder auch in den vorangehenden Monaten?

    Ich danke Dir für Deine Einschätzung

    Herzliche Grüße, Sarah