Zu wenig für Wohngeld mit Elterngeld?

  • Hallo,


    hätte man als Familie mit folgendem Einkommen und Miete Anspruch?

    Mutter: 500 Elterngeld

    Vater: 850 Elterngeld

    2 Kinder: 1 und 3 Jahre (nur Kindergeld 404)

    Miete: mit Nebenkosten 500 (ohne Heizung)


    Beim Elterngeld sind die ersten 300 jeweils anrechnungsfrei heißt dass nach Abzug nur 750 angerechnet werden können. Das erscheint natürlich viel zu wenig, aber gleichzeitig möglich ohne dem Freibetrag. Wie sieht das nun in diesem Fall aus?

  • Hallo,


    es könnte Anspruch auf Wohngeld und Kinderzuschlag bestehen.


    Zitat

    Beim Elterngeld sind die ersten 300 jeweils anrechnungsfrei heißt dass nach Abzug nur 750 angerechnet werden können.


    Für die Frage, ob dem Grunde nach Anspruch auf Wohngeld besteht, ist das unrelevant. Es hat nur Auswirkungen auf die Höhe.

  • Hallo Theo,


    danke für deine Antwort. Mit dem Wohngeld hast du es gerade gut erklärt. Also könnte ich auch Kinderzuschlag beantragen, trotz des hohen Freibetrags beim Elterngeld? Mir wurde nämlich gesagt, dass wir keinen Anspruch auf KiZ hätten, da nach Abzug der Freibeträge beim Elterngeld so wenig übrig bleibt, dass wir weit unter dem Regelsatz sind. Weil 750 Euro Einkommen und 580 Warmmiete und dazu noch mit zwei kleinen Kinder ja so natürlich finanziell nicht machbar sind. Beim online KiZ Rechner soll das Elterngeld nach Abzug der Freibeträge eingegeben werden. Da wird mir mit den 750 Euro auch angezeigt, dass kein Anspruch besteht.

    Aber mit Kindergeld (408,-) und ohne Freibeträge (500+850) wären wir bei 1758,- und 580 Miete (Stufe 5). Also wurde ich falsch beraten bzw. berücksichtigt der Rechner diesen Fall nicht richtig?

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  • Hallo,


    euer Kind ist ein Jahr alt und ihr bekommt beide noch Elterngeld.

    Ich ging daher davon aus, dass es sich um Elterngeld Plus handelt und hier wären nur jeweils 150 € anrechnungsfrei.


    Bezieht ihr das Basiselterngeld (je 300 € anrechnungsfrei), lohnt es sich fast nicht mehr über Wohngeld oder Kinderzuschlag zu reden, da es spätestens in 2 Monaten enden müsste (14. Lebensmonat des Kindes). Hier wäre interessanter, ob ihr danach wieder arbeitet.

    Aber egal welche Elterngeld-Variante ihr bezieht, in beiden Fällen müsste Anspruch auf Wohngeld und Kinderzuschlag bestehen. Rechnet man alle Ansprüche zusammen, wird Hilfebedürftigkeit nach dem SGB II vermieden und nur darauf kommt es an.


    Zitat

    Mir wurde nämlich gesagt, dass wir keinen Anspruch auf KiZ hätten

    Weil 750 Euro Einkommen und 580 Warmmiete und dazu noch mit zwei kleinen Kinder ja so natürlich finanziell nicht machbar sind.

    Also wurde ich falsch beraten ...?


    Wer hat euch beraten?

    Natürlich wären 750 € für eine 4-köpfige Familie zu wenig. Doch ihr habt nicht nur 750 €.

    Bei der "Beratung" wurden anscheinend sowohl das Kindergeld, als auch der mögliche Wohngeldanspruch übersehen.


    Zitat

    berücksichtigt der Rechner diesen Fall nicht richtig?


    Wenn die Daten richtig und vollständig (!) eingegeben werden, liefert der Kinderzuschlag-Rechner auch das richtige Ergebnis.

    Ich vermute, ihr habt keinen Wohngeldanspruch angegeben. Ohne Wohngeld bestünde tatsächlich kein Anspruch auf den Kinderzuschlag.


    Viele Grüße

  • Hallo,


    euer Kind ist ein Jahr alt und ihr bekommt beide noch Elterngeld.

    Ich ging daher davon aus, dass es sich um Elterngeld Plus handelt und hier wären nur jeweils 150 € anrechnungsfrei.

    Nein, uns Kind ist fast drei Monate alt. Habe mich vertippt, wollte U1 (unter 1 Jahr alt) schreiben.


    Bezieht ihr das Basiselterngeld (je 300 € anrechnungsfrei), lohnt es sich fast nicht mehr über Wohngeld oder Kinderzuschlag zu reden, da es spätestens in 2 Monaten enden müsste (14. Lebensmonat des Kindes). Hier wäre interessanter, ob ihr danach wieder arbeitet.

    Mein Mann wieder ab Juni und ich erst nächstes Jahr (ab ersten Geburtstag).


    Wer hat euch beraten?

    Natürlich wären 750 € für eine 4-köpfige Familie zu wenig. Doch ihr habt nicht nur 750 €.

    Bei der "Beratung" wurden anscheinend sowohl das Kindergeld, als auch der mögliche Wohngeldanspruch übersehen.

    Diverse Gruppen im Internet. Ja, glaube auch stark, dass das außer Acht gelassen wurde, weil Kindergeld bei der Berechnung angeblich erst gar nicht betrachtet wird. Und Wohngeld wurde noch nicht beantragt, aber soll jetzt beantragt werden.



    Wenn die Daten richtig und vollständig (!) eingegeben werden, liefert der Kinderzuschlag-Rechner auch das richtige Ergebnis.

    Ich vermute, ihr habt keinen Wohngeldanspruch angegeben. Ohne Wohngeld bestünde tatsächlich kein Anspruch auf den Kinderzuschlag.


    Viele Grüße

    Genau, Wohngeld haben wir nicht eingegeben, weil wir noch keins beantragt haben. Habe aber probeweise in dem Rechner einen fiktiven Wohngeldbetrag eingegeben und da kam schon was raus. Wie ist das denn dann genau, wenn man beides gleichzeitig beantragt? Also noch in diesem Monat das Wohngeld und im Mai KiZ? Wird das Amt für Kinderzuschlag zunächst auf den Bescheid vom Wohngeld warten?

    Beim KiZ zählt ja aktuell der Vormonat. Im Vormonat hätten wie knapp 1000 Euro mehr als diesen (Feb Mutterschaftsgeld). Und ab diesen Monat nur Elterngeld.



    Einkommen März: Mutter: 50,- BasisEG und 800,- AGZuschuss Vater: 850 BasisEG und 600 Brutto

    Kind 1: knapp 3 Monate , Kind 2: 3 Jahre (nur Kindergeld 404)

    Warmmiete mit Heizung: 580


    Einkommen April: Mutter: 500 Basis - Vater: 850 Basis

    Kind 1: knapp 3 Monate , Kind 2: 3 Jahre (nur Kindergeld 404)

    Warmmiete mit Heizung: 580


    KiZ noch diesen Monat online beantragen oder besser im nächsten?

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