Wohngeldanspruch trotz Vermögen?

  • Guten Abend zusammen,


    ich lebe mit meiner Ehefrau in einem gemeinsamen Haus welches bereits abgezahlt ist und nur noch Nebenkosten (Grundsteuer, Versicherungen, Müllabfuhr, Wasserkosten etc.) anfallen. Das Haus ist ca. 130 m² und das Grundstück ca. 2.500 m² groß. Auf dem Grundstück steht noch ein alter ungenutzter Pferdestall.


    Meine Ehefrau und ich verfügen über monatliche Renteneinkünfte i. H. v. 670,00 Euro. Auf unserem Bankkonto und Sparbüchern haben wir ein Vermögen von ca. 70.000,00 Euro.

    Ich habe mich bereits zum Thema Wohngeld eingelesen und festgestellt, dass wir grundsätzlich ein Vermögen von 90.000,00 Euro haben dürften und wir durch den Verbrauch unseres Vermögens das „Mindesteinkommen“ (ich bin leider privat krankenversichert mit einem monatlichen Betrag i. H. v. 680,00 Euro) ggf. über einen Zeitraum von x-Monaten sicherstellen/beweisen könnten.

    Nach meiner Recherche gehört das selbstgenutzte Wohneigentum (Wert ca. 250.000,00 Euro) nicht zum anrechenbaren Vermögen.


    Nun meine Fragen:


    1.) Kann die Wohngeldstelle meinen Antrag auf Wohngeld ablehnen mit dem Verweis, dass ich zu viel Vermögen besitze?


    2.) Kann die Wohngeldstelle mein Grundstück mit dem Pferdestall, welchen ich ja nicht nutze, als Vermögen deklarieren und ich erhalte kein Wohngeld wegen zu hohem Vermögen? Ich könnte einen Teil meines Grundstücks mit dem Pferdestall verkaufen. Dafür gibt es bereits genügend Interessenten.


    3.) Inwieweit muss ich noch weitere Vermögensgegenstände aufführen? Natürlich würde ich ein wertvolles Gemälde oder Klavier dazu zählen, aber was ist mit einem Wohnmobil oder Auto? Gehören die auch mit zum Vermögen?


    4.) Habe ich so mein Mindesteinkommen richtig berechnet?


    Mindesteinkommen:

    Ehefrau:

    311,20 Euro (80% von 389 Euro) + 0,00 (Krankenversicherung über mich) + 140,00 Euro (Nebenkosten) = 451,20 Euro

    Ich:

    311,20 Euro (80 % von 389 Euro) + 680,00 Euro (Krankenversicherung) + 140,00 Euro (Nebenkosten) = 1.131,20 Euro

    Gesamtmindesteinkommen = 1.582,40 Euro

    Tatsächliches Einkommen = 670,00 Euro (Nettorente inkl. einem Beitrag für die Krankenversicherung der Rentner)

    Differenz = 912,40 Euro, welches monatlich aus dem Vermögen (vom Konto) verzehrt werden müsste.


    5.) Sollte ich wegen übersteigendem Vermögen kein Wohngeld bekommen, könnte ich doch nach dem Verzehren von Vermögen einen erneuten Antrag stellen. Könnte die Wohngeldstelle mir dann vorschreieben, wie lange ich mit dem Vermögen auskommen muss ohne das mir ein unwirtschaftliches Verhalten zu Last gelegt werden kann?


    Sorry für den langen Text, aber ich wollte so detailliert wie möglich meine Situation schildern und habe Existenzängste. Natürlich sieht das Vermögen zunächst toll aus, aber mit den monatlichen Renten kommen ich damit wohl bald ohne Wohngeld oder Sozialhilfe nicht mehr weiter.


    Ich würde mich über hilfreiche Antworten freuen.


    Gruß

    Walter B.