Wohngeldantrag abgelehnt aufgrund von Jahreseinkommen. §24 (2) wurde vermutlich nicht beachtet

  • Ich bin selbständig und hatte bis April Einnahmen über 16TSD Euro, darin waren auch Corona Hilfen enthalten. Durch Corona wurde die Selbständigkeit gestoppt, so dass ich die letzten Monate keine Einnahmen hatte. Nun habe ich im Juli Antrag auf Wohngeld gestellt. Der Antragszeitraum lief von Juli bis Dezember. Als geschätzte Einnahmen für die nächsten Monate bis Dezember gab ich den Betrag von 450.- EUR an. Bei der Berechnung des Jahreseinkommens bezog die Behörde die Einnahmen des gesamten Jahres mit ein. Dabei kam ein Betrag raus der höher ist als der Anspruch auf Wohngeld, der Antrag wurde abgelehnt.


    § 15 (1) Bei der Ermittlung des Jahreseinkommens ist das Einkommen zu Grunde zu legen, das im Zeitpunkt der Antragstellung im Bewilligungszeitraum zu erwarten ist. Hierzu können die Verhältnisse vor dem Zeitpunkt der Antragstellung herangezogen werden; § 24 Abs. 2 bleibt unberührt.


    §24 (2) Der Entscheidung sind die Verhältnisse im Bewilligungszeitraum, die im Zeitpunkt der Antragstellung zu erwarten sind, zu Grunde zu legen.


    Wenn §24 (2) unberührt bleibt und ich auch letztes Monat und die Monate vor der Antragstellung keine Einkünfte hatte, sind die Verhältnisse im Zeitpunkt der Antragstellung anders als die Verhältnisse vor der Antragstellung, wo Einnahmen erzielt wurden. Somit können diese nicht, wie im Ablehnungsbescheid geschehen, als Grundlage genommen werden. Vielmehr sind die Umsatzerwartungen für die nächsten Monate heranzuziehen.


    Oder?:|