Anspruch, wenn Mitbewohnerin Bafög erhält und ich selbst VSS KRaft bin?

  • Hey Leute,

    ich habe mehrere Fragen. Vielleicht war jemand in einer ähnlichen Situation.

    Würde gerne mit einer Freundin zusammen wohnen, die aber Bafög bekommt. Ich selbst studiere schon über der Regelstudienzeit und bekomme kein Bafög mehr. Mein Vater hat schon Bafög jahrelang ignoriert, also denke ich nicht, dass er mir auf einmal irgendwelche Einkommensnachweise (seiner Rente) geben wird für die Wohngeldbehörde. Meine Mutter bezieht die Grundsicherung und ihre kleine Rente. Ergo: von beiden gibt's kein Geld für mich.

    Ich arbeite als Vertretungslehrerin an einer Schule, bekomme aber nur die Stunden gezahlt, die ich auch Unterricht halte. Zum Glück sind immer Lehrer krank, damit ich die Kinder betreuen kann. Leider erziele ich mit diesem Job zwar ein hohes Einkommen, aber nicht jeden Monat dasselbe. Mein Bruttoeinkommen jeden Monat befindet sich zwischen 960-1080 Euro, mein Nettoeinkommen jeden Monat zwischen 850-972 Euro. Außerdem erziele ich insgesamt 3 Monate im Jahr KEIN Einkommen aufgrund der ganzen Ferien. Dafür kann ich aber in den Semesterferien ja jeden Tag arbeiten und würde auf über 1000 Euro netto kommen, was jedoch dem Höchstsatz fürs Einkommen übersteigt.


    Wir haben eine Wohnung gefunden, die 550 kalt und 670 warm kostet. Frankfurt am Main hat die Mietstufe 6.


    Zusammenfassend:

    Von meinen Eltern gibt es kein Geld. Ich arbeite als Vertretungslehrerin und mein EInkommen variiert jeden Monat zwischen 50-100 Euro mehr oder weniger. Meine zukünftige Mitbewohnerin bekommt Bafög.


    1. Besteht ein Anspruch auf Wohngeld mit meinem Job als Vertretungslehrerin, wenn mein Einkommen jeden Monat um etwa 100 Euro variieren könnte?

    2. Besteht ein Anspruch auf Wohngeld, wenn meine Mitbewohnerin noch Bafög bekommt?
    3. Was mache ich, wenn ich keine Einkommensnachweise meines Vaters bekomme? Wird die WOhngeldbehörde ihm schreiben? Und wenn er es wieder ignoriert?


    Hoffentlich kann mir jemand weiterhelfen :)


    Viele Grüße

  • Hallo,


    zu deinen Fragen:


    1. Es könnte sich ein Anspruch errechnen. Es wird bei schwankendem Einkommen ein Durchschnittswert genommen. Wenn du die Tätigkeit schon über ein Jahr ausübst, würde ich an deiner Stelle die Abrechnungen für ein ganzes Jahr abgeben, damit die Wohngeldstelle das mit den Semesterferien und den einkommenslosen Monaten schon richtig berücksichtigen kann.


    2. Wenn ihr eine WG seid, ist es egal, ob deine Mitbewohnerin BAföG erhält, da sie kein Haushaltsmitglied ist. WG-Bewohner, die nicht miteinander verwandt sind, werden als 1-Mann-Haushalt gerechnet. Du trägst auch keine weiteren Angaben über deine Mitbewohnerin im Antrag ein (also kein Einkommen, Vermögen o.ä. von ihr). Wichtig ist, dass die Aufteilung der Mietkosten zwischen euch gut nachvollziehbar ist.


    3. Beim Wohngeld wird das Einkommen der Eltern nicht berücksichtigt. Du musst also keinerlei Einkommensnachweise von ihnen vorlegen. Es kann aber sein, dass die Wohngeldstelle eine Bestätigung deines Vaters möchte, ob bzw. wie viel Unterhalt er an dich zahlt. Sollte er sich weigern, das zu machen, reichen der Wohngeldstelle vielleicht auch deine Kontoauszüge als Nachweis, dass du keinen Unterhalt erhältst. (Natürlich könnte man dann immer noch unterstellen, dass der Unterhalt als Bargeld fließt.)


    Viele Grüße

    Simone