Duales Studium und Wohngeld

  • Hallo zusammen!


    Ich bin derzeit dualer Student und arbeite 40Std im Betrieb (gelegentlich auch Samstags).


    Bafög bekomme ich keins und Kindergeld auch nicht. BAB wurde abgelehnt.


    Kann ich Wohngeld beantragen, obwohl mein einziges Einkommen 420 netto beträgt?


    Die Miete beträgt 540 warm

    Ich bekomme etwa 200eur mtl von Verwandten und gelegentlichen Tagesjobs.


    Bitte keine Wertung, hoffe Jemand kann mir beantworten ob ich Anspruch hätte.


    Da ich mir keine Schulden machen möchte, wäre ein Kredit nur die letzte Lösung( falls ich den überhaupt bewilligt bekomme).

  • Hallo,


    warum erhälst du kein Bafög?

    Wohngeld kannst du nur beantragen, wenn dem Grunde nach kein Anspruch auf Bafög besteht. Wenn du kein Bafög bekommst, weil deine Eltern zu viel verdienen, dann erhälst du auch kein Wohngeld, weil dann die Eltern unterhaltspflichtig sind.


    Du brauchst ein gewisses Mindesteinkommen, um Wohngeld beantragen zu können.

    Dazu rechnet das Wohngeldamt: Warmmiete + Regelsatz ALG2. In deinem Fall 540 + 430 = 970Euro.

    Das Mindesteinkommen ist dann 80% von diesem Betrag, also 80% von 970Euro, also ca. 790Euro.


    D.h. 790Euro an Einnahmen musst du haben, um Wohngeld beantragen zu können. Irgendwie musst du versuchen auf diesen Betrag zu kommen. Du solltest aber auch nicht darüber kommen, weil sonst dein Wohngeld niedriger ausfällt.


    Falls ein Kredit in Frage kommt, vielleicht mal bei der KfW schauen, die haben sehr günstige Kredite für Studenten.

  • Hallo,


    mit aufstocken meinst du, mit dem Wohngeld aufstocken? Das geht beim Mindesteinkommen nicht. Du brauchst erst mal ca. 790Euro an Einnahmen, damit du überhaupt Wohngeld bekommst. Weil wenn du weniger angibst, hält das Wohngeldamt deine Angaben für unglaubwürdig. Wohngeld soll nur ein Zuschuss zu den Wohnkosten sein, und in der Regel nicht die ganzen Wohnkosten abdecken.

    Ich weiß nicht wie streng die Grenze von 790Euro einzuhalten ist. Vielleicht sind auch 770 ok. Aber 600 zum Beispiel wären bestimmt zu wenig.


    Ob es auf brutto oder netto ankommt, bin ich mir nicht ganz sicher. Aber ich würde eher tippen, dass es auf netto ankommt, weil das das ist, was du am Ende ausgezahlt bekommst.